Kategorie-Archiv: Lexikon Anerkennung in Deutschland

Vorbereitung auf die ärztliche Kenntnisprüfung

Hochmotivierte und berufserfahrene Ärztinnen und Ärzte, die ihre berufliche Anerkennung in Deutschland anstreben, bereiten sich derzeit mit einem vierwöchigen Intensivtraining auf die Kenntnisprüfung in Nordrhein-Westfalen vor. Die Kenntnisprüfung wird durch das Landesprüfungsamt Medizin organisiert und findet an nordrhein-westfälischen Unikliniken statt. Auf die anspruchsvolle Prüfung bereiten didaktisch versierte ärztliche Dozenten vor, die einen Lehrauftrag durch das mibeg-Institut Medizin erhalten haben. 22 lernbegeisterte Teilnehmer aus aller Welt bereiten sich derzeit in Köln auf ihre Approbation vor. Das Förderprogramm IQ unterstützt die Ärztinnen und Ärzte bei ihrer beruflichen Anerkennung.

Wie wir gerade erfahren, haben die ersten Kenntnisprüfungen bereits stattgefunden, weitere Prüfungen sind terminiert. Der erste Teilnehmer aus dem Kurs, der die Prüfung absolviert und auf Anhieb bestanden hat, ist ein Arzt, der aus China nach Deutschland gekommen ist. Die zweite Absolventin kommt aus Serbien und hat an der Uniklinik Bonn ihre Kenntnisprüfung bestanden. Wir gratulieren herzlich.

Mehr Informationen zur Kenntnisprüfung »

Impfschutz: Zentrales Thema für Gesundheitsfachkräfte

Nicht nur für Gesundheitsfachkräfte, die aus dem Ausland kommen, ist Impfschutz ein zentrales medizinisches Thema. Wie in Deutschland der Impfschutz gehandhabt wird und was Gesundheitsfachkräfte wissen müssen, ist übersichtlich mit ersten wichtigen Hinweisen auf den Webseiten des Robert-Koch-Instituts zusammengefasst.

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist ein Bundesinstitut des Bundesministeriums für Gesundheit. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krank­heits­über­wa­chung und -prävention und damit auch die zentrale Einrichtung des Bundes auf dem Gebiet der anwen­dungs- und maßnahmenorientierten bio­medi­zi­nischen Forschung. Die Kern­auf­ga­ben des RKI sind die Erken­nung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infek­tions­krank­heiten.

Regional finden Sie wichtige Informationen auch bei den Gesundheitsämtern, die kommunale Einrichtungen sind. Einen guten Überblick bietet das Gesundheitsamt der Stadt Köln, das von Dr. med. Anne Bunte geleitet wird.

Landeszentrum Gesundheit informiert zum Gesundheitswesen in NRW

Zahlreiche Informationen zum nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen finden sich auf den Seiten des Landeszentrums Gesundheit NRW. In einem kurzen Überblick listet das LZG die wichtigsten Eckdaten auf:

»Insgesamt sind in der NRW-Gesundheitswirtschaft 62.000 Unternehmen tätig. Neben den über 25.000 Ärztinnen und Ärzten im niedergelassenen Bereich stellen vor allem die 350 Krankenhäuser, darunter sechs Universitätskliniken, die Versorgung von 4,5 Mio. Patientinnen und Patienten sicher. Darüber hinaus stehen 145 Rehabilitations- und Vorsorgeeinrichtungen für die Versorgung der Bevölkerung bereit. Jährlich werden hier über 230.000 Patientinnen und Patienten betreut. Die etwa 2.500 Pflegeheime des Landes stellen mehr als 180.000 Pflegeplätze zur Verfügung. Zusätzlich werden über 130.000 Menschen durch etwa 2.400 ambulante Pflegedienste betreut. Die Medikamentenversorgung der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen wird durch die mehr als 4.400 Apotheken mit ihren knapp 48.000 Angestellten sichergestellt.«

Ärztekammern: Wo ist eine Fachsprachprüfung erforderlich?

Es ist sehr wichtig, sich in seinem Bundesland bei der Approbationsbehörde zu erkundigen, welche Zertifikate anerkannt werden. Hilfreich ist es immer, sich über die Website der zuständigen Approbationsbehörde zu informieren. In fast allen Bundesländern ist nur eine durch die Landesärztekammer organisierte und durchgeführte Fachsprachprüfung anerkannt.

Hier die derzeit gültige Übersicht:

  • Baden-Württemberg
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Baden-Württemberg erforderlich
  • Bayern
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Bayern erforderlich
  • Berlin
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Berlin erforderlich
  • Brandenburg
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Brandenburg erforderlich
  • Bremen
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Bremen erforderlich
  • Hamburg
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Hamburg erforderlich
  • Hessen
    Anerkanntes Sprachzertifikat (zum Beispiel telc-Standard), mindestens Niveau B2 / C1
  • Mecklenburg-Vorpommern
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Mecklenburg-Vorpommern erforderlich
  • Niedersachsen
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Niedersachsen erforderlich
  • Nordrhein-Westfalen
    Fachsprachprüfung durch die Ärztekammer Nordrhein bzw. durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe erforderlich
  • Rheinland-Pfalz
    Fachsprachprüfung durch die Bezirksärztekammer Rheinhessen erforderlich
  • Saarland
    Anerkanntes Sprachzertifikat (zum Beispiel telc-Standard), mindestens Niveau B2 / C1
  • Sachsen
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Sachsen erforderlich
  • Sachsen-Anhalt
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Sachsen-Anhalt erforderlich
  • Schleswig-Holstein
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Schleswig-Holstein erforderlich, in Verbund abgenommen mit der Landesärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
  • Thüringen
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Thüringen erforderlich ab Januar 2018

In allen Bundesländern muss ein allgemeinsprachliches Prüfungszertifikat B2 (GER) eines anerkannten Sprachinstitutes vor der medizinischen Fachsprachprüfung vorgelegt werden.

Schaubild: Der Weg zur ärztlichen Approbation

Plakat »Wege zur Anerkennung für Ärztinnen und Ärzte in NRW«Mit vielen Hinweisen und Informationen versehen zeigt das Schaubild des mibeg-Instituts Medizin, welche Schritte bis zum Erhalt der ärztlichen Approbation unternommen werden müssen. Hier die Datei zum Download.

Das Plakat kann in A4 und A1 von Beratungsstellen, Personalagenturen, Jobcentern und Arbeitsagenturen kostenfrei beim mibeg-Institut Medizin bestellt werden.