Ärztinnen und Ärzte aus Mexiko fragen Anerkennungsberatung an

Plakat »Der Weg zur deutschen Approbation für ausländische Ärztinnen und Ärzte«
Das mibeg-Institut hat zusammen mit den Anerkennungsbehörden ein Poster entwickelt, das Ärztinnen und Ärzte den Weg zur beruflichen Anerkennung leichter machen soll und sehr oft angefragt und angeklickt wird.

Jetzt erreichte uns ein sehr nettes Schreiben aus Mexiko mit einer entsprechenden Anfrage, verbunden mit der Bitte, doch direkt das Seminar »Wege zur Anerkennung« via Internet für mexikanische Ärztinnen und Ärzte anzubieten. Die Anerkennungsprofis des mibeg-Instituts Medizin folgen einer solchen Bitte natürlich sehr gern.

In den letzten Jahren ist sehr viel geschaffen worden an einheitlichen und vereinfachten Verfahrenswegen, um aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzten den Weg zu ebnen. Zwar gibt es immer noch sehr kostenintensive Sonderprojekte, mit denen gezielt Mediziner/innen aus bestimmten Ländern eingeworben werden sollen. Aber wichtiger wäre es, die Anerkennungswege rechtlich und fachlich so zu gestalten, dass stets abrufbare, klare und einfache Informationen verfügbar sind in Bezug auf Anerkennung, Qualifizierung und Berufseinmündung. Dies ist dann eine konkrete Hilfe für Anerkennungsinteressierte und Arbeitgeber/innen und nicht ein aufwendiges Verfahren für wenige.

Es gilt, von der vereinzelten Projektförderung wegzukommen – hin zu dauerhaft guten Wegen in das Einwanderungsland Deutschland mit seinem erheblichen Fachkräftebedarf.

Lieblingspost: Ärztliche Kenntnisprüfung bestanden

Ärztin Dr. med. Karin Gömann, Projektleiterin am mibeg-Institut Medizin

Ärztin Dr. med. Karin Gömann, Projektleiterin am mibeg-Institut Medizin

Ein großes Dankeschön erreichte uns heute von einem Arzt, der das Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis erfolgreich absolviert und seine Fachsprachprüfung und jetzt auch aktuell seine Kenntnisprüfung bestanden hat. Der Arzt kommt ursprünglich aus dem Iran und hatte im Seminar gesagt, die Seminar- und Projektleiterinnen sowie die ärztlichen Dozentinnen und Dozenten seien so fantastisch, dass er alle zu einem großen iranischen Essen einladen wolle, wenn er die Approbation in Deutschland erhalte.

Und tatsächlich bekamen heute Dr. med. Karin Gömann, Cecile Polzin und Carina Schmidt vom mibeg-Institut und unsere Dozent/innen eine solche Einladung. Was für eine überaus nette Geste!

Aber natürlich braucht es nicht eine solche Einladung. Wir sind mit großem Engagement und viel Fröhlichkeit auch ohne Extra-Feiern hier im Institut dabei, Ärztinnen und Ärzte aus vielen Ländern der Welt zielgerichtet mit dem Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis auf die Fachsprach- und Kenntnisprüfung und die Berufstätigkeit in Deutschland vorzubereiten.

Lieber Farbod N., herzlichen Glückwunsch und auch weiterhin alles Gute für Ihre ärztliche Berufstätigkeit!

Pflege ist eine Profession und kein Hilfsjob für jeden

Andreas Westerfellhaus, Bevollmächtigter der Bundesregierung für die Pflege

Andreas Westerfellhaus, Bevollmächtigter der Bundesregierung für die Pflege

Den Vorschlag von Bayerns Vize-Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, per Zwang Langzeitarbeitslose für die Pflege zu verpflichten, lehnt der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung entschieden ab.

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus: »Ich bin darüber empört, dass Herr Aiwanger nicht einmal mit den Erfahrungen durch die Corona-Pandemie verstanden hat, dass der Einsatz von unqualifizierten Kräften keine Lösung für den Pflegenotstand ist. Pflege ist eine Profession. Die Pflegekräfte haben eine hohe Fachkompetenz, sie sichern den pflegerischen Versorgungsprozess – immer mit einem ganzheitlichen Blick auf den pflege- und hilfsbedürftigen Menschen. Der Pflegeberuf beinhaltet ein breites Aufgabenspektrum mit der Erfüllung von formalen und informellen Aufgaben, zudem übernehmen Pflegekräfte die Verantwortung für alle Aspekte in der Begleitung des Pflege- und Hilfsbedürftigen und müssen sich immer wieder mit ethischen Entscheidungen auseinandersetzen. Kurz: Es ist demütigend, für alle Pflegekräfte und für alle, die sich für die Pflege einsetzen, zu behaupten, dass jeder ohne erlernte Kenntnisse den Pflegeberuf ausüben kann!«

Die Bundesregierung hat mit der Konzertierten Aktion Pflege alles darangesetzt, das Image der Pflege aufzuwerten und mehr Menschen für diesen hochkomplexen Beruf zu gewinnen. Jeder interessierte Mensch, egal ob mit einer bereits vorhandenen anderen Berufsausbildung oder als frischer Schulabgänger, ist in der Pflege willkommen – allerdings nur in Verbindung mit einer Umschulung oder einer Ausbildung im Pflegebereich. Wenn sich durch eine umfassende Beratung Arbeitslose freiwillig für den Pflegeberuf entscheiden und sich zu Fach-oder Hilfskräften umschulen lassen, ist das ein guter und richtiger Ansatz.

Andreas Westerfellhaus: »Wir müssen die Menschen freiwillig für den Pflegeberuf gewinnen. Und das gelingt mit guten Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen und nicht mit plumpen, pauschalen Vorschlägen wie denen von Herrn Aiwanger. Wer solche Vorschläge macht, hat die Profession Pflege nicht verstanden.«

Neue Pflegefachkräfte für Nordrhein-Westfalen

Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung

Praxisseminar Pflege des mibeg-Instituts und der KKS Essen zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung

Nur strahlende Gesichter: Alle Teilnehmer/innen des Praxisseminars Pflege, die an der Fortbildung des mibeg-Instituts Medizin und der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen teilgenommen haben, haben im ersten Anlauf die anspruchsvolle Kenntnisprüfung bestanden.

Unter staatlicher Aufsicht, diesmal durch die Pflegeexperten der Bezirksregierung Münster, absolvierten unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Bravour die Kenntnisprüfung zum/zur Pflegefachmann/Pflegefachfrau.

Die Pflegeschulleitung, hier vertreten durch Ursula Busmann (Mitte hinten im Bild) und die Kursleiterin Manuela Bellarosa (Mitte vorne im Bild), hat wiederum ihre große pflegepädagogische Expertise unter Beweis gestellt, positiv kommentiert durch das Prüferteam: »Es ist sofort zu merken, dass hier die angehenden Pflegefachkräfte alles intensiv gelernt haben und praxisnah anwenden können und nicht vorformulierte Antworten auswendig gelernt haben«, stellten die Vertreter/innen der Bezirksregierung Münster erfreut fest.

Unsere Pflegefachkräfte kommen aus vielen europäischen und außereuropäischen Ländern und waren begeistert, dass sie ihre Berufsanerkennung hier in Deutschland auch in Pandemiezeiten durch ein gut aufgestelltes Seminar erlangen konnten. Zielgerichtet in sechs Monaten sind sie in Theorie und Praxis auf ihren Beruf vorbereitet worden und haben alle einen Arbeitsvertrag in Kliniken oder in ambulanten Pflegeeinrichtungen in NRW erhalten. Ein Teilnehmer bekam direkt am Kursende die Einladung, an einer Ausbildung zum Praxisanleiter teilzunehmen.

Es zeigt sich einmal mehr, dass dieses auf Nachhaltigkeit ausgerichtete pädagogische Konzept des Instituts einen langfristigen Erfolg sichern kann, da die gut ausgebildeten Pflegefachkräfte auf eine hohe Akzeptanz in den Einrichtungen stoßen und von Anbeginn tatsächlich Willkommenskultur erfahren. Also ein Win-Win-Projekt, das sich auch der guten Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern in NRW verdankt.

Die Seminarprojekte des mibeg-Instituts für Pflegefachkräfte starten fortlaufend.  Das erste Praxisseminar Pflege hat das mibeg-Institut im Januar 2018 gestartet und bietet diese Qualifizierung seitdem kontinuierlich an.
Der nächste Kurs startet am 4. Oktober 2021.

Agentur für Arbeit Essen: Engagement zur Gewinnung ausländischer Pflegekräfte

Die Gewinnung von ausländischen Pflegefachkräften, deren Anerkennungsberatung sowie die Ermöglichung einer Anerkennungsqualifizierung ist für die Bundesagentur für Arbeit ein sehr wichtiges Thema. Einzelne Arbeitsagenturen setzen sich für diese Zielgruppen besonders ein. Wir hatten Gelegenheit, uns zusammen mit den Arbeitsmarkt-Expert/innen der Agentur für Arbeit Essen und den Pflege-Expert/innen der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen auszutauschen.

Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung, Agentur für Arbeit Essen

Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung, Agentur für Arbeit Essen

Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Essen, engagiert sich mit ihrem Expertenteam besonders für die Gewinnung von Pflegefachkräften und deren rasche berufliche Anerkennung. Das mibeg-Institut und die Katholische Schule für Pflegeberufe in Essen qualifizieren fortlaufend aus dem Ausland kommende Pflegefachkräfte, die gezielt in Theorie und Praxis auf die Kenntnisprüfung vorbereitet werden.

Haben wir uns vor kurzem noch über den 100-prozentigen Erfolg unserer Teilnehmer/innen beim Bestehen der Kenntnisprüfung vor dem Landesprüfungsamt gefreut, so erreicht uns heute bereits die nächste gute Nachricht: Alle Teilnehmenden des derzeit laufenden Praxisseminars Pflege haben die heutige mündliche Prüfung ausnahmslos bestanden.

Die Bundesagentur für Arbeit ist aktiv bei der Rekrutierung von Fachkräften für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Mit einem neuen Projekt erschließt die Bundesagentur für Arbeit derzeit gezielt Fachkräfte in Indonesien und bahnt den indonesischen Pflegekräften einen klaren Weg, um in Deutschland tätig werden zu können. Dabei gibt es sowohl Unterstützung beim Spracherwerb und beim Visumsprozess im Herkunftsland als auch bei der Integration nach der Ankunft in Deutschland. Besonders wichtig dabei: Private Vermittlungsfirmen, die häufig horrende Summen für Tätigkeiten abschöpfen wollen, die weder den Anerkennungsinteressierten noch den zukünftigen Arbeitgebern dienen, sind in diesem Programm ausgeschlossen.

Mit der Initiative in Indonesien und der getroffenen Vermittlungsabsprache wird das am 1. März 2020 in Kraft getretene Fachkräfteeinwanderungsgesetz mit einer weiteren Initiative in die Praxis umgesetzt.