Schlagwort-Archiv: Ausländische Ärzte

120. Deutscher Ärztetag: Forderungen zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Der 120. Deutsche Ärztetag hat Beschlüsse zu den Anerkennungsverfahren und zur Integration ausländischer Gesundheitsfachkräfte gefasst und als Forderungen an den Gesetzgeber übermittelt. Dazu gehört, dass

  • die Gleichwertigkeit der medizinischen Grundausbildung aus Drittstaaten in einem bundeseinheitlichen Verfahren und mittels einer gegenüber der zuständigen Approbationsbehörde abzulegenden Prüfung nachzuweisen ist. Die Prüfung muss dem Niveau des zweiten und dritten Teils des deutschen medizinischen Staatsexamens äquivalent sein. Eine Integration in entsprechende Prüfungen der medizinischen Fakultäten ist vorstellbar.
  • durch die zuständigen Approbationsbehörden eine zentrale Webseite eingerichtet wird, auf der die Vorgaben, das Verfahren der Antragstellung, zuständige Behörden und Ansprechpartner, Inhalte und Ablauf des Anerkennungsverfahrens, einschließlich einer Beschreibung der Anforderungen dieser Kenntnisprüfung und auch der Fachsprachenprüfung (als weitere notwendige Voraussetzung für die Erteilung der deutschen Approbation), veröffentlicht werden, damit sich Interessenten aus dem Ausland unkompliziert informieren und vorbereiten können.

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Approbation: Für Ärztinnen und Ärzte starten neue Kurse zur Vorbereitung

Ärztinnen und Ärzte, die in Nordrhein-Westfalen ihre Approbation beantragen, haben zuvor noch eine Fachsprachprüfung oder Kenntnisprüfung zu bestehen, wenn sie im Ausland studiert haben. Das mibeg-Institut Medizin bietet in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Kurse an, die zielgerichtet auf diese Prüfungen vorbereiten. Die Kurse gehören zum Projekt IQuaMed und sind für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenfrei, da sie gefördert werden über das Programm »Integration durch Qualifizierung IQ«.

Das nächste Praxisseminar Humanmedizin startet am 1. Februar 2017 und bereitet in Theorie- und Praxisphasen auf die Anerkennungsprüfungen vor. Weiterlesen

Bundesärztekammerpräsident Prof. Dr. Frank-Ulrich Montgomery: Arbeitschancen für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland sind exzellent

Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Frank-Ulrich Montgomery, hat aktuell aufgezeigt, dass in Deutschland immer mehr Ärztinnen und Ärzte beschäftigt sind. Insgesamt stieg die Zahl 2015 um 6.055 auf 371.302 berufstätige Ärztinnen und Ärzte, was einen neuen Rekord darstellt. Darunter sind 3560 ausländische Ärztinnen und Ärzte, die eine Zulassung erhielten und bei den Ärztekammern entsprechend gemeldet sind.

42.604 Ärztinnen und Ärzte mit ausländischem Pass sind in Deutschland tätig. Über 2000 Mediziner kamen aus Syrien und stellen inzwischen die viertgrößte Gruppe unter den aus dem Ausland kommenden Medizinern dar.

Prof. Montgomery betont, dass die Zahl der Mediziner trotz ansteigender Arztzahlen nicht ausreiche, um die Versorgung dauerhaft zu sichern, da der Bedarf schneller wachse als die Zahl der Ärzte. Für ausländische Ärztinnen und Ärzte sind neben den fachlichen Kenntnissen sehr gute Sprachkenntnisse unabdingbare Voraussetzung zur Ausübung des Berufs. In Nordrhein-Westfalen bereitet das mibeg-Institut Medizin mit seinem Programm IQuaMed gezielt auf die Anerkennung und den optimalen Berufseinstieg ins Gesundheitswesen vor.