Anerkennung: Ärzte

Lieblingspost: Approbationsprüfungen bestanden

Immer wieder erfreuen uns Absolvent/innen mit Mails, mit denen sie uns ihre bestandenen Prüfungen mitteilen. Eine Ärztin aus Venezuela schreibt uns heute: »Liebe Frau Schmidt, ich wollte nur mitteilen, dass ich am Samstag, dem 04.09. die Kenntnisprüfung bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe bestanden habe. Ich bedanke mich nochmal bei dem ganzen Team vom mibeg-Institut.«

Und zufällig schreibt uns heute eine weitere Ärztin, die ebenfalls aus Venezuela stammt  und Absolventin eines anderen Seminars ist: »Sehr geehrte Frau Schmidt, ich wollte Ihnen mitteilen, dass ich die FSP bestanden habe. Ich danke Ihnen und allen Dozenten für die wunderbare Zeit zusammen und die Hilfe!«

Und wir gratulieren herzlich und bedanken uns für das schöne Foto!

Qualifizierung für Klinik und Praxis

Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis

Gezielte Vorbereitung auf die ärztliche Kenntnisprüfung

Flyer Intensivkurs Humanmedizin zur Vorbereitung auf die ärztliche KenntnisprüfungEine gezielte Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung haben 25 Ärztinnen und Ärzte aus vielen Ländern im mibeg-Institut gewählt, da sie in Deutschland die Approbation beantragt haben.

Chef- und Oberärzt:innen aus vielen Disziplinen sind vom mibeg-Institut als Dozent:innen beauftragt worden, die mit viel praktischer Erfahrung und wissenschaftlicher Expertise die Kolleg:innen gezielt auf die Berufsausübung in Deutschland vorbereiten.

Wir freuen uns sehr über die gute Lernatmosphäre im Intensivkurs Humanmedizin, die trotz der Erschwernisse in der Corona-Pandemie entstanden ist. Wir sind zuversichtlich, dass unsere Seminarteilnehmer:innen an die Erfolge ihrer Vorgängerkurse anknüpfen und mit großer Bravour die Kenntnisprüfung bestehen, die durch das Landesprüfungsamt neuerdings auch über die Landesärztekammer angeboten wird.

Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis startet erneut

Das 95. Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis des mibeg-Instituts startet am 1. März 2021. Aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte werden auf ihre Berufsausübung in Deutschland gut vorbereitet sowie auf die Fachsprachprüfung und die Kenntnisprüfung.

Mit der erfolgreichen Seminarreihe wurden bislang kollegial mehr als 2000 Ärztinnen und Ärzte auf ihre Berufstätigkeit in deutschen Krankenhäusern vorbereitet. Das Seminar kann zu 100 % öffentlich gefördert werden.

Das Seminar wurde in Zusammenarbeit mit den Landesärztekammern entwickelt und bietet eine Fülle von medizinischen Fortbildungskursen, die auch hiesige Medizinerinnen und Mediziner regelmäßig absolvieren:

  • Aufbau und Struktur des Gesundheitswesens
  • Diagnostik und Therapie innerer Erkrankungen
  • Chirurgisches Kolloquium
  • Notfallmedizin
  • Pharmakologie
  • Radiologische Diagnostik
  • Ultraschalldiagnostik
  • Medizinische Fachsprache für Diagnostik und Therapie
  • Erstellung von Arztbriefen
  • Gesprächsführung in klinischen Tätigkeitsfeldern
  • Sozialmedizin
  • Kardiologische Diagnostik und Therapie
  • Neurologische Diagnostik
  • Psychiatrie / Psychosomatik
  • Allgemeinmedizin
  • Rechtsgrundlagen ärztlichen Handelns
  • Erstellung von Gutachten
  • Einführung in die Krankenhausbetriebswirtschaft
  • Qualitätssicherung

Weitere Informationen zum Seminar finden Sie hier.

 

Kenntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte wird in NRW durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe durchgeführt

Wie wir bereits berichteten, hat das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales (MAGS) des Landes NRW die Zuständigkeit für die ärztliche Kenntnisprüfung und die ärztliche Eignungsprüfung in Nordrhein-Westfalen auf die Ärztekammern übertragen.

Bereits im Januar 2020 hat der nordrhein-westfälische Landtag mit dem Zweiten Gesetz zur Änderung des Heilberufsgesetzes beschlossen, dass zukünftig das zuständige Fachministerium ermächtigt wird, »durch Rechtsverordnung den Kammern die Durchführung von Kenntnis- und Eignungsprüfungen, Anpassungslehrgängen, Prüfungen zur Feststellung der für die Ausübung der Berufstätigkeit erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache sowie die Überprüfung der Gleichwertigkeit von Kenntnissen als Aufgaben im Sinne des Absatzes 1 zu übertragen«.

Während im Bereich der Zahnheilkunde die zuständigen Kammern bereits mit der Durchführung der Kenntnisprüfung beauftragt waren, stand diese Regelung für den Bereich des ärztlichen Heilberufs noch aus. Zum 5. Februar 2021 hat nun das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales des Landes NRW die Ärztekammer Westfalen-Lippe beauftragt, Kenntnis- und Eignungsprüfungen durchzuführen.

Kenntnis- und Eignungsprüfungen werden durchgeführt, wenn die zuständigen Stellen – in Nordrhein-Westfalen ist die Bezirksregierung Münster zuständig – einen Antrag auf Approbation prüfen und im Vergleich zum hiesigen Studien- und Ausbildungsstand Unterschiede bzw. Defizite feststellen, die durch den Nachweis von Kenntnissen in einer Prüfung geheilt werden können.

Von einer Kenntnisprüfung wird regelmäßig bei Ärztinnen und Ärzte gesprochen, wenn das in einem Drittstaat absolvierte Medizinstudium Unterschiede zum hiesigen Studium aufweist, die auch nicht durch eine dokumentierte Berufserfahrung ausgleichbar erscheinen. Die Kenntnisprüfung ist auch regelmäßig Mittel der Wahl, wenn ein Antragsteller keine entsprechenden Dokumente vorweisen kann.

Die Eignungsprüfung wird gewählt, wenn bestimmte Defizite festgestellt werden, deren nachträglicher Wissenserwerb in einer Prüfung nachgewiesen werden kann. Die Eignungsprüfung ist selten erforderlich. Sie bezieht sich nur auf Antragsteller aus dem europäischen Raum, bei denen die Anerkennung aufgrund von bestimmten Defiziten nicht auf Grundlage der europäischen Harmonisierungsgrundlage anerkannt wird.

Die Kenntnisprüfung wird durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe als mündlich-praktische Prüfung mit Patientenvorstellung durchgeführt. Die Prüfung umfasst die Fächer Innere Medizin und Chirurgie. Hinzu kommen Fragen, die sich auf die Notfallmedizin, die klinische Pharmakologie / Pharmakotherapie, auf bildgebende Verfahren, den Strahlenschutz sowie auf Rechtsfragen der ärztlichen Berufsausübung beziehen. Die Prüfung umfasst somit immer die Patientenvorstellung und das Prüfungsgespräch.

Gut zu wissen:

  1. Eine Anmeldung zur Kenntnisprüfung erfolgt immer über die Zentrale Anerkennungsstelle für approbierte Gesundheitsberufe ZAG.
  2. Die Prüfungsgebühr muss überwiesen sein.
  3. Es erfolgt eine Terminabstimmung und die Ladung zur Prüfung.
  4. Der mitgeteilte Prüfungstermin ist unbedingt wahrzunehmen. Nur im Ausnahmefall kann von diesem Termin abgewichen werden, über die möglichen Gründe einer akzeptablen Entschuldigung sollte man sich gut vorher informieren.
  5. Eine gute und rechtzeitige Vorbereitung auf die Kenntnis- oder Eignungsprüfung ist unerlässlich. Das mibeg-Institut Medizin bereitet auf diese Prüfungen zielgerichtet vor und hat eine Reihe von passgenauen Seminaren hierzu entwickelt.

Die Ärztekammer ist sehr erfahren in der Durchführung von Prüfungen für Ärztinnen und Ärzte und nimmt regelmäßig Fachsprachprüfungen und Facharztprüfungen ab.

Dass die Ärztekammer Nordrhein derzeit keine Kenntnis- und Eignungsprüfungen abnimmt, beruht auf einer entsprechenden Arbeitsteilung der Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen.

 

»Beste Chirurgie ist mein Ziel«: Gelungene Integration als Arzt

»Man sitzt endlich im richtigen Zug und weiß, wohin es geht.« Der angehende Chirurg Malek Ernez wurde im mibeg-Institut durch das Förderprogramm »Integration durch Qualifizierung (IQ)« unterstützt.

»Man sitzt endlich im richtigen Zug und weiß, wohin es geht.« Der angehende Chirurg Malek Ernez wurde im mibeg-Institut durch das Förderprogramm »Integration durch Qualifizierung (IQ)« unterstützt.

Immer wieder haben wir gern Kontakt zu unseren Absolventinnen und Absolventen, die in ganz Deutschland arbeiten. Aktuell hatten wir Malek Ernez zu Gast, einen Arzt, der derzeit seine Weiterbildung zum Facharzt für Chirurgie im Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach absolviert unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Andreas Hecker, der zugleich Ärztlicher Direktor des Krankenhauses ist.

Spontan erklärte sich Malek Ernez zum Interview bereit und begrüßte zuvor seine Anerkennungsberaterin und Seminarleiterin Carina Schmidt vom mibeg-Institut. Der Arzt ist im Februar 2017 zum ersten Mal in unser Institut gekommen, um an einem Informationsseminar »Wege zur Anerkennung« teilzunehmen. Carina Schmidt lacht bei der Erinnerung an dieses Informationsseminar und erinnert sich, dass der aus Tunesien kommende Arzt sehr, sehr viele Fragen zu seiner Anerkennung und zu seinen beruflichen Möglichkeiten stellte und es ganz genau wissen wollte, um direkt richtig durchzustarten in Deutschland.

anerkennung-nrw.de: Wie sieht Ihr Alltag aus?

Malek Ernez: Es gibt unglaublich viel zu tun. Vielleicht wirke ich ein bisschen müde, denn ich komme direkt aus dem Nachtdienst. Ich glaube, alle Assistenzärzte haben immer viel zu tun, und in der Chirurgie sind wir ganz besonders gefordert, auch in unseren Nachtdiensten. Ich habe einen sehr guten Start für meine ärztliche Berufslaufbahn in Deutschland im Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach nehmen können – bis die Corona-Pandemie begann.

Wie hat sich die Corona-Pandemie in der ersten Welle für Sie ausgewirkt?

Durch die Corona-Pandemie wurden wir alle noch mehr gefordert, und vieles ist aufwändiger und komplizierter geworden – Anforderungen, die sich an uns Ärzte und an Pflegekräfte stellen. Während der ersten Welle der Pandemie sind eine Reihe von angesetzten Operationen verschoben worden, da wir unsere Kapazitäten für die Covid-19-Patienten reserviert haben. Das hat für chirurgische Patienten durchaus Probleme bereitet, denn bei manchen sind die Eingriffe, die wir jetzt vornehmen können, aufgrund des verschlimmerten Krankheitsbildes schwieriger. Eine ganze Reihe von Menschen ist wegen der Corona-Pandemie nicht frühzeitig zum Arzt gegangen, und nun kommen sie häufig als Notfälle. Andererseits haben wir auch bei der ersten Welle manche chirurgischen Krankheitsbilder weniger gesehen, zum Beispiel Sportunfälle.

Was kennzeichnet Ihre Arbeitssituation?

Unser Krankenhaus ist gut aufgestellt, und zu unserem chirurgischen Team gehört auch eine ganze Reihe von Fachärzten, also sehr erfahrene Kollegen. Im Juni 2019 habe ich mit meiner Weiterbildung begonnen, und ich denke, ich werde noch gut vier Jahre vor mir haben. Beste Chirurgie ist mein Ziel. Ich führe ein Logbuch, das genau Auskunft gibt, was ich bereits als Chirurg kennengelernt habe. Wir haben eine sehr gute Unterstützung bei uns im Krankenhaus in der Weiterbildung und auch in der entsprechenden Zuteilung von Operationen. Somit ist es für mich auch eine sehr lernintensive Zeit.

Warum haben Sie sich für die Chirurgie entschieden?

Es war schon immer mein Wunsch, Chirurg zu werden, von Beginn an. Mein Vater ist Pädiater, und der hätte es auch gern gesehen, wenn ich ihm in die Pädiatrie gefolgt wäre. Aber ich bin immer schon handwerklich begeistert gewesen, und so stand für mich die Wahl der Chirurgie außer Frage. Schon während meines Studiums in Tunesien hat mir die Famulatur in Chirurgie am meisten Spaß gemacht. Ich habe auch während des Studiums Erfahrungen im Bereich der Inneren Medizin gesammelt, aber für mich war das nicht spannend im Vergleich zur Chirurgie. Hier gehöre ich hin als Arzt.

Warum haben Sie sich entschieden, nach Deutschland zu kommen?

Ein großer Vorteil in Deutschland ist es, dass sich der Arzt seine Spezialisierung selbst aussuchen kann. In Tunesien ist sowas alles vorgegeben und regelt sich über Abschlussnoten. Deutschland bietet viel mehr Möglichkeiten, und hier kann man viel flexibler agieren. Natürlich ist es naheliegend zu überlegen, auch nach Frankreich zu gehen, da die französische Sprache viel vertrauter ist. Aber ich fand es richtiger, nach Deutschland zu gehen.

Malek Ernez im mibeg-Institut

Wie war Ihr Start in Deutschland?

Zunächst bin ich nach Deutschland zwei Monate zum »Testen« gekommen, ich wollte schauen, ob ich die deutsche Sprache lernen kann, ob es nicht zu schwer wird. Und ich wollte ausprobieren, welche Chancen ich hier habe. Letztlich habe ich Deutsch gelernt wie die Medizin im Studium: Ich war jeden Tag in der Bibliothek und habe von morgens bis abends gelernt.

Welche Schritte haben Sie zur Anerkennung unternommen?

Wenn man wie ich aus dem Ausland kommt, ist der Anerkennungsprozess sehr schwierig zu verstehen.

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