Anerkennung: mibeg-Institut

mibeg-Institut und Marburger Bund: Sonderveranstaltung für ausländische Ärztinnen und Ärzte

Zu einem kostenfreien Seminar für ausländische Ärztinnen und Ärzte laden das mibeg-Institut und der Marburger Bund ein. Alles Wichtige zur Anerkennung, zur Fachsprachprüfung, zur Kenntnisprüfung, zu kostenfreien Vorbereitungsseminaren, zur Anerkennung von Facharzttiteln sowie zum Arbeitsrecht referieren die Expert/innen vom Marburger Bund und dem mibeg-Institut. Ein Chefarzt gibt Tipps zum Vorstellungsgespräch für angehende Assistenzärztinnen und -ärzte.

Die Veranstaltung findet im mibeg-Institut in Köln am Donnerstag, 25. Mai 2023 ab 14 Uhr statt. Alle Infos auf dem Plakat.

Die Veranstaltung ist ausgebucht.

»Wenn es einfach wär’, dann könnte es ja jeder«: 127. Deutscher Ärztetag

127. Deutscher Ärztetag, Präsident Henke, Minister Lauterbach, Minister Laumann

127. Deutscher Ärztetag: Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Karl Lauterbach, Bundesgesundheitsminister, Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminister. © Jürgen Gebhardt / Deutsches Ärzteblatt

Deutsche Ärztetage sind für Gesundheitsminister nicht vergnügungssteuerpflichtig. Das war schon zu den Zeiten der berühmten sieben Seehofer-Minuten so, und es ist heute nicht anders. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach durfte sich diesbezüglich dieses Jahr einen Eindruck verschaffen. Er zählte die vielen Versäumnisse auf, die durch die mangelnde Digitalisierung des Gesundheitswesens bei gleichzeitiger vermehrter Ökonomisierung entstanden sind. Diese Analyse teilen sicher viele. Interessant wird jetzt, welche Lösungsvorschläge die Politik auf den Weg bringt. Die Entbudgetierung der Kinderheilkunde ist sicher ein wichtiges Projekt, aber ob dies ohne weiteres auf die Allgemeinmedizin zu übertragen ist, bliebe noch zu klären. Jedenfalls forderte Lauterbach: »Die Ökonomie darf die Medizin nicht dominieren.«

Der Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl Josef Laumann, hatte es da leichter und rockte den Saal mit der ihm eigenen bravourösen Rhetorik. NRW hat in den letzten Jahren in Bezug auf die Krankenhausreformen sehr viel vorgelegt. Laumann ließ keinen Zweifel daran, dass man dieses Vorhaben zugunsten neuerer bundespolitischer Überlegungen nicht einfach aufgeben werde. So erklärte er gegenüber seinem Ministerkollegen auf Bundesebene: »Ich finde, wir beide haben eine Verantwortung, dass die Krankenhäuser anschließend auch mit dem umgehen können, was wir da machen.« Deshalb gehe es nun darum, eine in Nordrhein-Westfalen seit Jahren vorbereitete Krankenhausreform mit den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums vernünftig zusammenzuführen. »Wenn es einfach wär’, dann könnte es ja jeder – dann müssten wir beide es nicht machen.«

Der 127. Deutsche Ärztetag wurde durch den Präsidenten der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, in der Philharmonie Essen eröffnet. Der diesjährige Ärztetag wird durch die Ärztekammer Nordrhein ausgerichtet. Der Kammerpräsident und erfahrene Gesundheitspolitiker hob in seiner Eröffnungsrede gezielt das wichtige Thema Prävention hervor: »Meiner Ansicht nach brauchen wir angesichts zunehmender lebensstilbedingter und altersabhängiger Erkrankungen eine politische Strategie, wie wir Verhaltens- und Verhältnisprävention im Rahmen eines Health-in-All-Policies-Ansatzes stärken und Gesundheitskompetenz in allen Lebenswelten fördern können. Hier können wir mehr tun, hier müssen wir mehr tun. Und wir Ärztinnen und Ärzte sind sehr bereit, uns hier aktiv einzubringen.« Henke forderte den Aufbau praxisorientierter Ernährungs-, Gesundheits- und Medienkompetenz in Schulen und den Ausbau des Breitensports, damit Deutschland nach Corona wieder in Bewegung komme.

Wir wünschen dem Ärztetag einen erfolgreichen Verlauf.

 

Anerkennung Physiotherapie startet erneut

Praxisseminar Physiotherapie startet erneut

Praxisseminar Physiotherapie startet erneut

Zielgerichtet geht es zur Berufszulassung als Physiotherapeutin oder Physiotherapeut in Deutschland: Erneut starteten das mibeg-Institut Medizin und bene+ ein Praxisseminar Physiotherapie.

Die Teilnehmenden hatten bereits große Hürden erfolgreich gemeistert. Dazu zählt die Beantragung eines Visums, die Einreise, das Absolvieren von Deutschkursen und die Beantragung der Anerkennung. Voraussetzung zur Teilnahme ist ein Anerkennungsbescheid, der ausweist, ob im Rahmen eines Anerkennungslehrgangs oder über eine Kenntnisprüfung die Berufszulassung erreicht werden kann.

Erfahrene Physiotherapeut/innen unterrichten die Kolleginnen und Kollegen, die aus dem Ausland gekommen sind. Für bene+ koordiniert Roxanne Drury das Projekt, für das mibeg-Institut Dr. Shermineh Shahi.

Zukünftig wird ein aktualisiertes Konzept schwerpunktmäßig auf die Kenntnisprüfung vorbereiten, da sich die Anerkennungsbescheide deutlich in ihrer Struktur geändert haben. Gibt es sehr großen theoretischen und praktischen Nachholbedarf, sind individuelle Anpassungslehrgänge nur schwer organisierbar, und auch ein erfolgreich absolviertes Praxisseminar Physiotherapie wäre nicht ausreichend. Da ist die gezielte Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung der schnellere und bessere Weg. In den akademischen Heilberufen ist ein solches Vorgehen längst Standard.

Christoph Biele, Leiter der Praxisgemeinschaft bene+, und Barbara Rosenthal, Institutsleiterin der mibeg-Institute, freuten sich über den erneuten Kursstart dieser erfolgreichen Weiterbildungsreihe.

Programm #Specialized! vermittelt seit 2017 bis heute 122 Ärztinnen und Ärzte

Es ist dann doch eine erstaunlich geringe Zahl: Das Programm #Specialized! der Bundesagentur für Arbeit zur Gewinnung von Ärztinnen und Ärzten hat in den aktuell vorgelegten Zahlen zum Projekt seit Programmbeginn 122 Ärztinnen und Ärzte nach Deutschland vermittelt, die hier ihre Arbeit auch aufgenommen haben. Weitere 48 befinden sich in der Vorbereitung und »etwa 115 Kandidatinnen und Kandidaten stehen zur Vermittlung bereit«, so die ZAV.

Umgesetzt wird das Programm durch die zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit, unterstützt durch das »Netzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ)«. Gründe, warum trotz der bundesweiten Aufstellung des Programms nur so wenige Ärztinnen und Ärzte seit 2017 eingeworben werden konnten, finden sich in der Veröffentlichung nicht.

Dabei gibt es viel Unterstützung für das Programm #Specialized!. In NRW beispielsweise wurde für das Gebiet Westfalen in dieser Runde geworben: KGNW, ÄKWL, Regionalagentur, BA und BAMF unterstützen, wie schon Jahre zuvor in speziellen Arbeitskreisen beim MAGS, die Programme, die auch unter dem IQ Netzwerk gelabelt wurden.

De facto sind Tausende von Ärztinnen und Ärzte seit 2017 insbesondere auch aus Drittstaaten nach Deutschland gekommen, haben an Qualifizierungen teilgenommen und arbeiten erfolgreich im deutschen Gesundheitswesen mit. Für die Jahre 2020 / 2021 hatte möglicherweise die Corona-Pandemie Einfluss auf die allgemeinen Anwerbeprogramme.

Über das Programm IQuaMed sind im Zeitraum von 2015 bis 2023 allein 2.488 Ärztinnen und Ärzte durch das mibeg-Institut in hoch spezialisierten Weiterbildungen auf die Approbation in Deutschland vorbereitet bzw. in Bezug auf ihre Anerkennung beruflich beraten worden.

Anzahl der Apotheken in Deutschland erneut gesunken: Pharmazeuten dringend gesucht

Vorbereitung auf die pharmazeutische Kenntnisprüfung: Apothekerinnen und Apotheker qualifizieren sich im mibeg-Institut. Foto: Barbara Rosenthal

Vorbereitung auf die pharmazeutische Kenntnisprüfung: Apothekerinnen und Apotheker qualifizieren sich im mibeg-Institut. Foto: Barbara Rosenthal

Wie die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände ABDA, Gabriele Regina Overwiening mitteilte, hat die Anzahl der Apotheken in Deutschland ein Rekordtief erreicht. Das zeigen Erhebungen der ABDA zum Jahresende 2021, wonach die Zahl der Betriebsstätten um 292 auf 18.461 und die Zahl der selbstständigen Apotheker um 392 auf 13.718 gefallen sei. Demzufolge liege die Apothekendichte in Deutschland bei 22 Apotheken pro 100.000 Einwohnern und damit deutlich unter dem Durchschnitt der Europäischen Union (32 Apotheken pro 100.000 Einwohnern).

Als Grund nennt Overwiening unter anderem fehlendes Fachpersonal und damit mangelnde Nachfolgemöglichkeit zur Übernahme der Betriebsstätten. »Die Zahl der Betriebsstätten geht seit mehr als einem Jahrzehnt zurück. Wenn die Arzneimittelversorgung in Zukunft flächendeckend bleiben soll, muss gegengesteuert werden. Wir brauchen mehr Nachwuchs für die Apotheken: junge Menschen, die dort arbeiten wollen und auch die Bereitschaft haben, eine Apotheke zu leiten und einen Betrieb zu übernehmen.«

Eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist der Fachkräftezuzug aus dem Ausland. Die Bundesregierung hat hierzu das Beschleunigte Fachkräfteverfahren (§81a AufenthG) auf den Weg gebracht, das eine erleichterte Einreise zur Anerkennung der im Ausland erworbenen Berufszulassung ermöglicht.

Das mibeg-Institut bietet mit dem eintägigen Informationsseminar »Wege zur Anerkennung« die Möglichkeit, sich grundlegend über den Prozess der Anerkennung zu informieren, und führt eine Reihe von Seminaren zur Vorbereitung auf die Anerkennungsprüfungen durch. Das nächste Intensivseminar Pharmazie zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung vor der zuständigen Apothekerkammer startet am 24. April.