Syrische Ärztinnen und Ärzte: mibeg-Institut Medizin als Treffpunkt und Lernort

Immer wieder kommt es im mibeg-Institut Medizin auch zu besonderen Begegnungen. Beim heutigen Kursstart umarmten sich begeistert zwei Ärzte, die sich nach langer Zeit zum ersten Mal wiedersahen. Beide hatten vor 22 Jahren gemeinsam das Studium aufgenommen und waren als Ärzte erfolgreich in Syrien tätig, bevor sie nach Deutschland kamen. Nun finden sich die Studienfreunde hier wieder, erneut in einer Lernsituation und zuversichtlich, gemeinsam mit allen anderen im Kurs die nächste Herausforderung zu nehmen.

Unter den zahlreichen Ärztinnen und Ärzten, die sich im mibeg-Institut Medizin auf ihre Approbation vorbereiten, sind sehr viele, die aus Syrien gekommen sind. Viele syrische Ärzte sind medizinisch sehr gut vorbereitet worden auf den Arztberuf durch die Universitäten ihres Herkunftslandes und bereiten sich hier rasch und hochmotiviert auf die Fachsprachprüfung vor der Ärztekammer in Münster oder Düsseldorf oder in einem anderen Bundesland vor. Viele syrische Ärztinnen und Ärzte absolvieren im Anschluss auch die Kenntnisprüfung und erlangen so die ärztliche Approbation.

Krieg, Flucht und Vertreibung sind oft der Anlass, nach Deutschland zu kommen. So schwer der einzelne Weg auch war, so gut ist es doch, hier im Institut gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus vielen weiteren Ländern zu lernen. Der große Erfolg der Ärztinnen und Ärzte, die bereits das Seminar durchlaufen haben, ermutigt dazu, ebenfalls erfolgreich die Prüfungen zu anzugehen. Die Chancen auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt für Mediziner sind nach Erlangung der Approbation hervorragend.