Anerkennung: Willkommenskultur

Evangelisches Klinikum Köln Weyertal heißt Pflegefachkräfte herzlich willkommen

Evangelisches Klinikum Köln Weyertal heißt Pflegefachkräfte herzlich willkommenEin ganz besonders gelungener Auftakt erwartete die aus Mexiko kommenden Pflegefachkräfte, die künftig im Evangelischen Klinikum Köln Weyertal tätig werden. Ein Team um den Geschäftsführer und Ärztlichen Direktor, Dr. med. Jan-Peter Glossmann, holte die mexikanischen Pflegefachkräfte direkt am Hauptbahnhof ab, und es gab zum Auftakt eine Dombesichtigung und einen gemütlichen kölschen Abend. Wir finden: Eine herzlichere Aufnahme ist kaum möglich. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, findet ein tolles Video auf Instagram.

Marburger Bund Hessen und mibeg-Institut Medizin: Der Weg zur Approbation

Der Weg zur Approbation für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte: Intensive Beratung durch den Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin in Frankfurt; Fotos: © Marburger Bund Hessen

Der Weg zur Approbation für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte: Intensive Beratung durch den Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin in Frankfurt; Fotos: © Marburger Bund Hessen

Auf große Resonanz stieß das Angebot des Marburger Bundes Landesverband Hessen, gemeinsam mit dem mibeg-Institut Medizin ein Seminar für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte auszurichten: »Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland«, lautete der Titel der Veranstaltung.

Welche Dokumente benötigt die Behörde, bei der ich meinen Antrag auf Approbation stelle? Welche deutschsprachlichen Kenntnisse werden von mir gefordert auf dem Arbeitsmarkt? Wie kann ich mich am besten auf eine Fachsprachprüfung vorbereiten? Wie läuft eine Kenntnisprüfung ab, und welche Seminare kann ich wählen, wenn ich mich optimal auf die Prüfung vorbereiten will? Welche Literatur wird empfohlen? Welche Anforderungen stellen Klinikarbeitgeber an eine/n Assistenzarzt oder -ärztin? Was muss ich beachten, wenn ich einen Arbeitsvertrag unterschreiben will? Wie ist der Klinikalltag organisiert? Welche Arbeitszeiten kommen auf mich zu, welche Nachtdienste und Wochenenddienste? Wie werde ich Facharzt oder Fachärztin in Deutschland? Was ist mit ärztlicher Weiterbildung gemeint?

Diese und zahlreiche weitere Fragen wurden durch die Justiziarin Veronika Putzmann-Heidenwag, Arbeitsrechtlerin, Marburger Bund Hessen, und Anerkennungs- und Bildungsexpertin Carina Schmidt vom mibeg-Institut Medizin beantwortet. Carina Schmidt hielt einen umfassenden Vortrag über den Weg zur Approbation in Deutschland und hatte auch zahlreiche Informationsmaterialien mitgebracht, darunter das vielgenutzte Anerkennungsposter zur Approbationserlangung sowie das Poster des mibeg-Instituts und des Marburger Bundes zur Fachsprachprüfung.

»Nichts ist so wichtig wie eine gute und umfassende Information vorab«, könnte als Motto der Veranstaltung gelten, und das der Marburger Bund Hessen einen solchen umfassenden Service anbietet, fanden die aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzte äußerst hilfreich.

Neben zahlreichen Informationen und Tipps für eine gute Vorbereitung auf die Approbationsprüfungen wurden auch kritische Themen angesprochen. So nehmen in Hessen zurzeit noch einige Kursanbieter selbst Fachsprachprüfungen ab. Fachsprachprüfungen durch die Landesärztekammer Hessen mit dem entsprechenden qualitativen Standard, der in anderen Bundesländern längst üblich ist, werden bedauerlicherweise immer noch nicht angeboten, sind aber in Vorbereitung.

Ein bundesweit einheitlicher Standard für Ärztinnen und Ärzte, die entweder aus EU-Staaten oder aus Drittstaaten zu uns kommen, ist hilfreich, verhindert Approbationstourismus und führt auch bei Kursgebühren und Kursinhalten zu einer besseren Vergleichbarkeit für die Interessenten. Dieser einheitliche Standard ist nahezu erreicht im Bereich der ärztlichen Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen, von daher ist es zu begrüßen, wenn auch das Bundesland Hessen seine Verfahrenspraxis entsprechend ausrichtet. Eine qualitative Verbesserung besteht ab dem 1. Januar 2020 in Hessen darin, dass mindestens ein Deutschzertifikat im Bereich der medizinischen Fachsprache auf dem Niveau C1 vor der Erteilung einer Berufserlaubnis vorliegen muss, wobei das Zertifikat nur in Kopplung mit einem vom Goethe-Institut oder von der telc GmbH B2-Deutsch-Zertifikat anerkannt wird. Für eine dauerhafte Integration der aus dem Ausland willkommen geheißenen Ärztinnen und Ärzte und für die gesundheitliche Versorgung der Patienten ist eine solche Angleichung an die Standards anderer Bundesländer ein wichtiger Schritt.

Für die Veranstalter gab es zum Abschluss des Seminars viel Lob für das gezeigte Engagement. Der Marburger Bund Hessen und das mibeg-Institut Medizin versprachen, solche Seminare regelmäßig zu veranstalten.

Deutsches Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen in Berlin gegründet

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat mit Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ein Deutsches Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen (DKF) eingerichtet. Ziel des Kompetenzzentrums ist es, sich an der Entwicklung, Begleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur Gewinnung von Personen mit einer pflege- oder gesundheitsfachlichen Ausbildung aus dem Ausland zu beteiligen. Weiterlesen

Berufliche Anerkennung für Gesundheitsspezialisten aus 83 Ländern im Programm IQuaMed!

IQuaMed: Teilnehmerinnen aus Teilnehmer aus 70 Ländern
Einen Arzt aus Guatemala und eine Medizinisch-technische Radiologieassistentin aus Australien haben wir herzlich im mibeg-Institut Medizin begrüßen dürfen. Aktuell sind es 83 Länder, aus denen Gesundheitsfachkräfte und Angehörige eines akademischen Heilberufs zu uns gekommen sind, um sich gezielt auf ihre berufliche Anerkennung vorzubereiten:

Afghanistan, Ägypten, Albanien, Algerien, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Australien, Bangladesch, Belarus, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Burundi, Chile, China, Deutschland, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Eritrea, Estland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Guatemala, Guinea, Honduras, Indien, Indonesien, Israel, Irak, Iran, Italien, Japan, Jemen, Jordanien, Kamerun, Kasachstan, Kenia, Kirgisistan, Kolumbien, Kosovo, Kroatien, Kuba, Lettland, Libanon, Libyen, Marokko, Mauritius, Mazedonien, Mexiko, Mongolei, Montenegro, Niederlande, Nigeria, Pakistan, Palästinensische Gebiete, Panama, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Russische Föderation, Saudi-Arabien, Serbien, Spanien, staatenlos, Sudan, Syrien, Taiwan, Thailand, Tunesien, Türkei, Uganda, Ukraine, Ungarn, USA, Usbekistan, Venezuela.

Frohe Weihnachten

Felix Schlesinger: »In der Pass- und Polizeistube vor der Emigration« (1859); Quelle: Wikipedia (gemeinfrei)

Felix Schlesinger: »In der Pass- und Polizeistube vor der Emigration« (1859) (gemeinfrei)

Wir wünschen herzlich frohe Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr! Wir werden auch in diesem Jahr wieder Ärzte ohne Grenzen und Medica Mondiale unterstützen und würden uns sehr freuen, wenn Sie diese wichtige Arbeit auch fördern könnten.

Das Foto zeigt das Gemälde »In der Pass- und Polizeistube vor der Emigration« von Felix Schlesinger aus dem Jahr 1859. Heute hängt es im Museum Deutsches Auswandererhaus in Bremenhaven und zeigt einen der Momente im Leben eines Auswanderers: die Ausstellung des Passes. Erst dieses Dokument ermöglichte zu dieser Zeit die legale Ausreise in ein anderes Land.

Felix Schlesinger erinnert uns mit diesem Bild an Zeiten in unserer deutschen Geschichte, in denen Menschen unser Land verließen mit der Hoffnung auf Aufnahme in einem anderen Land und eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder.

Wir dürfen uns bei allen herzlich bedanken, die uns und unseren Teilnehmern Unterstützung haben zuteil werden lassen. Wir setzen diese Arbeit gern im kommenden Jahr fort und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen!