Archiv der Kategorie: Beratung zur Anerkennung

Pflegefachkräfte aus Ausland: Zu lange Verfahrensdauer bei der beruflichen Anerkennung?

Der Bonner Generalanzeiger berichtet aktuell über Probleme mit der Verfahrensdauer der Beantragung der beruflichen Anerkennung von aus dem Ausland kommenden Pflegefachkräften.

Während das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage konstatiert, dass durch das Anerkennungsgesetz wesentliche Fortschritte erreicht sind: »Wenn es Probleme gebe, dann lägen sie im Vollzug, und der betrifft nun mal die Länder. Das Ziel der Anerkennungsregelungen, einen angemessenen Ausgleich zwischen den Interessen der antragstellenden Personen an einer Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikationen zum Zweck der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt und dem Patientenschutz zu schaffen, ist erreicht worden«, weist das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium MAGS auf noch bestehende Schwierigkeiten hin.

Laut Bonner Generalanzeiger »gibt das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium zu, ›dass die Anerkennungsverfahren von Pflegeausbildungen aus dem Ausland nicht rund laufen‹. Das Haus habe eine ›Reihe von Schreiben‹ erreicht, ›in denen auf eine unverhältnismäßig lange Bearbeitungsdauer hingewiesen wird‹.« Weiterlesen

Praxisseminar Pflege im Universitätsklinikum Düsseldorf bereitet auf die Kenntnisprüfung vor

Pflegekräfte aus aller Welt bereiten sich mit dem mibeg-Institut Medizin und dem Universitätsklinikum Düsseldorf auf die Kenntnisprüfung vor

Pflegekräfte aus aller Welt bereiten sich mit dem mibeg-Institut Medizin und dem Universitätsklinikum Düsseldorf auf die Kenntnisprüfung vor

Das dritte Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung, das gezielt in sechs Monaten zur beruflichen Anerkennung führt, ist an den Start gegangen. Die fröhlich gestimmte Gruppe bereitet sich gezielt in drei Monaten Theorie und drei Monaten Praxis mit den Pflegeexperten des Universitätsklinikums Düsseldorf auf die Kenntnisprüfung vor. Die Absolventen können in sechs Monaten als examinierte Krankenpflegekräfte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Das Praxisseminar Pflege ist als Modellprojekt durch das mibeg-Institut Medizin mit führenden Pflegeexperten entwickelt worden. Es bereitet aus dem Ausland kommende Gesundheits- und Krankenpfleger auf ihre berufliche Anerkennung vor. Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer stellen sich am Ende der Fortbildung einer anspruchsvollen Kenntnisprüfung unter Vorsitz des Landesprüfungsamtes.

Mit dem Praxisseminar Pflege ist ein Anerkennungsweg geschaffen worden, der die oft langwierigen, bis zu 19 Monate dauernden Fortbildungen ablöst und eine rasche und strukturierte Qualifizierung darstellt. Der Termin der Kenntnisprüfung gegen Kursende bietet zugleich große Planungssicherheit für die berufliche Anerkennung. Zuvor mussten aus dem Ausland kommende Krankenpfleger, die sich einer Kenntnisprüfung stellen mussten, oft lange auf einen Prüfungstermin warten. Weiterlesen

»Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist leergefegt.« – Uniklinik Münster engagiert sich für ausländische Pflegekräfte

Willkommenskultur wird an der Universität Münster immer schon großgeschrieben. »In der Universitätsmedizin, insbesondere in der Forschung, ist es eine gewisse Normalität, dass hier am UKM auch Mitarbeiter aus dem Ausland tätig sind«, sagt die UKM-Sprecherin Marion Zahr. Die Anwerbung von Pflegekräften aber sei ein eher neues Phänomen. »Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist leergefegt.«

Das Forum Migration online berichtet in einem Porträt zur Anerkennung über eine Initiative der Uniklinik Münster, die 200 Pflegefachkräfte aus dem Ausland angeworben hat. Seit 2013 werden Pflegefachkräfte aus Italien und Spanien, mittlerweile aber auch aus Brasilien, Kolumbien und Vietnam zur Mitarbeit eingeladen. Die Pflegefachkräfte weisen ihre Deutschkenntnisse mit einem B2-Zertifikat nach, dann folgt eine Fachsprachenprüfung nach mehreren Hospitationsmonaten.

Das Besondere am UKM-Projekt in Münster: Das UKM hat für die neuen Mitarbeiter Wohnungen angemietet, damit in der Studentenstadt Münster erst gar keine Probleme bei der Wohnungssuche entstehen. Ein intensives Mentoringprogramm begleitet die aus dem Ausland kommenden Krankenpfleger bis zur beruflichen Anerkennung. Nach einem Jahr, so die Uniklinik Münster, arbeiten die so gewonnenen Fachkräfte eigenverantwortlich auf den Klinikstationen.

Wie unterschiedlich selbst in einer Region wie Westfalen Personalbedarf gewertet wird, zeigt der nachfolgende Artikel über den Kreis Höxter. Für aus dem Ausland kommende Fachkräfte bedeutet dies, sich zuvor gut zu informieren, welche Perspektiven der Arbeitsmarkt bietet. Hierbei helfen die Anerkennungs- und Qualifizierungsberater, die über das Portal anerkennung-in-deutschland.de zu finden sind, und die Teilnahme am Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«, das das mibeg-Institut Medizin regelmäßig anbietet.

Vorstand der Landesapothekerkammer eröffnet Kurs zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung

Im Intensivseminar Pharmazie bereiten sich aus dem Ausland kommende Apothekerinnen und Apotheker gezielt auf die Kenntnisprüfung vor. Der Vorstand der Apothekerkammer Nordrhein unterstützt diese Initiative des mibeg-Instituts Medizin. Dr. Armin Hoffmann, Vorstand der Apothekerkammer Nordrhein, wird das Seminar am 3. September 2018 in Köln eröffnen und gemeinsam mit Dr. Shermineh Shahi, Seminarleiterin am mibeg-Institut Medizin, in das Seminar einführen.

Das Seminar, das in Teilzeitform in drei Monaten auf die Kenntnisprüfung vorbereitet, umfasst zentrale Themenbereiche der Kenntnisprüfung, wie Rezeptur und Defektur, Herstellung und Prüfung und Pharmakovigilanz. Das Seminar zeigt die wichtigsten Wege zur Informationsbeschaffung auf, die in Apotheken gebraucht werden und geht auf zentrale Rechtsfragen für Apotheker ein. Fragen zu Medizinprodukten und Methoden der Qualitätssicherung gehören ebenfalls zum Lehrplan wie die pharmakologische Fachsprache und die Kommunikation mit Kunden und Kollegen. Auch ein Training von Prüfungssituationen der Kenntnisprüfung gehört zum Seminar dazu.

Erfahrene Fachkollegen stellen das Dozententeam des mibeg-Instituts Medizin. Das Seminarprogramm gehört zum Projekt IQuaMed und wird unterstützt durch das Förderprogramm IQ / IQ Netzwerk. Wir freuen uns sehr auf unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Für Rückfragen steht Ihnen das Team des mibeg-Instituts Medizin gern zur Verfügung.

MTRA: Zahlreiche Qualifizierungsmöglichkeiten in NRW

Wird sich der Beruf des Medizinisch-technischen Radiologie-Assistenten wie in Großbritannien wandeln? MTA-Dialog, die Fachzeitschrift für Medizinische Fachberufe, berichtet aktuell zum europäischen Ländervergleich Deutschland – Großbritannien. »Deutschland hat den Mangel an Radiologen, den wir hatten, nie erlebt. Dies war der Katalysator, um die Rolle und die Ausbildung von MTRA/Radiographer in Großbritannien zu verändern«.

Den interessanten europäischen Einblick in das Aufgabenspektrum eines in Großbritannien ausgebildeten Radiologie-Assistenten vermittelt der gebürtige Schotte Iain Christie. Der Biowissenschaftler, der über 15 Jahre in der Pharmaindustrie tätig war, hat eine Ausbildung zum MTRA (Radiographer) erfolgreich absolviert und hat anschließend sechs Monate in einer Nuklearmedizin-Abteilung einer Klinik in Deutschland gearbeitet. »Dennoch würde ein Hochschulabschluss die berufliche Stellung der MTRA in Deutschland verbessern und die Grundlage für die Stärkung ihres Images schaffen. Es lohnt sich auch, darauf hinzuweisen, dass viele andere EU-Länder einen Studiengang für die MTRA eingeführt haben. Ein solcher Schritt kann die Karriereoptionen von MTRA in anderen europäischen Ländern erweitern.

In Deutschland, speziell in Nordrhein-Westfalen, gibt es für aus dem Ausland kommende Bewerber zahlreiche Möglichkeiten, als MTRA zu arbeiten oder Ausbildungsstellen, um fehlende Berufsqualifikationen zu ergänzen, falls nicht direkt eine Anerkennung nach Antragstellung durch die Bezirksregierung erlangt werden kann. Während für EU-Bürger eine Anerkennung in ihrem im Herkunftsland bereits gelernten Spezialisierungsbereich (Nuklearmedizin, Strahlentherapie oder Radiologie) erreicht und damit auch eine entsprechende Berufstätigkeit aufgenommen werden kann, erfolgt für Antragssteller aus sogenannten Drittstaaten eine Anerkennung nur, wenn entsprechend der hiesigen Ausbildung wesentliche Kenntnisse in allen Bereichen nachgewiesen werden können. Ein Anpassungslehrgang vermittelt diese fehlenden Kenntnisse. Selbstverständlich kann eine solche Qualifizierung an jeder zugelassenen Ausbildungsstelle absolviert werden. Arbeitgeber übernehmen oft ganz oder teilweise die Ausbildungskosten.

Eine guten Überblick bietet die Suchfunktion von dvta.de/schulfinder unter dem Stichwort Nordrhein-Westfalen.

Das mibeg-Institut Medizin berät hierzu gern auf den regelmäßig stattfindenden und kostenfreien Seminaren »Wege zur Anerkennung«. Unterstützungen durch öffentliche Förderungen sind möglich; Seminargebühren, Hilfe zum Lebensunterhalt und Fahrtkosten können, wenn die persönlichen Voraussetzungen vorliegen, übernommen werden.