Anerkennung: Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)

Ute Teichert warnt: »Lockerungsmaßnahmen führen zu mehr Belastung in den Gesundheitsämtern«

Dr. med. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes BVÖGD, Foto: © BVÖGD

Dr. med. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes BVÖGD, Foto: © BVÖGD

Dr. med. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes BVÖGD, teilt angesichts der zahlreichen Lockerungsmaßnahmen der einzelnen Bundesländer mit: »Wenn jetzt weitere Lockerungsmaßnahmen wie auch Wegfall der Maskenpflicht, der Abstandsregelung und der Hygienevorschriften umgesetzt werden, führt das zu einer erheblichen Mehrbelastung in den Gesundheitsämtern.«

Der BVÖGD weist darauf hin, dass die nun in allen Bundesländern vorgenommenen Lockerungsmaßnahmen zu einer Erhöhung der zu ermittelnden Kontaktpersonen bei Neuinfizierten führen werden. Wenn die Menschen mehr unterwegs sind und sich wieder zu mehreren an verschiedenen Orten treffen, haben Neuinfizierte in der Phase der Ansteckungsfähigkeit eine höhere Anzahl von Kontakten. Das bedeutet: Auch wenn die Zahl der Neuinfizierten derzeit abnimmt, müssen die Gesundheitsämter für jede betroffene Person wesentlich mehr Kontakte nachverfolgen.

In den letzten Wochen hat es durch Unterstützung von vielen Freiwilligen in den Gesundheitsämtern eine personelle Verstärkung gegeben. Diese Freiwilligen (Studierende, im Ruhestand befindliche Ärztinnen und Ärzte und andere, sowie Personal aus anderen Verwaltungen) werden jetzt nach und nach abberufen, da sie wieder in ihrem eigentlichen Umfeld arbeiten müssen. Bisher ist kein Personal dauerhaft in den öffentlichen Gesundheitsdienst eingestellt worden.

 

Medizinstudierende unterstützen das Öffentliche Gesundheitswesen bei der Eindämmung der Corona-Pandemie

Ein großartiges Echo erfolgte auf den Aufruf des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), der gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Medizinstudierenden (bvmd) erfolgte. Innerhalb weniger Tage, so berichtet die Vorsitzende der Bundesvereinigung, Dr. med. Ute Teichert, haben sich schon knapp 2.000 Studierende gemeldet. Sie stehen bereit, alle Gesundheitsämter Deutschlands zu unterstützen.

Weitere Informationen zur Aktion »medis4ÖGD« finden Sie hier.