Anerkennung: Gesundheits- und Krankenpfleger/innen

Michaela Binnen leitet den Zentralbereich Pflege der Marienhaus Unternehmensgruppe

Marienhaus UnternehmensgruppeMichaela Binnen ist eine erfahrene Pflegeexpertin mit herausragender Expertise im Bereich des Pflegemanagements. Sie übernimmt die Leitung des Zentralbereichs Pflege der Marienhaus Holding, die zu den größten christlichen Trägern von sozialen Einrichtungen in Deutschland zählt. Allein 14 Krankenhäuser, 20 Alten- und Pflegeheime und 10 stationäre und ambulante Hospize gehören zur Marienhaus Unternehmensgruppe, die vor allem in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland tätig ist. Fast 14.000 Mitarbeiter/innen zählt die Trägerschaft.

Michaela Binnen wird sich für eine einheitliche Ausrichtung und Organisation innerhalb der Pflege engagieren und einen großen Schwerpunkt auf die spartenübergreifende Vernetzung der Pflege auf überregionaler Ebene legen. Sie übernimmt die Führungsverantwortung für die Pflegedirektor/innen der Standorte und wird sich insbesondere dem Bereich der Mitarbeitergewinnung und -bindung, der Entwicklung innovativer Arbeitszeitmodelle und der Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich widmen.

Die Gesundheits- und Krankenpflegerin verfügt über vielfältige Zusatzqualifikationen. Sie hat die Fachweiterbildung Intensivkrankenpflege absolviert sowie das Studium der Pflegepädagogik und der Betriebswirtschaft. Michaela Binnen ist zudem ausgebildete Qualitätsmanagerin, Auditorin und EFQM-Assessorin. Berufserfahrung erwarb sie bereits als leitende OP-Managerin der Uniklinik Köln, als Geschäftsführerin des Zentral-OPs und stellv. Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Tübingen sowie als Pflegedirektorin in Essen und Köln. Michaela Binnen gehört dem Wissenschaftlichen Beirat der Weiterbildung Aufsichtsrat des mibeg-Instituts Medizin an. Wir gratulieren herzlich zur neuen beruflichen Position.

Neue Seminare für ausländische Pflegekräfte: Rasche Vorbereitung auf die Berufszulassung in Deutschland

Am 31. August 2020 startet erneut das Praxisseminar Pflege, mit dem sich aus dem Ausland kommende Gesundheits- und Krankenpfleger/innen gezielt auf die Kenntnisprüfung vorbereiten können. Das durch das mibeg-Institut entwickelte Konzept ist bereits in Zusammenarbeit mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen umgesetzt worden. Die Absolvent/innen zeichneten sich durch eine besonders hohen Erfolgsquote bei den Kenntnisprüfungen aus.

Bedingt durch die Corona-Pandemie konnte der bereits für März geplante Kursstart nicht erfolgen. Alle Pflegekräfte und Dozent/innen wurden an anderer Stelle gebraucht. Nun freuen sich alle Beteiligten auf den Kursstart am 31. August unter Leitung von Pflegeschulleiter und Geschäftsführer Reinhard Dummler. Die sechsmonatige Ausbildung in Theorie und Praxis findet in Essen statt, und dort wird auch am Ende des Kurses die Kenntnisprüfung abgenommen.

Interessent/innen können sich ab sofort im mibeg-Institut melden.

Andreas Westerfellhaus: »Die Pflege ist systemrelevant, und es müssen endlich Taten folgen«

Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für PflegeGegenüber tagesschau.de erklärte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, dass nun endlich den Ankündigungen Taten folgen müssten. Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bräuchten bessere Arbeitsbedingungen und bessere Vergütungen. Der Pflegebevollmächtigte forderte in einem Positionspapier zur Lage der Pflegenden:

  • Attraktive Löhne und zeitgemäße Arbeitszeitmodelle müssen in einem Tarifvertrag geregelt werden, der auf die gesamte Langzeitpflegebranche erstreckt werden kann. Das heißt auch: die Refinanzierung von Tariflöhnen muss Realität werden.
  • Pflegekräfte brauchen individuell passende Arbeitszeitmodelle und verlässlich ausreichende Erholungsphasen. Bedarfsgerechte Personalbemessung und -ausstattung sind dazu der Schlüssel.
  • Die Möglichkeiten der Digitalisierung müssen endlich auch in der Pflege nutzbar gemacht werden. Vordringlich müssen eine einheitliche elektronische Abrechnung sowie eine digitale Anwendung für die Verordnung und Genehmigung häuslicher Krankenpflege umgesetzt werden.
  • Die Versorgung der Zukunft wird nur mit einem guten Qualifikationsmix und interprofessioneller Zusammenarbeit gelingen. Dazu müssen heilkundliche Aufgaben gezielt und dauerhaft auf Pflegefachkräfte übertragen und diese gleichzeitig stärker von einfachen pflegerischen Verrichtungen und pflegefernen Hilfstätigkeiten entlastet werden.
  • Pflegekammern müssen in allen Bundesländern als Ansprechpartner für Fortbildung, Standesrecht und fachliche Standards gegründet werden. Die Bundespflegekammer muss im Gemeinsamen Bundesausschuss, der Gematik und anderen Selbstverwaltungsgremien sitzen und die Politik in allen pflegeberuflichen Fragen beraten.

»Future For Nurses« auf späteren Zeitpunkt verschoben

Nurses For Future – Future For NursesRund tausend beruflich Pflegende aus ganz Deutschland wollten sich am Samstag, dem 7. März 2020 in Hannover versammeln, um den Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen in den Pflegeberufen Nachdruck zu verleihen – unterstützt von 20 Verbänden aus Pflege-, Frauen- und Seniorenpolitik. Die Großkundgebung unter dem Motto »Nurses For Future – Future For Nurses« wird nun vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

»Wir kommen mit der Absage unserer Verantwortung als Pflegefachpersonen in der Gesellschaft nach. Auch an dieser Stelle werden wir keinerlei vermeidbares Risiko für Patienten und Angehörige eingehen«, so Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest e.V. »Mit der Absage der Kundgebung haben wir uns nicht leichtgetan«, so Dichter weiter. »Aber wir hatten keine andere Wahl mehr. Nun verhindert ausgerechnet dieses Gesundheitssystem, das schon im Alltag am Limit läuft und keine weiteren potenziellen Ausfälle von Pflegefachpersonen kompensieren kann, dass diese sich für ihre Zukunft und die ihrer Patienten versammeln.«

Nichtsdestotrotz hält der DBfK Nordwest an den zentralen Forderungen des Bündnisses fest und wird damit zu einem späteren Zeitpunkt auf die Straße gehen:

Es reicht! – Wir wollen gute Pflege!
1. Qualität der Versorgung mit dem Wissen der Pflegefachpersonen entwickeln – Pflegeberufe haben einen Wert für die Menschen mit einem Pflegebedarf und die Gesellschaft als Ganzes.
2. Recht auf Vollzeit und Mitbestimmung ausbauen – in Teilzeit beschäftigten Frauen in Pflegeberufen droht oft Altersarmut.
3. Übertragung von heilkundlichen Aufgaben in voller Verantwortung und mit entsprechender Vergütung, die im Alltag schon heute von Pflegefachpersonen durchgeführt werden.
4. Verbindliche Aus-, Fort- und Weiterbildungsstandards – bessere Pflege heißt mehr Profession – nicht mehr Hände ohne Qualifikation.
5. Die Selbstverwaltung des Pflegeberufs durch Pflegeberufekammern in allen Bundesländern und im Bund, um gleichberechtigter Partner im Gesundheitssystem zu sein.
6. Eine der Verantwortung und Leistung entsprechende Vergütung.

Weitere Informationen und im Verlauf auch der Nachholtermin finden sich auf der Bündniswebsite future-for-nurses.de.

»Weltspiegel«: Reportage über mexikanische Pflegefachkräfte in Deutschland


Eine spannende Reportage über Pflegefachkräfte aus Mexiko hat aktuell das TV-Magazin »Weltspiegel« gezeigt. Der Bericht erzählt anschaulich die Geschichte einer mexikanischen Pflegefachkraft, die nach 15 Jahren im Rettungsdienst in ihrem Heimatland nun nach Deutschland gehen wird, um hier als Gesundheits- und Krankenpflegerin zu arbeiten. Der zweite Teil der Reportage berichtet über eine Pflegefachkraft, die bereits aus Mexiko nach Deutschland gekommen ist und hier im Bereich der Altenpflege arbeitet.

Die Reportage zeichnet ein eindrucksvolles Stimmungsbild von den Hoffnungen und Sorgen der mexikanischen Pflegefachkräfte, die sich in Deutschland engagieren. Die Reportage ist hier in der ARD-Mediathek abrufbar.