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Robert Schäfer im Interview über Steuerungsgrößen im Gesundheitswesen: »Wenn die GPS-Navigation ausfällt, sollte man einen Kompass bedienen können.«

Dr. med. Robert Schäfer

Dr. med. Robert Schäfer

Bedarfsplanung ist eine der schwierigsten Aufgaben, die sich derzeit nicht nur im deutschen Gesundheitswesen stellen. anerkennung-medizin.de fragt im Interview heute einen der profundesten Kenner des deutschen Gesundheitswesens, Dr. med. Robert Schäfer, der lange Zeit als Geschäftsführender Arzt für die Ärztekammer Nordrhein verantwortlich zeichnete und heute im Aufsichtsrat einer Klinik in Nordrhein-Westfalen für Krankenhausstrategien zuständig ist.

Mit diesem Interview eröffnen wir ein neues Format auf unserem Informationsblog anerkennung-medizin.de. Weiterlesen

»Ausländische Gesundheitsfachkräfte willkommen«: Zeitschrift für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin ASU

»Ausländische Gesundheitsfachkräfte willkommen« ASU 9 / 2018Gesundheitsberufe sind reglementiert. Aus dem Ausland kommende Gesundheitsfachkräfte benötigen daher zur Berufsausübung eine besondere Erlaubnis. Insbesondere für Geflüchtete ist es hilfreich, diese rasch zu erlangen. Über das Projekt IQuaMed hat das mibeg-Institut Medizin Wege nicht nur für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Pflegepersonal, sondern auch u. a. für Physiotherapeuten, Hebammen, Ergotherapeuten, Medizinisch-technische radiologische Assistenten und Pharmazeutisch-technische Assistenten erschlossen. Für die Modellregion NRW zeigt dieses Projekt, dass eine rasche, qualitativ hochwertige und kostengünstige Berufsanerkennung erreicht werden kann.

Der vollständige Aufsatz von Barbara Rosenthal ist erschienen in der Zeitschrift für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin ASU 9 / 2018.

Anerkennungsrecht in NRW und Anerkennungsqualifizierungen im Gesundheitswesen

Die G.I.B. NRW, Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung, lädt die Berater/innen zur beruflichen Entwicklung BBE zum 6. Austauschtreffen am 30. November 2018 ins Haus der Technik in Essen ein. Als Referenten beteiligen sich aus dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW Dr. Jens Stuhldreier, Reinhard Völzke und Sarah Weidemann sowie die Arbeitsmarktexperten der G.I.B., Josef Muth und Heike Ruelle.

In mehreren Workshops werden Projekte vorgestellt, so im Workshop 1 die Umsetzung des Anerkennungsrechts in der NRW-Gesundheitswirtschaft und die Vorstellung prüfungsvorbereitender Qualifizierungen zur Anerkennung von Angehörigen reglementierter Gesundheitsberufe. Hierzu referieren der zuständige Dezernent für die Anerkennung nicht-akademischer Gesundheitsberufe im Landesprüfungsamt bei der Bezirksregierung Düsseldorf, Lukas Schmülling, und Erziehungswissenschaftlerin Barbara Rosenthal, Leiterin der mibeg-Institute, die das Programm IQuaMed konzipiert hat.

Wie viele Ärzte braucht das Land? – Daten zur ärztlichen Bedarfsplanung

Der Gemeinsame Bundesausschuss G-BA hat ein »Gutachten zur Weiterentwicklung der Bedarfsplanung« in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse nunmehr vorliegen und auf der Herbsttagung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung KBV in Berlin vorgestellt wurden.

Das Gutachten referiert auf der Grundlage von neuberechneten Verhältniszahlen den Bedarf von zusätzlichen Arztstellen, wenn ein Versorgungsgrad der Patienten von 100 % gegeben sein soll. Dabei wurden Alter und Geschlecht der Patienten, klassifizierte Krankheitsgruppen und Multimorbidität einbezogen. Grundlage der Daten waren die Individualdaten aus dem ambulanten Abrechnungsgeschehen.

Für Experten wenig überraschend besagt das Gutachten, dass deutschlandweit, wenn ein Versorgungsgrad von 100 % erhalten bleiben soll, 1.400 zusätzliche Hausärzte für die Patientenversorgung gebraucht würden. Berechnet man einen sogenannten Mitversorgereffekt ein, sind es rund 4.100 zusätzliche Hausärzte, die im gesamten Bundesgebiet gebraucht würden. Mit einem Mitversorgereffekt ist gemeint, dass geprüft wird, welche Ärzte ein Patient in einer bestimmten zeitlichen Frist erreichen kann. Die Gutachter gehen im vorliegenden Fall davon aus, dass 99 % der Patienten ihren Hausarzt innerhalb von 15 Minuten erreichen müssten.

Die KBV weist selbstverständlich darauf hin, dass Änderungen an der Bedarfsplanung mit Vorsicht vorzunehmen sind. Die KBV betont zugleich, dass die ambulante Versorgung in Deutschland gut bis sehr gut ist, so Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung laut dem Deutschen Ärzteblatt.

In Bezug auf ärztliche Bedarfszahlen wird gern die große Trommel geschlagen, und oft stehen nur politische Interessen oder Wirtschaftsinteressen dahinter. Deshalb ist eine Bedarfsplanung, basierend auf aktuellen Verhältniszahlen, ein wertvoller Beitrag zur Diskussion.

Koordinierungsstelle welcome@healthcare lädt zum 2. Fachforum nach Wuppertal ein

Thema des 2. Fachforum der Koordinierungsstelle für Geflüchtete in Pflege- und Gesundheitsfachberufen NRW sind interkulturelle Öffnungsprozesse in Einrichtungen des Gesundheitswesens und die Frage nach den Chancen, die sich aus der Integration geflüchteter Menschen in diesen Berufsbereichen ergeben können. Weitere Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung finden Sie hier: www.healthcare-nrw.de