Weniger deutsche Ärztinnen und Ärzte gehen beruflich ins Ausland

Eine aktuelle Antwort der Bundesregierung (vgl. BT Drs. 19/17060) zeigt auf, dass die Zahl der abgewanderten Ärztinnen und Ärzte seit dem Jahr 2008 kontinuierlich rückläufig ist. Verzeichnet die Statistik für das Jahr 2008 noch die Zahl 3.065 Ärztinnen und Ärzten, die sich zu einer Berufstätigkeit im Ausland entschlossen haben, so verließen 2018 nur 1.941 Mediziner das Land.

Von diesen 1.941 Ärzten verfügten 1.101 über die deutsche Staatsangehörigkeit, das heißt, dass gut die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte, die Deutschland verlassen, um ihre Berufstätigkeit woanders auszuüben, nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben.

Die zehn häufigsten Länder, in die die ausländischen Ärzte abgewandert sind, sind Bulgarien, Spanien, Niederlande, Tschechische Republik, Rumänien, USA, Polen, Griechenland, Schweiz und Österreich.

Die zehn häufigsten Länder, in die deutsche Ärztinnen und Ärzte abwanderten, sind Italien, Kanada, Niederlande, Schweden, Spanien, Frankreich, Großbritannien, USA, Österreich und die Schweiz. Mit 476 Ärztinnen und Ärzte, die 2018 in die Schweiz gewechselt sind, steht dieses Land dabei an der Spitze.

Vgl. dazu auch den Artikel »Die Schweiz ist ein schönes Land.«.