Schlagwort-Archiv: Fachsprachenprüfung

»Der Karenberg« ist wieder erhältlich: Fachbuch zur Vorbereitung auf die ärztliche Fachsprachprüfung

Das Standardlehrbuch zur medizinischen Terminologie von Axel Karenberg ist wieder erhältlich. Da es nicht nur von Medizinstudent/innen an deutschen Universitäten genutzt wird, sondern auch natürlich die ideale Hilfe zur Vorbereitung auf die ärztliche Fachsprachenprüfung vor der jeweiligen Landesärztekammer darstellt, war das Lehrbuch kurzfristig vergriffen. Derzeit nutzen viele aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte dieses Lehrbuch. Nun ist es in 5. Auflage wieder erhältlich. Weiterlesen

Apothekerinnen und Apotheker: Gezielte Vorbereitung auf die Fachsprachenprüfung vor der Landesapothekerkammer

Am 1. März 2018 starten 22 Apothekerinnen und Apotheker ihre Vorbereitung auf die Fachsprachenprüfung im mibeg-Institut Medizin. Das vierwöchige Seminar »Intensivkurs Fachsprache Pharmazie« unterstützt die Apothekerinnen und Apotheker, die bundesweit in Deutschland tätig sein möchten, bei der Vorbereitung auf ihre fachsprachliche Anerkennungsprüfung. Weiterlesen

Praxisseminar Humanmedizin erfolgreich abgeschlossen: Gut gerüstet für die deutsche Approbation

IQuaMed-Seminar in Ostwestfalen zusammen mit der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge, © KHWE

IQuaMed-Seminar in Ostwestfalen zusammen mit der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge, © KHWE

Ärzte, die ihr Studium im Ausland absolviert haben, haben in Bad Driburg erfolgreich ein Seminar zur Vorbereitung auf ihre Fachsprachenprüfung abgeschlossen. Sie ist für die Ausübung ihres Berufes unabdingbar.

Um die Integration ausländischer Ärztinnen und Ärzte zu unterstützen, wurde im Rahmen des Programms IQuaMed (Integration durch Qualifizierung und Anerkennung in medizinischen Arbeitsfeldern) im IQ Netzwerk NRW in Bad Driburg das Praxisseminar Humanmedizin in Kooperation mit dem mibeg-Institut Medizin durchgeführt. »Ohne ausländische Kollegen wäre der Fachkräftemangel noch stärker spürbar«, sagt Ralf Schaum, Personalleiter der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE). Weiterlesen

Die ärztliche Fachsprachprüfung in Hessen: mibeg-Institut Medizin informiert gemeinsam mit dem Marburger Bund Landesverband Hessen

Ein spannendes Seminar für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte, die in Deutschland arbeiten wollen, bietet der Marburger Bund Landesverband Hessen im Klinikum Fulda. Es referieren die Arbeitsrechtsexpertin des Marburger Bunds Hessen, Dr. Frederike Neven, Dr. Lars Bodammer,  Mitglied des Vorstandes der Landesärztekammer Hessen und des Landesvorstands Marburger Bund Hessen, Ruth Wichmann vom Auslandsreferat des Marburger Bundes Bundesverband sowie für das mibeg-Institut Medizin Dr. Martina Erken. Weiterlesen

Bundesärztekammer und Landesärztekammern fordern höhere Qualitätsstandards bei der Zulassung ausländischer Ärztinnen und Ärzte

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg forderte es am prägnantesten: Sie beauftragte ihren Vorstand, sich dafür einzusetzen, dass die ärztliche Selbstverwaltung in Baden-Württemberg nach dem Vorbild der Fachsprachenprüfung auch die Kenntnisprüfung für ausländische Ärztinnen und Ärzte übernimmt. Es könne nicht sein, so die Landesärztekammer, dass für die Kenntnisprüfung der ausländischen Ärztinnen und Ärzte zum Teil »privatwirtschaftliche organisierte« Dienstleister tätig wären, da »nicht gewährleistet sei, dass Vorbereitungskurse und Prüfungsorganisation getrennt« seien.

Dr. med. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen

Dr. med. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen; © ÄKN

Diese Forderung nach mehr Qualität wird auch von der niedersächsischen Landesärztekammer erhoben. Die Präsidentin der Ärztekammer, Dr. Martina Wenker, fordert strengere Regeln für Ärzte aus dem Ausland. Wer künftig als Arzt in Deutschland arbeiten möchte, müsse das deutsche Staatsexamen bestehen, sagte Wenker im Gespräch mit NDR 1 Niedersachsen. Die Ärztekammerpräsidentin begründet ihre Initiative mit Verweis auf das Wohl der Patienten. Diese müssten sicher sein können, dass ihr Arzt ordentlich ausgebildet ist und auch vernünftig Deutsch spricht. Dr. Martina Wenker fordert, dass künftig aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte im deutschen Staatsexamen beweisen, dass sie Patienten nach den hiesigen Standards behandeln können. Nur wer die strenge Prüfung besteht, die auch für deutsche Ärzte gilt, dürfte demnach hier arbeiten.

Ebenso erklärte die Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen, Dr. Ellen Lundershausen, dass das Absolvieren des deutschen Staatsexamens nicht nur für deutsche Staatsbürger, sondern auch für Migranten aus Drittstaaten bzw. Nicht-EU-Ländern verpflichtend sein sollte. Momentan wird bei jedem Bewerber geprüft, ob die jeweilige Ausbildung mit dem deutschen Staatsexamen vergleichbar ist. »Das reicht aus unserer Sicht nicht«, sagt die Präsidentin der Landesärztekammer, Dr. Ellen Lundershausen. »Das Niveau der Ausbildung ist zu unterschiedlich. Deshalb sollte das bisherige Verfahren einheitlich vom Staatsexamen abgelöst werden, um die hohe Qualität des Abschlusses und damit der Versorgung sowie die Patientensicherheit zu gewährleisten. Eine vergleichbare Regelung gibt es z.B. in den USA,« so Lundershausen in einer Presseinformation der Ärztekammer.

Eine entsprechende Aufforderung an die zuständigen Ministerien verlautbarte auch die Landesärztekammer Brandenburg: Der Präsident Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz und der Vizepräsident Dr. med. Hanjo Pohle fordern eine bundesweit einheitliche Regelung bei der Zulassung ausländischer Kollegen und appellieren daher, so die Ärztekammer Brandenburg, an die Politik, die Zulassungsbedingung des zweiten und dritten Staatsexamens  für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte deutschlandweit durchzusetzen.

Zuvor hatte bereits die Ärztekammer Westfalen-Lippe eine entsprechende Prüfungszuständigkeit gefordert. Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, betonte: »Es kann nicht sein, dass wir als Kammer erst reagieren dürfen, wenn die Kollegen auffällig werden und bei ihrer Arbeit Fehler machen.« Es reiche nicht aus, so der Kammerpräsident, dass lediglich Dokumente und Fachsprachenkenntnisse geprüft werden, bevor die Ärzte behandeln dürfen.

Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer

Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer; © picture alliance / Tobias Hase für Deutsches Ärzteblatt
BÄK, Bundesärztekammer

An die Spitze der zahlreichen Forderungen der Landesärztekammern setzte sich aktuell die Bundesärztekammer. Sie mahnt die schnelle Verschärfung der Zulassung ausländischer Ärztinnen und Ärzte an.  Der Präsident der Bundesärztekammer, zugleich Präsident der Ärztekammer Hamburg, Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, forderte, dass ausländische Ärztinnen und Ärzte, die aus Nicht-EU-Ländern kommen, eine Prüfung auf dem Niveau des zweiten und dritten Staatsexamens ablegen müssen, um in Deutschland die Approbation zu erhalten. Prof. Montgomery nannte es im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt »überhaupt nicht mehr tragbar«, dass Berufszulassungen oder Approbationen nach alleiniger Prüfung der Papierform und Sprachprüfungen erteilt werden. »Wir müssen zum Beispiel ausschließen, dass Menschen als Arzt tätig werden, die sich in ihren Heimatländern Zertifikate gekauft haben, ohne jemals die Universität besucht zu haben«, sagte er.

Der BÄK-Präsident kündigte an, umgehend Gespräche mit der Gesundheitsministerkonferenz zu führen. Gut wäre es nach seiner Ansicht, wenn die Anpassungen bereits in der nächsten Staatsexamensrunde gelten würden. Prüfen sollten nach Ansicht des Präsidenten der Bundesärztekammer die Landesprüfungsämter, die dafür regelhaft Universitäten beauftragen.

Mit diesen Statements fordert die ärztliche Selbstverwaltung bundesweit höhere Standards bei der Zulassung von Ärztinnen und Ärzten. Solche einheitlichen Qualitätsstandards wurden bereits durch die Ärzteschaft bei der Fachsprachenprüfung geschaffen.

Nahezu bundesweit führen die Landesärztekammern ärztliche Fachsprachenprüfungen durch und haben damit ein einheitliches und transparentes Verfahren geschaffen. Sie haben dadurch vielfach kritisierte Prüfungen und Tests abgelöst, die einem privatwirtschaftlichen Interesse folgten und bei denen die Vorbereitung auf die Fachsprachenprüfung, das Lehrbuch zur Thematik und die Prüfungsdurchführung in einer Hand lagen.