Erneut startet das mibeg-Institut Medizin ein Seminar für Ärztinnen und Ärzte, die sich auf die Kenntnisprüfung vorbereiten. Ein vierwöchiges Intensivtraining, geleitet durch erfahrende medizinische und juristische Dozenten, rekapituliert die grundlegenden medizinischen Themen, die bei Kenntnisprüfungen verlangt werden. Neben der Inneren Medizin und der Chirurgie stehen im Intensivkurs Humanmedizin vor allem fächerübergreifende Fragen an. Das mibeg-Institut Medizin lehrt Notfallmedizin, Hygiene, Strahlenschutz.
Die Kenntnisprüfung besteht aus einer klinischen Prüfung und einer mündlich-praktischen Prüfung. In der klinischen Prüfung wird ein Patient unter Aufsicht eines leitenden Arztes oder einer leitenden Ärztin untersucht, der/die Mitglied der Prüfungskommission ist. Für diese Untersuchung wird in der Regel ein Zeitraum von rund 30 bis 45 Minuten zur Verfügung gestellt. Anschließend wird über das Untersuchungsergebnis ein Arztbericht verfasst, der über die Anamnese, Diagnose und Differentialdiagnose Auskunft gibt. Zugleich informiert der Arztbericht über Prognose und Behandlungsplan sowie über die Epikrise des Falles. Rund 30 Minuten Zeit wird für die Erstellung dieses Arztberichts zur Verfügung gestellt.
Die sich daran anschließende mündlich-praktische Prüfung findet am selben Tag statt und ist in der Regel eine Gruppenprüfung, bei der bis zu 90 Minuten pro Prüfkandidat/in angesetzt werden. Hier geht es vor allem um Fragestellungen aus der Inneren Medizin und der Chirurgie sowie um Querschnittsbereiche der Medizin. Querschnittsbereiche sind die Notfallmedizin, die Klinische Pharmakologie / Pharmakotherapie, bildgebende Verfahren, Strahlenschutz und Rechtsfragen der ärztlichen Berufsausübung. Zu Prüfungsbeginn wird in der Regel Bezug genommen auf die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung des zuvor untersuchten Patienten.
Die Teilnehmer/innen lernen, mit den Patienten adäquat zu kommunizieren und die gängigen medizinischen Fachbegriffe zu beherrschen. Sie rekapitulieren die gängigen klinischen Untersuchungstechniken und sollten in der Lage sein, bestimmte Pathologien des Patienten richtig zu erfassen und auch schriftlich darzulegen. Sie müssen deutlich machen, dass sie die adäquaten Therapiekonzepte für den Patienten kennen.
Sie können anhand klinischer Fallbeispiele sinnvolle differentialdiagnostische Untersuchungen veranlassen und notwendige Therapien einleiten. Dazu gehört auch, dass Sie wichtige Diagnoseinstrumente wie EKG und Laborbefunde richtig interpretieren können.
Ergänzt wird das Seminarprogramm durch medizinrechtliche Themen, insbesondere zur Aufklärungs-und Schweigepflicht, zu Dokumentationspflichten und zu Rechtsfragen des Betäubungsmittelgesetzes, des Transfusionsgesetzes und des Transplantationsgesetzes.
Das anspruchsvolle Programm verlangt von den teilnehmenden Ärztinnen und Ärzten eine aktive Mitarbeit im Seminar, gute deutsche Sprachkenntnisse und, wenn möglich, auch Berufserfahrung in Deutschland mit einer Berufserlaubnis nach §10 BÄO. Ein online-gestütztes Lehrprogramm hilft, die medizinischen Lehrinhalte während und nach dem Kurs zu vertiefen, um bestens vorbereitet die Prüfung zu bestehen. Die hohe Erfolgsquote der Absolvent/innen bestätigt das Konzept des mibeg-Instituts Medizin.
Wer die Approbation in NRW beantragt hat und zur Kenntnisprüfung zugelassen ist, kann teilnehmen. Die Seminargebühren können, wenn die Voraussetzungen vorliegen, durch das Programm IQuaMed des IQ Netzwerk NRW gefördert werden. Das Förderprogramm IQ wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).
Nähere Informationen zum Intensivkurs Humanmedizin finden Sie hier.

