Andreas Westerfellhaus über das Fachkräftezuwanderungsgesetz

Andreas Westerfellhaus, Wissenschaftlicher Beirat des Projekts IQuaMed

Andreas Westerfellhaus, Wissenschaftlicher Beirat des Projekts IQuaMed, Quelle: DPR e.V

Aktuell wird das Fachkräftezuwanderungsgesetz diskutiert. Ein erster Entwurf liegt bereits vor. Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für die Pflege, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, äußerte sich hierzu bereits im September 2018 in einem Interview mit RP online.

Andreas Westerfellhaus betonte, dass ein solches Gesetz benötigt wird, aber in Bezug auf den Fachkräftebedarf nur einen Teil der Problemlösung darstellen könne. »Die Pflegekräfte, die kommen, müssen eine ausreichende sprachliche und fachliche Qualifikation haben. Wir müssen wiederum die Anerkennung der Abschlüsse der Fachkräfte aus dem Ausland vereinfachen. Wir haben dafür immer noch 16 Verfahren in den einzelnen Bundesländern. Das dauert viel zu lange für diejenigen, die kommen wollen. Unerlässlich ist auch die Bereitschaft der heimischen Belegschaft, die neuen Kollegen zu integrieren. Grundvoraussetzung ist zudem, dass sich vor allem die Rahmenbedingungen für die Pflegenden in Deutschland verbessern. Ansonsten wird auch die Zuwanderung von Fachkräften keine Lösung bringen.«

Andreas Westerfellhaus, der selbst langjährige Erfahrung aus der Pflege mitbringt und viele Pflegekräfte ausgebildet hat, weiß, worauf berufliche Integration zielen muss. »Die zugewanderten Pflegefachkräfte haben oft ein anderes berufliches Selbstverständnis. In der Regel haben sie in ihrer Heimat eine andere Ausbildung oder Studium absolviert, die ihnen andere Kompetenzen vermitteln als Pflegekräfte bei uns. Ich setze darauf, dass das geplante Pflegeberufe-Reformgesetz in dieser Frage nachhaltige Verbesserungen bringt.«