Aus dem Ausland kommende Ergotherapeutinnen und -therapeuten können, wenn sie ihre berufliche Anerkennung in Nordrhein-Westfalen beantragen, gefördert werden. Sie können einen Anerkennungszuschuss beantragen, der sie unterstützt, wenn Zeugnisse und Zertifitate übersetzt werden und Dokumente bei der Bezirksregierung eingereicht werden müssen.
Wenn der Bescheid der Bezirksregierung ergibt, dass zur Feststellung der Gleichwertigkeit noch weitere Kenntnisse erworben bzw. nachgewiesen werden müssen, können diese mithilfe einer Qualifizierung des Programms IQuaMed, einem Teilprojekt des IQ Netzwerks NRW, erworben werden.
IQuaMed unterstützt die Ergotherapeuten, die in NRW ihre Anerkennung beantragen, damit sie schnell und zielgerichtet die Berechtigung erhalten, ihren Beruf auszuüben. Ergotherapeuten beraten, behandeln und fördern Patienten aller Altersstufen, die durch eine physische oder psychische Erkrankung, durch eine Behinderung oder eine Entwicklungsverzögerung in ihrer Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit beeinträchtigt bzw. von Einschränkungen bedroht sind. Sie erarbeiten individuelle Behandlungspläne und führen Therapien sowie Maßnahmen der Prävention durch. Die Bundesagentur für Arbeit hält über das Portal Berufenet zahlreiche Informationen bereit,
Das mibeg-Institut Medizin, das das Programm IQuaMed entwickelt hat und realisiert, organisiert eine solche Qualifizierung in einer Schule bzw. Praxisstätte, die Ergotherapeuten ausbildet. Das Gute dabei: Für die Teilnehmenden ist die Qualifizierung kostenfrei. Interessenten melden sich bitte im mibeg-Institut Medizin. Die Qualifizierungen starten fortlaufend.
Anfang Juni startet eine aus dem Iran kommende Ergotherapeutin ihre Qualifizierung im Rheinland. Sie teilte uns mit: »Das ist einfach wunderbar. Ich habe so lange gewartet, dass ich eine Chance bekomme, meinen Beruf anerkennen zu lassen. Ich freue mich schon sehr auf meine Qualifizierung.«
