Anerkennung: Corona-Pandemie

»Es geht mir gut«

Wir erwarten in Kürze unsere/n 2500. Interessent/in seit Start des Programms IQuaMed. Da fanden wir es spannend zu erfahren, was denn aus unserer 2000. Interessentin beruflich geworden ist. Wir berichteten.

Heute haben wir mit Semina Ö. telefoniert. Sie hatte sich in Bezug auf ihre berufliche Anerkennung durch das mibeg-Institut beraten lassen und das Praxisseminar Pflege des mibeg-Instituts in Kooperation mit dem Ausbildungszentrum Fachbereich Pflege am Universitätsklinikum Düsseldorf absolviert, das sie gezielt auf ihre Kenntnisprüfung vorbereitete.

Semina Ö. hat die anspruchsvolle Prüfung unmittelbar bestanden. Zudem teilte ihr im Anschluss das zuständige Gesundheitsamt mit, dass sie keine weitere Sprachprüfung ablegen muss, da ihre ausreichenden Deutschkenntnisse gut dokumentiert seien. Auch im Rückblick ist sie sehr zufrieden, sich für dieses Seminar entschieden zu haben, da es ihr sehr gut geholfen habe. Sie kann sich mit Freundinnen vergleichen, die einen anderen Weg gewählt und sich für einen individuellen Anpassungslehrgang entschieden haben, um die Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpflegerin zu erlangen. »Im Vergleich dazu haben sie es sehr schwer«, erzählt sie uns am Telefon.

Sie arbeitet heute engagiert und sehr gern bei einem Pflegedienst in Essen. Die aktuelle Corona-Pandemie hat natürlich auch ihr Arbeiten stark beeinflusst. Da zu ihrem Arbeitsfeld der direkte Kontakt zu Patient/innen gehört, achtet sie wie ihr Team sehr streng auf Hygiene. Mundschutz, Handschuhe und Desinfektion sind selbstverständlich, und sie ist stolz, sagen zu können: »Bislang haben wir bei uns keine Patienten, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben.«

»Wir unterstützen gern«: Dankeschön an alle Beteiligten!

mibeg-Institut MedizinAm 25. März haben wir eine ehrenamtliche Aktion gestartet, um die Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Gesundheitsämter während der ersten Phase der Pandemie-Situation zu unterstützen. Wir haben zum einen viele Gesundheitsfachkräfte angefragt, ob sie noch zeitliche Reserven haben, um die Gesundheitseinrichtungen zu unterstützen, und zum anderen diese Institutionen selbst, ob sie Bedarf an weiteren helfenden Händen haben. Knapp hundert Hilfsangebote konnten wir so übermitteln, und wir hoffen, dass sich Helfer/innen und Institutionen gut zusammengefunden haben.

Da war etwa die Lehrerin an einer Pflegeschule, die ihre Unterstützung angeboten hat, der Arzt, der gerade in den Ruhestand eintreten wollte, oder der Rechtsanwalt, der eine kostenfreie Beratung zu Arbeitsfragen in Coronazeiten angeboten hat. Allen Helferinnen und Helfern sagen wir unseren herzlichen Dank! Die spontane Hilfsbereitschaft hat uns sehr berührt und motiviert uns einmal mehr, uns für Bildungsprogramme im Gesundheitswesen zu engagieren.

Sehr gefreut uns haben wir uns auch über ein Schreiben der Ärztekammer Nordrhein, das uns heute erreichte. »Ihr Vorhaben, in der Corona-Pandemie über das Kontaktnetz Ihres Instituts ehrenamtliches ärztliches und nicht-ärztliches Personal zu suchen, um es an den verschiedenen Stellen des Gesundheitssystems, an denen aktuell zusätzliches Personal benötigt wird, anzubieten, kann von unserer Seite nur begrüßt werden. Viele Institutionen des Gesundheitswesens, so auch die Ärztekammer Nordrhein, sind in ähnlicher Weise aktiv, um den großen zusätzlichen Personalbedarf decken zu helfen. Wir wünschen Ihrem Projekt weiterhin Erfolg und bedanken uns nochmals für Ihre erfreuliche Initiative.«

mibeg-Institut startet alle Seminare über Online Learning

Qualifizierungen zur Vorbereitung auf Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen bieten eine große Chance, die anstehenden Prüfungen gut zu bestehen und sich dauerhaft erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das mibeg-Institut bietet eine Fülle von Vorbereitungskursen für Ärzt/innen, Apotheker/innen, Zahnärzt/innen, Pflegefachkräfte und Physiotherapeut/innen sowie für Angehörige weiterer reglementierter Gesundheitsberufe an. Ab sofort sind diese Kurse auch online verfügbar.

Wir schätzen die Präsenzlehrform genauso wie unsere Teilnehmer und Dozenten. Sobald es möglich ist, werden wir auch wieder die Präsenzform anbieten oder Lernformen in Kombination von Präsenz und Online. Aber die Corona-Pandemie erfordert E-Learning-Angebote, und die Corona-Pandemie wird uns noch über einen sehr langen Zeitraum begleiten.

Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen, aber auch Facharztprüfungen beispielsweise, finden kontinuierlich statt. Wer bereits eine Berufserlaubnis erhalten hat zur Vorbereitung auf die Prüfungen, kann kurzfristig mit einem entsprechenden Termin rechnen. Wir wissen, dass Fachsprach- und Kenntnisprüfungen nur bei entsprechender Vorbereitung gut bestanden werden können. Deshalb bietet das mibeg-Institut ab sofort Online-Kurse mit hochqualifizierten Lehrkräften an.

Wir kombinieren dabei Videokonferenzen, Chats, Gruppenarbeiten und Textforen in unseren Seminaren, sodass ein abwechslungsreiches und interaktives Miteinander zwischen Lehrenden und Lernenden möglich wird.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Teilnehmer/innen und Dozent/innen und dass wir für Gesundheitsfachkräfte eine Unterstützung bei ihren Anerkennungsverfahren leisten können.

Handlungsempfehlungen für Gesundheitsämter für die infektionshygienische Überwachung von pädagogischen Prüfungssituationen während der Pandemie

Eine praxisnahe und richtungsweisende Stellungnahme liegt für Schulen, Universitäten und weitere Ausbildungsbereiche vor. Sie bezieht sich auf die Überprüfung der operativen Umsetzung von Prüfungen, bei denen die Gesundheitsbehörden vor Ort in Planung, Durchführung und Ablauf einzubinden sind.

Die Stellungnahme gibt Auskunft über die Grundprinzipien der Hygiene, über die Prävention und Kontrolle und über die Kriterien bei der Durchführung von Prüfungen und des Schulunterrichts zur Zeit der Corona-Pandemie.

Gleich vier hochrangige Expert/innen zeichnen verantwortlich: Prof. Dr. med. Martin Exner, Präsident der DGKH, Dr. med. Peter Walger, Vorstand der DGKH, Dr. med. Ute Teichert, Vorsitzende des BVÖGD, und Prof. Dr. med. Caroline Herr, Präsidentin der GHUP.

Die Stellungnahme »Bekämpfung der COVID-19-Epidemie in Deutschland« finden Sie hier.

Rund 6400 mit dem Virus SARS-CoV-2 infizierte Ärztinnen und Ärzte und Pflegefachkräfte in Deutschland

Vor allem sind Frauen betroffen, die als Pflegefachkräfte und als Ärztinnen arbeiten: Von den fast 6400 medizinischen Fachkräften, bei denen eine Infektion gemeldet wurde, sind drei von vier Gemeldeten weiblich. Das Durchschnittsalter beträgt 42 Jahre, die meisten infizierten medizinischen Fachkräfte waren in Baden-Württemberg im Einsatz.

Acht medizinische Fachkräfte sind bereits an Covid-19 in Deutschland verstorben.

Die Fachkräfte arbeiteten in Krankenhäusern und Arztpraxen, das Robert-Koch-Institut (RKI) gab heute die aktuellen Zahlen bekannt. Vor zwei Wochen betrug die Zahl der infizierten medizinischen Fachkräfte noch rund 2300, innerhalb von zwei Wochen ist eine Verdreifachung bei den Infektionen zu beklagen.

Da die Gesundheitsämter bislang nicht systematisch die Berufe der Infizierten erfassen konnten, wird zudem laut einer Recherche von WDR, NDR und SZ von einer hohen Dunkelziffer, insbesondere bei Pflegefachkräften in der Altenhilfe, ausgegangen. Das RKI meldet, dass mittlerweile 80 % der Gesundheitsämter die Berufe meldeten, so dass nun auch in Deutschland die Zahl der betroffenen Ärztinnen und Ärzte sowie der Pflegefachkräfte erfasst werden kann.