Schlagwort-Archive: Krankenpflege

Erfolgreiche Integration ausländischer Pflegefachkräfte: Beispiel Universitätsklinikum Tübingen

»Qualität Leben«, die Zeitschrift des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands VUD berichtet über ein erfolgreiches Integrationsprojekt ausländischer Pflegekräfte in Baden-Württemberg. Die Universitätskliniken Tübingen engagieren sich mit bei der Integration ihrer aus dem Ausland kommenden Kolleginnen und Kollegen. Weiterlesen

Pflegefachkräfte aus Ausland: Zu lange Verfahrensdauer bei der beruflichen Anerkennung?

Der Bonner Generalanzeiger berichtet aktuell über Probleme mit der Verfahrensdauer der Beantragung der beruflichen Anerkennung von aus dem Ausland kommenden Pflegefachkräften.

Während das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage konstatiert, dass durch das Anerkennungsgesetz wesentliche Fortschritte erreicht sind: »Wenn es Probleme gebe, dann lägen sie im Vollzug, und der betrifft nun mal die Länder. Das Ziel der Anerkennungsregelungen, einen angemessenen Ausgleich zwischen den Interessen der antragstellenden Personen an einer Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikationen zum Zweck der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt und dem Patientenschutz zu schaffen, ist erreicht worden«, weist das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium MAGS auf noch bestehende Schwierigkeiten hin.

Laut Bonner Generalanzeiger »gibt das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium zu, ›dass die Anerkennungsverfahren von Pflegeausbildungen aus dem Ausland nicht rund laufen‹. Das Haus habe eine ›Reihe von Schreiben‹ erreicht, ›in denen auf eine unverhältnismäßig lange Bearbeitungsdauer hingewiesen wird‹.« Weiterlesen

Fachforum Best Practice: Migrantenspezifische Berufseinmündungskonzepte in die Pflege im Rahmen des BMG-Projekts

Saaris Fachforum Best Practice: Migrantenspezifische Berufseinmündungskonzepte in die Pflege

Saaris Fachforum Best Practice: Migrantenspezifische Berufseinmündungskonzepte in die Pflege

Einer Einladung von saaris, am Fachforum Best Practice mitzuwirken, das migrantenspezifische Berufseinmündungskonzepte in die Pflege vorstellt, folgten gleich drei Projekte aus Nordrhein-Westfalen gern. saaris ist durch das Bundesgesundheitsministerium beauftragt, im Rahmen eines Projekts die Optimierung der beruflichen Integration von Menschen mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund als Beitrag zur Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen zu untersuchen, und veranstaltete hierzu ein besonderes Fachforum in Saarbrücken.

Die Eröffnungsansprache hielt Stephan Kolling, Staatssekretär des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes. Weiterlesen

Andreas Westerfellhaus: »Anerkennung ausländischer Berufsabschüsse vereinheitlichen und vereinfachen«

Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für Pflege, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, hat sich auf der 91. Gesundheitsministerkonferenz am 20. und 21. Juni 2018 in Düsseldorf für eine Standardisierung und Entbürokratisierung der Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse eingesetzt.

»Die Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe (GfG) könnte beispielsweise so gestärkt werden, dass sie bundesweit verbindliche Festlegungen treffen kann, ob im Ausland erworbene Berufsabschlüsse direkt anerkennungsfähig sind bzw. welche Inhalte noch in Anpassungslehrgängen zu vermitteln sind. Ein standardisiertes Verfahren ist unbürokratisch, verkürzt Genehmigungszeiten und trägt zu einer schnelleren Integration ausländischer Fachkräfte in den deutschen Arbeitsmarkt bei. Hier steht Deutschland im Wettbewerb mit anderen Ländern und muss sich deutlich verbessern.«

» Der vollständige Redetext auf der Website des Pflegebevollmächtigten hier.

»Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist leergefegt.« – Uniklinik Münster engagiert sich für ausländische Pflegekräfte

Willkommenskultur wird an der Universität Münster immer schon großgeschrieben. »In der Universitätsmedizin, insbesondere in der Forschung, ist es eine gewisse Normalität, dass hier am UKM auch Mitarbeiter aus dem Ausland tätig sind«, sagt die UKM-Sprecherin Marion Zahr. Die Anwerbung von Pflegekräften aber sei ein eher neues Phänomen. »Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist leergefegt.«

Das Forum Migration online berichtet in einem Porträt zur Anerkennung über eine Initiative der Uniklinik Münster, die 200 Pflegefachkräfte aus dem Ausland angeworben hat. Seit 2013 werden Pflegefachkräfte aus Italien und Spanien, mittlerweile aber auch aus Brasilien, Kolumbien und Vietnam zur Mitarbeit eingeladen. Die Pflegefachkräfte weisen ihre Deutschkenntnisse mit einem B2-Zertifikat nach, dann folgt eine Fachsprachenprüfung nach mehreren Hospitationsmonaten.

Das Besondere am UKM-Projekt in Münster: Das UKM hat für die neuen Mitarbeiter Wohnungen angemietet, damit in der Studentenstadt Münster erst gar keine Probleme bei der Wohnungssuche entstehen. Ein intensives Mentoringprogramm begleitet die aus dem Ausland kommenden Krankenpfleger bis zur beruflichen Anerkennung. Nach einem Jahr, so die Uniklinik Münster, arbeiten die so gewonnenen Fachkräfte eigenverantwortlich auf den Klinikstationen.

Wie unterschiedlich selbst in einer Region wie Westfalen Personalbedarf gewertet wird, zeigt der nachfolgende Artikel über den Kreis Höxter. Für aus dem Ausland kommende Fachkräfte bedeutet dies, sich zuvor gut zu informieren, welche Perspektiven der Arbeitsmarkt bietet. Hierbei helfen die Anerkennungs- und Qualifizierungsberater, die über das Portal anerkennung-in-deutschland.de zu finden sind, und die Teilnahme am Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«, das das mibeg-Institut Medizin regelmäßig anbietet.