Die 500. Teilnehmerin des Projekts IQuaMed bereitet sich auf ihre Anerkennung als Krankenschwester vor

Die 500. Teilnehmerin des Projekts IQuaMed bereitet sich auf ihre Anerkennung als Gesundsheits- und Krankenpflegerin vor

Die 500. Teilnehmerin des Projekts IQuaMed bereitet sich auf ihre Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpflegerin vor

In einem exzellenten Krankenhaus mit langjähriger Erfahrung bei der Nachwuchsförderung, dem Lukaskrankenhaus Neuss, startet Kristine K. ihren individuellen Anpassungslehrgang als Gesundheits- und Krankenpflegerin. Sie ist die 500. mit dem Projekt IQuaMed im IQ Netzwerk geförderte Teilnehmerin.

Aus Lettland kommend hat sie direkt den Antrag auf Anerkennung ihres Berufs gestellt, aber es hat doch noch mehrere Monate gedauert, bis alle Unterlagen zusammen waren. Engagiert ist sie selbst zur Bezirksregierung gefahren, um sich genau zu informieren, was sie für die Anerkennung benötigt. Viele Übersetzungen waren erforderlich, hier hat die zweifache Mutter trotz Familie Zeit und Kosten investiert.

Da sie das Anerkennungsverfahren sehr kompliziert fand, hat sie intensiv im Internet recherchiert und ist schnell auf das Projekt IQuaMed aufmerksam geworden. Über das Projekt IQuaMed, das in Nordrhein-Westfalen im IQ Netzwerk für reglementierte Gesundheitsberufe zuständig ist, fand sie rasch Unterstützung. Die Mitarbeiter des Projektteams am mibeg-Institut Medizin haben schnell eine für sie passende Ausbildungsstelle gefunden.

Lukaskrankenhaus Neuss

Lukaskrankenhaus Neuss

Auch die Klinik zeigt sich erfreut, Unterstützung durch das mibeg-Institut Medizin und das Programm IQuaMed gefunden zu haben: »Hier gibt es eine Institution, die Wege aufzeigt«, sagt Volker Schmidtke, Mitglied der Pflegedienstleitung des Lukaskrankenhauses Neuss. Er wird mit seinen Kolleginnen und Kollegen den Weg zur Anerkennung von Kristine K. fachlich begleiten. Ihr Anerkennungsbescheid verlangt ihr ein umfangreiches Programm ab. 1000 Ausbildungsstunden muss Kristine K. insgesamt ableisten. Zurzeit ist sie im Bereich der Chirurgie tätig. »Vieles ist neu für mich. Es gibt eine Reihe von Unterschieden zu meiner Ausbildung in Lettland. Ich finde es toll, hier jeden Tag etwas Neues zu lernen, und – dies ist mir ganz wichtig zu sagen – meine Kolleginnen sind sehr hilfsbereit und unterstützen mich sehr.« Kristine K. bringt eine mehr als zehnjährige Erfahrung aus ihrem Heimatland mit und verfügt über ein großes Spezialwissen im Bereich der Infektiologie.

Die Pflegedienstleitung des Lukaskrankenhauses Neuss ist besonders engagiert im Bereich der Nachwuchsförderung. Es gibt eine eigene Ausbildungsstelle und einen »Flexpool« im Haus, der eine hervorragende Integration ermöglicht. Volker Schmidtke betont: »Ein großer Mosaikstein in unserer Personalentwicklung sind die aus dem Ausland kommenden Kolleginnen und Kollegen. Wir benötigen fachlich gut qualifizierte Mitarbeiter, und wir suchen aktiv. Wir bieten Chancen.« Gemeinsam mit Pflegedirektorin Andrea Albrecht ist sich Volker Schmidtke sicher: »Als wir das Projekt IQuaMed kennenlernten, brauchten wir nicht lange zu überlegen. Uns war klar, das wollen wir mit unterstützen. Ich finde, es ist ein großartiges Projekt. Hier wird den aus dem Ausland kommenden Fachkräften ab der Antragsstellung hervorragend geholfen. Daher liegen die Flyer zum Projekt in unserer Pflegedienstleitung immer aus.«

Pflegedienstleiter Volker Schmidtke ist zuversichtlich: Kristine K. wird sehr gut lernen und mitarbeiten und die Anerkennung ihres Berufs als Gesundheits- und Krankenpflegerin in Deutschland erlangen.

Das Projekt IQuaMed im IQ Netzwerk wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds, in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit.