Anerkennung: Pflegefachkräfte

Pflegefachkräfte erhalten ab dem 1. September Tarifgehälter

Ab dem 1. September 2022 müssen alle ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen ihre Pflege- und Betreuungskräfte nach Tarif bezahlen.

Dazu sagt die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll: »Ich kenne kaum eine Branche, die so viel staatliche Unterstützung erhält. Jetzt kommt es darauf an, dass die Pflege endlich auch die bereitgestellten Möglichkeiten nutzt und so der Beruf Schritt für Schritt attraktiver wird. Dazu zählt für mich auch eine attraktive Bezahlung nach Tarif. Damit während der Einführung alles möglichst reibungslos klappt, rufe ich die Beteiligten dazu auf, pragmatische Lösungen zu finden.«

 

Erhöhter Krankenstand von Pflegenden in der Pandemie

Einem wichtigen Thema haben sich Prof. Dr. Christian Karagiannidis, Kliniken der Stadt Köln und Universität Witten / Herdecke, Helmut Schröder, Wissenschaftliches Institut der AOK, Prof. Dr. Dr. Sabine Wicker, Universitätsklinikum Frankfurt, und Prof. Dr. Uwe Janssens, St. Antonius Hospital Eschweiler, gewidmet.

Sie weisen in einer Arbeit, die jetzt im Deutschen Ärzteblatt vorgestellt wurde, nach, in welchem Ausmaß die Pandemie die beruflich Pflegenden betrifft bzw. betroffen hat. Auffällig ist der höhere Krankenstand, der sich in der Pandemie zwischen Januar 2020 und April 2021 im Vergleich zu allen anderen Berufen zeigt.

Bei den AOK-versicherten Erwerbstätigen lag der Krankenstand im Mittel in diesem Zeitraum bei 5,4 Prozent, bei den beruflich Pflegenden bei 7,0 Prozent.

Den Höchststand von Erkrankten im Zusammenhang mit Covid-19 während der Pandemie bildet der Monat Januar 2021 ab. Erkrankten im Januar 2021 bezogen auf je 100.000 erwerbstätige AOK-Mitglieder 458 im Zusammenhang mit Covid-19 bei dokumentierten Diagnosen unter Nachweis des SARS-CoV-2-Virus, so waren es im selben Monat 1.632 Pflegefachkräfte pro 100.000 erwerbstätige AOK-Mitglieder.

Die Studie ist über das Deutsche Ärzteblatt abrufbar.

Gezielte Vorbereitung auf die Berufszulassung als Pflegefachkraft in NRW: Termine bis 2023

Praxisseminar Pflege des mibeg-Instituts Medizin in Kooperation mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen

Das mibeg-Institut hat über das Programm IQuaMed ein Seminar für ausländische Pflegefachkräfte entwickelt, das in Theorie und Praxis gut auf die Kenntnisprüfung vorbereitet.

Die Praxisseminare Pflege werden mit den Pflegepädagog:innen der Katholischen Schule für Pflegeberufe in Essen durchgeführt und können zu 100 Prozent öffentlich über Bildungsgutscheine gefördert werden.

Die Bestehensquote der Kenntnisprüfungen ist nach der intensiven Vorbereitung sehr hoch: Über 90 Prozent aller Absolvent:innen haben bislang die anspruchsvolle Prüfung unter Vorsitz des Landesprüfungsamtes bestanden und einen Arbeitsvertrag in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen in NRW angetreten.

Um Anerkennungssuchenden, aber auch den Arbeitgebern in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen eine gute Möglichkeit zur Planung zu geben, veröffentlicht das mibeg-Institut zusammen mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen hier die Startdaten der kommenden Seminare:

  • 4. Oktober 2021
  • 11. April 2022
  • 4. Juli 2022
  • 17. Oktober 2022
  • 3. April 2023
  • 26. Juni 2023
  • 4. Oktober 2023

Die Seminare werden in Essen durchgeführt.

Anerkennungssuchende oder Arbeitgeber wenden sich bitte an das mibeg-Institut Medizin:

mibeg-Institut Medizin
Dr. Shermineh Shahi
Sachsenring 37–39
50677 Köln
Tel. 0221-33 60 4 -631 / -610
Fax 0221-33 60 4 -666
E-Mail medizin@mibeg.de

Pflegebeauftragter fordert einheitlichen Lockdown

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, fordert einen einheitlichen und sofortigen Lockdown angesichts der sich zuspitzenden Pandemielage. »Jeder Tag, der ohne Entscheidung vergeht, kostet Menschenleben und bringt das Personal auf den Intensivstationen näher an den Rand ihrer Kräfte«, sagte Westerfellhaus gegenüber Journalist:innen. »Wir brauchen jetzt so schnell wie möglich einen einheitlichen Lockdown, um endlich die Virusverbreitung einzudämmen.«

Die Lage auf den Intensivstationen sei bereits dramatisch, die Warnrufe von Ärztinnen und Ärzten sowie von Pflegefachkräften müssten sofort Gehör finden. Westerfellhaus betonte, jetzt »sei es nicht mehr angebracht, über mögliche Lockerungen oder Verschärfungen der Maßnahmen hin- und herzudiskutieren. Wir haben nicht mehr die Zeit, das Geschehen zu beobachten.«

Damit bezieht der Pflegebeauftragte auch eindeutig Stellung gegen Verlautbarungen von »Experten«, die zeitgleich zu mehr »Entspanntheit« aufrufen und sich über ausgelastete Krankenhäuser »wundern«. Ein für seine Äußerungen vielfach durch Wissenschaftler:innen kritisierter Virologe, der in NRW zum »Expertenrat Corona« der Staatskanzlei gezählt wird, hatte aktuell Derartiges in einem Podcast geäußert. In der Kritik an einem verschärften Lockdown führte er aus, »Familien in beengten Wohnverhältnissen hätten weniger Möglichkeiten, sich aus dem Weg zu gehen.« So könnten »im Freien sichere Bereiche geschaffen werden, anstatt dass Menschen noch weiter zusammengebracht« würden.

Der Virologe brachte zudem »coronakonforme Treffmöglichkeiten ins Spiel, wie beispielsweise in belüfteten Turnhallen. Sicherheitskräfte könnten vor Ort die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln kontrollieren.« Abstruser kann kaum argumentiert werden, nicht nur virologisch problematisch, sondern offenbar auch gelöst aus jedem rechtlichen und geschichtlichen Kontext.

Hier bleibt zu hoffen, dass sich NRW angesichts der steigenden Infektionszahlen und der sich dramatisch zuspitzenden Lage der intensivmedizinischen Versorgung einem bundesweit einheitlichen Lockdown anschließt, Regelungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens bei steigenden Inzidenzwerten klar umsetzt und dabei nicht vergisst, Experten auszutauschen, die offensichtlich keine sind.

Update: Die Corona-Pandemie führt auch in Frankreich zu einer katastrophalen Belastungssituation der Intensivmedizin. Diese Situation als „relativ entspannt“ zu bezeichnen, wirkt geradezu zynisch:

www.arte.tv/de/videos/103237-000-A/frankreich-eine-intensivstation-am-limit/
zeitung.faz.net/faz/politik/2021-03-30/d4bdeb87d35070db356d354abf5680dd/

Anerkennungsqualifizierungen für die Pflege

Das mibeg-Institut und die Kath. Schule für Pflegeberufe starten erneut ein Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung für Pflegefachkräfte

Das mibeg-Institut und die Kath. Schule für Pflegeberufe starten erneut ein Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung für Pflegefachkräfte

23 muntere und engagierte Pflegefachkräfte starteten heute ihre Qualifizierung in Essen, natürlich unter den strengen Hygienerichtlinien, die die Corona-Pandemie uns allen abverlangt. Gemeinsam mit der Kath. Schule für Pflegeberufe bereitet das mibeg-Institut die Pflegefachkräfte gezielt auf die Kenntnisprüfung vor. Drei Monate Theorie und drei Monate Praktikum umfasst das erfolgreiche Seminarkonzept. Dann steht die Prüfung, die durch das Landesprüfungsamt abgenommen wird, an.

Pflegeschulleiter Reinhard Dummler und Institutsleiterin Barbara Rosenthal sind zuversichtlich, dass auch dieses Seminarprojekt an die bisherigen Erfolge in Essen anknüpft. Dr. Shermineh Shahi, Seminarleiterin am mibeg-Institut, freut sich über die große Internationalität der Gruppe: »Unter den 23 teilnehmenden Pflegefachkräften sind 12 Nationen vertreten.« Was alle miteinander vereint, ist die Kurssprache Deutsch – alle Teilnehmenden verfügen über sehr gute deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 – und die Liebe zum Beruf. Die Teilnehmenden sind schon unterschiedlich lange in Deutschland, zum Teil haben sie bereits als Pflegehilfskräfte gearbeitet. Nach erfolgreichem Kursdurchlauf haben sie alle eine hervorragende Arbeitsperspektive im Bereich der Krankenpflege und der Altenhilfe in Deutschland.

Die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen, die zur Contilia Gruppe gehört, und das mibeg-Institut haben einen langfristigen Kooperationsvertrag abgeschlossen, um dauerhaft Pflegekräfte, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen und ihren Beruf hier anerkennen lassen möchten, zu unterstützen.

Die Teilnahme wird zu 100% über die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter mittels Bildungsgutschein gefördert. Interessent/innen für den nächsten Seminartermin wenden sich an das mibeg-Institut.