Anerkennung: Covid-19

Die Behandlung eines Covid-19-Patienten aus der Sicht eines Intensivmediziners

»Covid19 – ein Erlebnisbericht“, Twitter
Auf Twitter hat ein Intensivmediziner einen Bericht über einen Covid-19-Patienten veröffentlicht.

»Eine Intensivfachpflegekraft ist eigentlich durchgehend im Zimmer. Der Patient benötigt sowohl aus rein medizinischer, vor allem aber auch aus psychologischer Sicht durchgehende Betreuung. Natürlich die ganze Zeit im Vollschutz. … Unser Patient toleriert die Therapie immer schlechter. Trotz inzwischen getroffener, vorsichtiger medikamentöser Maßnahmen wird er panischer. Man bemerkt, dass er über die noch eben tolerierbare Grenze des zumutbaren hinaus geht. Irgendwann merken wir, dass die Orientierung kippt. Schlafentzug, Krankheit und Stress, die ungewohnte Umgebung und ggfs auch Nebenwirkungen von Medikamenten haben letztlich doch ein Delir zur Folge. Weder Maske noch Helm werden noch toleriert. Es folgt, was folgen muss: Narkose und Intubation. …«

Anerkennung zunächst versagt: Finanzielle Einbußen für Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte auf Covid-19-Stationen

Aktuell berichtet die Badische Zeitung über Klinikbeschäftigte, die sich wehren, da sie finanzielle Einbußen aufgrund ihrer Tätigkeit auf Covid-19-Stationen hinnehmen mussten. Der Personalrat der betroffenen Klinik dringt in Gesprächen mit der Klinikleitung auf einen raschen finanziellen Ausgleich, die Klinikleitung selbst zeigte Verständnis für die Unzufriedenheit der Betroffenen und sucht einvernehmliche und rechtskonforme Lösungen.

In der sog. ersten Welle der Corona-Pandemie hatte die hier betroffene Uniklinik wegen des erwarteten Patientenaufkommens spezielle Covid-19-Stationen eingerichtet, die im Schichtbetrieb geführt wurden. Durch diese Regelung entfielen die Bereitschaftsdienste und die damit verbundenen Zulagen. Für eine Intensivpflegekraft bedeutete dies teilweise eine Einbuße von über 400 € pro Monat, bei Ärzten konnte dies ein Minus von 800 bis über 1500 € des normalen Bruttolohns ausmachen.

Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte haben sich bei der Behandlung von Covid-19-Patienten einem hohen Berufsrisiko ausgesetzt. Dieses Engagement kann wohl kaum durch finanzielle Einbußen konterkariert werden. Von daher ist es mehr als wünschenswert, wenn sich Klinikleitung und Personalrat rasch auf einen entsprechenden Ausgleich verständigen.

Corona-Warn-App verfügbar

Corona-Warn-AppHeute hat die Bundesregierung die Corona-Warn-App gestartet. Mit der App können Menschen anonym und schnell darüber informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können in Zukunft Infektionsketten durchbrochen werden. »Die App ist kein Allheilmittel, aber ein wichtiges Instrument, um das Virus einzudämmen. Das geht am besten, wenn viele mitmachen. Das Virus können wir nur im Teamspiel bekämpfen«, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

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