»IQuaMed ist visionär, herausfordernd, aktuell und nachhaltig«: Zahlreiche Kooperationspartner zu Gast beim 100. Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«

Für die teilnehmenden Ärztinnen, Zahnärzte, Physiotherapeutinnen, Röntgen- und Laborassistenten sowie Krankenpflegerinnen war es eine große Überraschung, dass zum 100. Informationsseminar viele Experten zu Gast waren, die in den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern die berufliche Anerkennung ausländischer Fachkräfte unterstützen.

Institutsleiterin Barbara Rosenthal hieß die Gesundheitsfachkräfte, die aus vielen Ländern nach Nordrhein-Westfalen gekommen waren, und die besonderen Gäste, die das Projekt IQuaMed unterstützen und begleiten, herzlich willkommen. Dazu gehörten die Landeskoordination des IQ Netzwerks NRW, Experten aus dem Bundesinstitut für Berufliche Bildung BIBB und von f-bb – Forschungsinstitut Betriebliche Bildung. Vertreten waren der Marburger Bund, Mitglieder des Wissenschaftlichen Beitrats des Programms IQuaMed, die Ärztekammer Westfalen-Lippe, Agenturen für Arbeit und Jobcenter, Anerkennungsberater und Vertreter zahlreicher Weiterbildungseinrichtungen und Sprachschulen.

100. Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«

Zahlreiche Gäste beim 100. Informationsseminar: u.a. Ulrike Steinecke (ZAB), Rolf Göbels (WHKT, Landeskoordination des IQ Netzwerks NRW), Robert Koch (BIBB), Rebecca Atanassov (BIBB), Peggy Lorenz (f-bb), Jürgen Herdt (Ärztekammer Westfalen-Lippe), Ulrich Piepenbreier (Sprachwerkstatt), Volker Ramp (FAW), Andreas Höffken (Marburger Bund), Sabine Schlensag (Agentur für Arbeit Köln), Sabine Martin (Diözesancaritasverband Köln), Jens Borchwald (BzH Recklinghausen)

Sehr herzlich begrüßte als erster Gastredner der Projektleiter der Landeskoordination des IQ Netzwerks NRW, Rolf Göbels, alle Anwesenden: »Das 100. Informationsseminar ›Wege zur Anerkennung‹ des Teilprojekts IQuaMed im IQ Netzwerk NRW ist ein Meilenstein, und wenn man Meilensteine erreicht, muss man auch feiern.«

Rolf Göbels, Landeskoordination IQ Netzwerk NRW, begrüßt die Teilnehmer des 100. Infoseminars des Projekts IQuaMed

Rolf Göbels, Landeskoordination IQ Netzwerk NRW, begrüßt die Teilnehmer des 100. Infoseminars des Projekts IQuaMed

Er gratulierte dem Projektteam des mibeg-Instituts Medizin sehr herzlich zum Jubiläumsseminar und wies in seinem Vortrag darauf hin, dass gerade Fachkräfte aus medizinischen Berufsbildern der Unterstützung durch Beratung und Qualifizierung  bedürfen, da es hier um reglementierte Berufe gehe und eine Beschäftigungsaufnahme von daher ohne eine entsprechende Anerkennung nicht möglich sei.

Er dankte herzlich dem IQuaMed-Projektteam beim mibeg-Institut Medizin und den vielen weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Arbeitsverwaltung, bei den Zuständigen Stellen, in den Bezirksregierungen, den Gesundheitsministerien, den vielen Qualifizierungspartnern sowie den Kliniken und Fachschulen. Rolf Göbels bezog in seinen Dank aber auch insbesondere die Dozentinnen und Dozenten ein, die durch ihre Expertise zum Gelingen der beruflichen Anerkennung und zu dem Einstieg ins Berufsleben beitragen.

Der Landeskoordinator des IQ Netzwerks wandte sich genauso herzlich an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 100. Informationsseminars »Wege zur Anerkennung«: »Denn sämtliche Programme, Beratungen und Qualifizierungen können immer nur so gut sein wie die Personen, die daran teilnehmen: Mit Ihrem Willen und Ihrer Motivation, in Ihrem erlernten Beruf Fuß zu fassen, sind Sie es, die im Mittelpunkt aller Anerkennungsbemühungen stehen.« Er ermutigte die Teilnehmer, aktiv mitzuwirken, auch wenn der Weg manchmal lang erscheint.

Viel Heiterkeit löste beim Projektteam und bei den Gästen die abschließende Bemerkung von Rolf Göbels aus: »Das mibeg-Institut Medizin, das das Projekt IQuaMed entwickelt und koordiniert, wirkt von Köln aus nach NRW, und Köln ist schließlich die schönste Stadt überhaupt.« Augenzwinkernd fügte er hinzu: »In Düsseldorf sage ich das natürlich anders.«

Sabine Schlensag, Agentur für Arbeit Köln

Sabine Schlensag, Agentur für Arbeit Köln

Nach dem Vortrag von Rolf Göbels ergriff Sabine Schlensag, Leiterin des Teams Akademische Berufe bei der Agentur für Arbeit Köln, das Wort und begrüßte alle Anwesenden sehr herzlich, indem sie auf das IQuaMed-Poster hinwies und sagte: »Ich stehe hier für das A des Arbeitsagentur-Logos, denn schließlich ist die Bundesagentur für Arbeit Kooperationspartner des IQ Netzwerks und das Bundesarbeitsministerium Impuls- und Mittelgeber der Projekte.« Sabine Schlensag berichtete, dass sie die Arbeit des mibeg-Instituts Medizin seit Jahren kenne und zahlreiche Projekte zur beruflichen Integration begleitet habe. Mit diesem für Nordrhein-Westfalen initiierten Projekt sei dem mibeg-Institut Medizin ein besonders wichtiges Programm geglückt, da es zahlreichen Fachkräften, die sonst nicht in ihrem angestammten Beruf arbeiten könnten,  ermögliche, ihre Anerkennung zu erlangen und sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Besonders bemerkenswert sei es, dass über die vielen Qualifizierungsformen sehr passgenaue Einstiegsmöglichkeiten geschaffen werden. Die in zwei Projektjahren erreichten Integrationszahlen seien sehr ermutigend.

Sabine Martin, Wissenschaftlicher Beirat des Projekts IQuaMed

Sabine Martin, Wissenschaftlicher Beirat des Projekts IQuaMed

Für den Wissenschaftlichen Beirat und für die Seite der Arbeitgeber der zahlreichen Gesundheitseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen ergriff Sabine Martin das Wort. Die Pflege- und Krankenhausmanagementexpertin und langjährige Pflegedirektorin eines Krankenhauses im Rheinland ist heute als Referentin für stationäre Krankenpflege und Krankenpflegeschulen beim Diözesancaritasverband für das Erzbistum Köln tätig. In ihrem ermutigenden Grußwort stellte sie pointiert die Frage: »Was macht dieses Programm so erfolgreich?«, um gleich selbst darauf zu antworten: »Es ist visionär, weil es klar auf die Zukunft gerichtet ist. Es ist herausfordernd für alle, für die Teilnehmenden wie für das Institut. Es ist in seiner Zielstellung so aktuell, wie es nur sein kann. Es ist qualitativ und nicht einfach quantitativ ausgerichtet, und damit ist dieses Projekt IQuaMed sehr nachhaltig. Es öffnet Türen und Tore.«

Sabine Martin fügte hinzu: »Ich begleite dieses Programm schon einige Zeit, und ich bin weiterhin davon überzeugt, dass mit dem Start des Programms nicht nur ein Umdenken der Organisationen begonnen hat, sondern auch eine Integration von Gesundheitsfachkräften aus dem Ausland wirklich gelebt und umgesetzt wird.«

Im Anschluss begann für die anerkennungssuchenden Gesundheitsfachkräfte das Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«, parallel dazu trafen sich die anwesenden Fachexperten zu einer Konferenz, über die das mibeg-Institut Medizin gesondert berichten wird.