Schlagwort-Archiv: Ärztekammer Nordrhein

120. Deutscher Ärztetag: Forderungen zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Der 120. Deutsche Ärztetag hat Beschlüsse zu den Anerkennungsverfahren und zur Integration ausländischer Gesundheitsfachkräfte gefasst und als Forderungen an den Gesetzgeber übermittelt. Dazu gehört, dass

  • die Gleichwertigkeit der medizinischen Grundausbildung aus Drittstaaten in einem bundeseinheitlichen Verfahren und mittels einer gegenüber der zuständigen Approbationsbehörde abzulegenden Prüfung nachzuweisen ist. Die Prüfung muss dem Niveau des zweiten und dritten Teils des deutschen medizinischen Staatsexamens äquivalent sein. Eine Integration in entsprechende Prüfungen der medizinischen Fakultäten ist vorstellbar.
  • durch die zuständigen Approbationsbehörden eine zentrale Webseite eingerichtet wird, auf der die Vorgaben, das Verfahren der Antragstellung, zuständige Behörden und Ansprechpartner, Inhalte und Ablauf des Anerkennungsverfahrens, einschließlich einer Beschreibung der Anforderungen dieser Kenntnisprüfung und auch der Fachsprachenprüfung (als weitere notwendige Voraussetzung für die Erteilung der deutschen Approbation), veröffentlicht werden, damit sich Interessenten aus dem Ausland unkompliziert informieren und vorbereiten können.

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Fachsprachprüfung bestanden: Großer Erfolg für alle Absolventen des Praxisseminars Humanmedizin

Anerkennungsprüfung bestanden!Soeben erreichte uns noch die Mail eines Absolventen aus unserem gerade abgeschlossenen Praxisseminar Humanmedizin: Er hat die Fachsprachprüfung bestanden. Damit haben alle unsere Absolventinnen und Absolventen dieses Seminars die anspruchsvolle Fachsprachprüfung bestanden, die sie zum Teil vor der Ärztekammer Nordrhein, zum Teil vor der Ärztekammer Westfalen-Lippe abgelegt haben. Die Teilnehmer, die aus aller Welt nach Deutschland gekommen sind – sie kamen u.a. aus Syrien, aus Indien und auch aus Venezuela – sind nun bereits in Krankenhäusern tätig bzw. legen in Kürze ihre Kenntnisprüfung ab. Wir freuen uns über den Erfolg unserer Absolventen und wünschen ihnen einen guten Einstieg in den Arztberuf in Deutschland.

Marburger Bund und mibeg-Institut Medizin informieren ausländische Ärztinnen und Ärzte in Dortmund

Großer Andrang zum Seminar des Marburger Bundes in Dortmund

Großer Andrang zum Seminar des Marburger Bundes in Dortmund

Großer Andrang herrschte beim Seminar »Arbeiten in Deutschland«, zu dem der Marburger Bund nach Dortmund eingeladen hatte. Viele ausländische Ärztinnemn und Ärzte, die im deutschen Gesundheitswesen arbeiten wollen, informierten sich über die Arbeitsmöglichkeiten für Ärztinnen und Ärzte, den beruflichen Einstieg und die Wege zur Anerkennung ihres Berufs, besonders über noch zu leistende Fachsprach- und Kenntnisprüfungen.

Prof. Dr. med. Ingo Flenker stellt das deutsche Gesundheitswesen vor

Prof. Dr. med. Ingo Flenker stellt das deutsche Gesundheitswesen vor

Umfassend legte Prof. Dr. med. Ingo Flenker, langjähriger Chefarzt für Innere Medizin und Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, den Teilnehmern das deutsche Gesundheitssystem dar und ermutigte alle, gut vorbereitet einzusteigen und an einer optimalen Patientenversorgung mitzuwirken.

Gleich drei Bildungsreferentinnen des mibeg-Instituts Medizin engagierten sich für dieses Seminar: Susann Lucas, Carina Schmidt und Dr. Martina Erken, die in einem Vortrag die Qualifizierungsmöglichkeiten aufzeigte, die Ärztinnen und Ärzte nutzen können, wenn sie ihren beruflichen Einstieg in Deutschland starten. Ruth Wichmann und Andreas Höffken vom Marburger Bund gaben viele wichtige Informationen zum Anerkennungsverfahren und zum Arbeitsrecht, und ärztliche Kollegen berichteten aus der Krankenhauspraxis und luden die Teilnehmer zur Mitarbeit ein.

Anerkennung eines im Ausland erworbenen Facharzttitels

Wenn ich im Ausland eine Facharzt-Weiterbildung abgeschlossen habe, mich also zu einem ärztlichen Spezialisten habe ausbilden lassen, darf ich diesen Facharzttitel dann in Deutschland führen?

Ich darf einen Facharzttitel nur dann in Deutschland führen, wenn ich zuvor einen Antrag bei meiner zuständigen Landesärztekammer gestellt habe und die Landesärztekammer mir das Führen des Titels erlaubt.

Manche Ärzte werden fälschlicherweise z.B. als »Arzt für Allgemeinmedizin» oder »Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe« bezeichnet, obwohl sie noch nicht als Fachärzte anerkannt worden sind. Richtiger wäre es, sich als Arzt oder Ärztin zu bezeichnen, der/die im Herkunftsland als Allgemeinmediziner oder Gynäkologin tätig war. Weiterlesen

Ärztekammer Westfalen-Lippe: Sachstandsbericht zur Fachsprachprüfung

Gute Sprachkenntnisse sind für die Ausübung des ärztlichen Berufs unabdingbar wichtig. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe hat für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte 2014 ein Prüfungsverfahren eingerichtet, das alle Mediziner durchlaufen müssen, die ihren Beruf in NRW ausüben wollen. Über 3000 Fachsprachprüfungen sind bislang abgenommen worden, dabei beträgt die aktuelle Nichtbestehensquote 49 %. Dies zeigt, so die Ärztekammer in einem aktuell erschienen Artikel, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist.

»Allzu schnell vergebene Zertifikate aus sehr kompakt strukturierten Sprachkursen verleiten nicht selten zu einer Fehleinschätzung der eigenen berufsspezifischen Sprachkompetenz … Wer in kürzester Zeit ein B2-Sprachzertifikat in den Händen hält, verfällt schnell der Annahme, es reiche nur noch ein wenig Zusatzzeit, um sich die Voraussetzungen für die Fachsprachenprüfung anzueignen. Dies mag im Einzelfall gelingen, kann aber nicht … verallgemeinert werden.« Weiterlesen