Bundesgesundheitsministerium unterstützt das Saarland bei Integrationsprojekt für ausländische Pflegefachkräfte mit umfangreicher Förderung

Mit 2,2 Millionen Euro unterstützt das Bundesgesundheitsministerium ein neues Modellprojekt im Saarland, das ausländische Pflegekräfte integrieren und zugleich den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen bekämpfen will.

»Pflege darf nicht länger unser Sorgenkind sein«, sagte die Gesundheitsministerin des Saarlands, Monika Bachmann (CDU), am 27. November 2018. Aktuell gebe es 40.000 Pflegebedürftige im Saarland, bis 2030 werde sich die Zahl voraussichtlich verdoppeln, führte die Ministerin auf einer Fachtagung zur Gewinnung und Integration ausländischer Fachkräfte des Bundesgesundheitsministeriums aus. Saaris-Geschäftsführer Christoph Lang, so KMA online, bezeichnete das Projekt als einen »Glücksfall« für das Saarland.

Das mibeg-Institut Medizin beteiligte sich an dieser Fachtagung. Zuvor fand zur Gewinnung und Integration ausländischer Gesundheitsfachkräfte bereits eine Fachtagung in Saarbrücken, organisiert durch Saaris, statt, an dem gleich drei Modellprojekte aus Nordrhein-Westfalen vorgestellt wurden: das Programm IQuaMed des mibeg-Instituts Medizin, hier mit den Projekten zur Gewinnung von Pflegekräften, das Projekt welcome@healthcare als Koordinierungsstelle für Projekte für Geflüchtete und ein bpa-Projekt zur Altenhilfeausbildung für Geflüchtete.

Bereits auf der Saarbrücker Fachtagung stellte das mibeg-Institut Medizin die in Zusammenarbeit mit Pflegedirektionen und Pflegeschulen sowie mit der Bezirksregierung Düsseldorf und dem Landesprüfungsamt NRW entwickelten und erfolgreich realisierten Integrationswege für ausländische Pflegefachkräfte vor, die, unterstützt durch das Förderprogramm »Integration durch Qualifizierung (IQ)«, erfolgreich eröffnet werden konnten: Individuelle Anpassungslehrgänge, modularisierte Anpassungsqualifizierungen und das Praxisseminar Pflege, das gezielt auf die Kenntnisprüfung vorbereitet und zu hohen Prüfungserfolgen führt.

Ebenso erfolgte auf der Tagung des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin ein Hinweis, dass erfolgreiche Kurse kostengünstig und gefördert durch Bildungsgutschein aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte auf die Kenntnisprüfung vorbereiten. Effektives und effizientes Handeln bei der Integration ausländischer Gesundheitsfachkräfte sei das Gebot der Stunde, führte Ministerin Bachmann aus, auch hier gelte, »alten Wein in neuen Schläuchen« dürfe es nicht geben.