IQuaMed / IQ Netzwerk auf dem Deutschen Chirurgenkongress in Berlin vorgestellt

Einer Einladung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Qualifizierungsprojekte zur Integration ausländischer Ärztinnen und Ärzte auf dem Deutschen Chirurgenkongress 2018 in Berlin vorzustellen, folgte das mibeg-Institut Medizin sehr gern.

Deutscher Chirurgenkongress: mibeg-Institut Medizin stellt Qualifizierungsprojekte vor

Deutscher Chirurgenkongress: mibeg-Institut Medizin stellt Qualifizierungsprojekte vor

Dr. Martina Erken, Projektleiterin am mibeg-Institut Medizin, stellte in ihrem Vortrag die erfolgreichen Curricula vor, die das Institut konzipiert hat. Besonders ging sie auf die durch das Förderprogramm IQ unterstützten Qualifizierungen ein, die unter dem Projekttitel IQuaMed für zahlreiche Gesundheitsberufe etabliert worden sind.

Auf dem Chirurgenkongress stellte das mibeg-Institut Medizin die Projekte vor, die auf ärztliche Kenntnisprüfungen und Fachsprachprüfungen vorbereiten. Hierzu zählt auch der Intensivkurs Fachsprache Medizin, den das mibeg-Institut Medizin zusammen mit dem Marburger Bund fortlaufend realisiert. Wie rasch und kostengünstig mit diesen Qualifizierungen die berufliche Anerkennung erreicht werden kann, fand großes Interesse. Ein Chefarzt aus Hessen formulierte es so: »Wir haben uns mit selbstgestrickten Kursen behelfen müssen. Nachfragen bei einem Kursanbieter ergaben Kostensätze, die nicht für eine Klinik zu tragen sind. Mit den curricularen Bausteinen des mibeg-Instituts Medizin haben wir endlich Modelle gefunden, mit denen wir unsere zukünftigen Mitarbeiter gut und schnell qualifizieren können.«

Wie viele Interessenten mit dem Projekt IQuaMed bereits erfolgreich erreicht werden konnten, beeindruckte auch die Mitreferenten auf dem Podium. Dr. med. Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, zeigte in seinem Vortrag auf, dass er für die Landesärztekammer ebenfalls gute Unterstützung durch das Förderprogramm IQ erfährt. Er betonte, wie wichtig fundierte Anerkennungsverfahren und objektiv abgenommene Fachsprach- und Kenntnisprüfungen sind. Immer noch sei ein Approbationstourismus zu erkennen, der beispielsweise eine ganze Reihe von Ärztinnen und Ärzte nur vorübergehend in Mecklenburg-Vorpommern Wohnsitz nehmen ließe, um nach bestandener Fachsprachprüfung wieder in andere Bundesländer zurückzugehen. Die ärztliche Kompetenz bei den Prüfern sei unverzichtbar. Da immer noch vielfach »Fälle« auswendig gelernt werden, die als Prüfungsbestandsteil vermutet würden, sei es wichtig, dass immer wieder in veränderter Form Prüfer klinisches Wissen und Fallkonstellationen abfragen.

Die Referentinnen des Marburger Bund Bundesverbandes, Stefanie Gehrlein und Ruth Wichmann, zeigten den rechtlichen Rahmen des Anerkennungsverfahrens auf und wiesen noch einmal auf die unterschiedliche Anerkennungspraxis in den einzelnen Bundesländern hin. So gebe es immer noch Bundesländer, bei denen die Wartezeit, etwa auf die Kenntnisprüfung, unverhältnismäßig lang sei.