Schlagwort-Archive: MAGS

Pflegefachkräfte aus Ausland: Zu lange Verfahrensdauer bei der beruflichen Anerkennung?

Der Bonner Generalanzeiger berichtet aktuell über Probleme mit der Verfahrensdauer der Beantragung der beruflichen Anerkennung von aus dem Ausland kommenden Pflegefachkräften.

Während das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage konstatiert, dass durch das Anerkennungsgesetz wesentliche Fortschritte erreicht sind: »Wenn es Probleme gebe, dann lägen sie im Vollzug, und der betrifft nun mal die Länder. Das Ziel der Anerkennungsregelungen, einen angemessenen Ausgleich zwischen den Interessen der antragstellenden Personen an einer Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikationen zum Zweck der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt und dem Patientenschutz zu schaffen, ist erreicht worden«, weist das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium MAGS auf noch bestehende Schwierigkeiten hin.

Laut Bonner Generalanzeiger »gibt das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium zu, ›dass die Anerkennungsverfahren von Pflegeausbildungen aus dem Ausland nicht rund laufen‹. Das Haus habe eine ›Reihe von Schreiben‹ erreicht, ›in denen auf eine unverhältnismäßig lange Bearbeitungsdauer hingewiesen wird‹.« Weiterlesen

Erteilung und Entzug von Berufserlaubnissen und Approbationen: Veranstaltung der Bundesvereinigung Öffentliches Recht

Zu den Fragen der Erteilung und des Entzugs von Berufserlaubnissen und Approbationen unter besonderer Berücksichtigung der Problematik der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse bei den Gesundheitsberufen veranstaltet die Bundesvereinigung Öffentliches Recht ein Seminar am 5. November 2018 in Berlin. Es referieren Mechthild Schildwächter, Richterin am Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen, und Constanze Lernhart, juristische Dezernentin in der Zuständigkeit der Berufsanerkennung akademischer Heilberufe bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Weitere Informationen hier.

»Ausländische Gesundheitsfachkräfte willkommen«: Zeitschrift für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin ASU

»Ausländische Gesundheitsfachkräfte willkommen« ASU 9 / 2018Gesundheitsberufe sind reglementiert. Aus dem Ausland kommende Gesundheitsfachkräfte benötigen daher zur Berufsausübung eine besondere Erlaubnis. Insbesondere für Geflüchtete ist es hilfreich, diese rasch zu erlangen. Über das Projekt IQuaMed hat das mibeg-Institut Medizin Wege nicht nur für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Pflegepersonal, sondern auch u. a. für Physiotherapeuten, Hebammen, Ergotherapeuten, Medizinisch-technische radiologische Assistenten und Pharmazeutisch-technische Assistenten erschlossen. Für die Modellregion NRW zeigt dieses Projekt, dass eine rasche, qualitativ hochwertige und kostengünstige Berufsanerkennung erreicht werden kann.

Der vollständige Aufsatz von Barbara Rosenthal ist erschienen in der Zeitschrift für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin ASU 9 / 2018.

Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung Pharmazie mit Unterstützung der Landesapothekerkammer

Im mibeg-Institut Medizin ist eine neue Qualifizierung an den Start gegangen, mit der sich zielgerichtet Apothekerinnen und Apotheker auf ihre Kenntnisprüfung vorbereiten können. Das Intensivseminar Pharmazie ist eine dreimonatige öffentlich geförderte Qualifizierung, die jeweils sechs Stunden vormittags die wichtigsten pharmazeutischen Fachgebiete behandelt, die regelmäßig in einer Kenntnisprüfung aufgerufen werden.

Gleich zum Auftakt gab es viel Ermutigung und Unterstützung durch den Vorstand der Apothekerkammer Nordrhein. Dr. Armin Hoffmann begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr herzlich, gratulierte zu bereits bestandenen Fachsprachprüfungen und zeigte die Arbeitsmöglichkeiten und Berufschancen für aus dem Ausland kommende Apotheker/innen auf. Er informierte über den Inhalt von Kenntnisprüfungen und gab hilfreiche Hinweise für eine optimale Vorbereitung. Das Bild zeigt die zuversichtliche und muntere Seminargruppe.

Dr. Armin Hoffmann, Landesapothekerkammer Nordrhein, und Teilnehmer des Intensivseminars Pharmazie im mibeg-Institut Medizin

Dr. Armin Hoffmann, Apothekerkammer Nordrhein, und Teilnehmer des Intensivseminars Pharmazie im mibeg-Institut Medizin

»Nordrhein-Westfalen braucht gut qualifizierte Apothekerinnen und Apotheker. Sie sind uns herzlich willkommen, und wir sind zuversichtlich, dass Sie sich mit Unterstützung dieses Seminars fachlich wie sprachlich gut auf die Approbation vorbereiten», sagte Dr. Armin Hoffmann. Diesen Worten schloss sich auch Barbara Rosenthal, Institutsleiterin des mibeg-Instituts Medizin, an. »Seit vielen Jahren bieten wir im mibeg-Institut Seminare an, mit denen sich aus dem Ausland kommende Apothekerinnen und Apotheker auf ihre Berufsausübung in Deutschland vorbereiten. Die Absolventen kommen aus dem europäischen wie aus dem nicht-europäischen Ausland zu uns und bereiten sich in speziellen Seminaren auf ihre Fachsprachprüfung oder ihre Kenntnisprüfung vor. Die Kurse werden sehr praxisnah gestaltet, und die am Institut lehrenden Dozenten verfügen selbst über eine große Berufserfahrung als Apotheker. Mit der Erlangung der Approbation», so Barbara Rosenthal, »steht ein großer und interessanter Arbeitsmarkt zur Verfügung.« Weiterlesen

»Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist leergefegt.« – Uniklinik Münster engagiert sich für ausländische Pflegekräfte

Willkommenskultur wird an der Universität Münster immer schon großgeschrieben. »In der Universitätsmedizin, insbesondere in der Forschung, ist es eine gewisse Normalität, dass hier am UKM auch Mitarbeiter aus dem Ausland tätig sind«, sagt die UKM-Sprecherin Marion Zahr. Die Anwerbung von Pflegekräften aber sei ein eher neues Phänomen. »Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist leergefegt.«

Das Forum Migration online berichtet in einem Porträt zur Anerkennung über eine Initiative der Uniklinik Münster, die 200 Pflegefachkräfte aus dem Ausland angeworben hat. Seit 2013 werden Pflegefachkräfte aus Italien und Spanien, mittlerweile aber auch aus Brasilien, Kolumbien und Vietnam zur Mitarbeit eingeladen. Die Pflegefachkräfte weisen ihre Deutschkenntnisse mit einem B2-Zertifikat nach, dann folgt eine Fachsprachenprüfung nach mehreren Hospitationsmonaten.

Das Besondere am UKM-Projekt in Münster: Das UKM hat für die neuen Mitarbeiter Wohnungen angemietet, damit in der Studentenstadt Münster erst gar keine Probleme bei der Wohnungssuche entstehen. Ein intensives Mentoringprogramm begleitet die aus dem Ausland kommenden Krankenpfleger bis zur beruflichen Anerkennung. Nach einem Jahr, so die Uniklinik Münster, arbeiten die so gewonnenen Fachkräfte eigenverantwortlich auf den Klinikstationen.

Wie unterschiedlich selbst in einer Region wie Westfalen Personalbedarf gewertet wird, zeigt der nachfolgende Artikel über den Kreis Höxter. Für aus dem Ausland kommende Fachkräfte bedeutet dies, sich zuvor gut zu informieren, welche Perspektiven der Arbeitsmarkt bietet. Hierbei helfen die Anerkennungs- und Qualifizierungsberater, die über das Portal anerkennung-in-deutschland.de zu finden sind, und die Teilnahme am Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«, das das mibeg-Institut Medizin regelmäßig anbietet.