Anerkennung: FAQ Corona Schutzimpfung

#impfenschützt: »Die Ärzte« rufen zur Impfung auf, zahlreiche weitere Bands folgen

Die Band »Die Ärzte« ruft auf ihrer Website und über ihre Social Media-Kanäle zum Impfen auf. In dem Appell heißt es:

Wie wahrscheinlich fast alle Musiker*innen überall fragen wir uns, wie es mit dem Leben und der Musik weitergeht, und wann und wie wir wohl endlich wieder live auftreten können wie vor der Pandemie. Eine Rückkehr zur Normalität wäre traumhaft.

Soweit wir das verstehen, funktioniert das nur über Impfungen.*

Natürlich gibt es Menschen, die Angst davor haben, sich einen neuen und so schnell zugelassenen Stoff in den Arm spritzen zu lassen (wenn dies auch der am sorgfältigsten beobachtete Impfstoff aller Zeiten ist) – was wir verständlich finden. Niemand rechnet erst mal damit, daß ausgerechnet er oder sie sich mit Covid-19 infizieren wird.

Das Problem an dieser Wette mit dem Schicksal ist, daß der Einsatz im schlimmsten Fall das eigene Leben sein kann. Laut übereinstimmender Meinung unzähliger Wissenschaftler ist spätestens seit der hochansteckenden Delta-Variante eine Infektion für Ungeimpfte mittelfristig unvermeidbar.

Auch deshalb haben wir als Band uns entschieden, uns impfen zu lassen – ein kurzer Stich in den Oberarm, um die Wahrscheinlichkeit von „Long Covid“ oder dem qualvollen Tod durch Ersticken massiv zu verringern. Und als Bonus sind Geimpfte nach derzeitigen Erkenntnissen auch deutlich weniger ansteckend; wir tun also gleichzeitig auch etwas Gutes für die Menschen, denen wir begegnen.

Wir würden Euch gerne bitten, unserem Beispiel zu folgen. Ihr habt damit auch die Zukunft der Kultur in der Hand (bzw. im Arm). Ein kleiner Schritt für jeden von uns, ein großer Schritt für die Gesellschaft – damit es nicht mehr so lange dauert, bis auch wieder Konzerte, Club- und Theaterbesuche unter normalen Bedingungen möglich sind. Damit wir uns endlich wieder entspannt umarmen und miteinander feiern können.

Damit das Leben weitergeht.

*) Was sind Impfungen eigentlich? Viele Menschen sind in der Vergangenheit weltweit gestorben an den Pocken, an Gelbfieber, Typhus, Polio und Tetanus – alles Infektionskrankheiten, die entweder von Viren oder Bakterien verursacht werden. Daß wir in Europa heute von diesen Krankheiten nicht mehr bedroht sind, haben wir weltweiten Impfkampagnen zu verdanken. In der Regel wird dem Körper eine abgeschwächte (oder völlig unschädliche) Version des jeweiligen Krankheitserregers verabreicht, um das Immunsystem anzuregen, Antikörper gegen den Eindringling zu produzieren. (mRNA-Impfstoffe funktionieren ein bisschen anders und noch eleganter, aber das Ergebnis ist dasselbe.) So kann ein kleiner Pieks Leben retten, und hat das in der Vergangenheit schon millionenfach getan. Klingt komisch, ist aber so.

Inzwischen haben sich zahlreiche Künstler:innen diesem Appell unter #impfenschützt auf Twitter angeschlossen.

Zweite Corona-Schutzimpfung ist wichtig

Einen wesentlich besseren Schutz gegen eine SARS-Cov-2-Infektion bietet die zweite Schutzimpfung. Bis auf einen Impfstoff erfordern alle bisherigen Vakzine eine solche zweite Impfung, und es ist absolut notwendig, diese auch wahrzunehmen.

Selbst die Bundeskanzlerin warnt eindringlich vor einer vierten Corona-Welle durch die aggressivere Delta-Variante. Trotz hoher Impfquoten erlebten Länder wie Israel oder Großbritannien einen starken Anstieg der Infektionen, sagte Merkel nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Die Mutante führe offenbar zu mehr Hospitalisierungen. Es müsse alles getan werden, um die Inzidenzen weiter niedrig zu halten.

Sehr deutlich äußerte sich auch der Direktor des Robert-Koch-Instituts, Prof. Dr. Lothar Wieler. Gegenüber der Presse teilte Wieler mit, Delta sei nicht nur ansteckender als die bisher dominante Alpha-Variante, sondern führe wohl auch zu mehr schweren Fällen.

Nach ersten Meldedaten müssten elf Prozent der Delta-Infizierten ins Krankenhaus, bei Alpha seien es nur fünf Prozent gewesen. Besonders ausgeprägt sei dies bei den 15- bis 34-Jährigen.

Info-Videos rund um den mRNA-Impfstoff mit Prof. Dr. med. Stefan Reuter

Eine vorbildliche Initiative hat die Stadt Leverkusen in Kooperation mit dem Klinikum Leverkusen zur Impfkampagne gestartet. In einer Reihe von Videos informiert Prof. Dr. med. Stefan Reuter, Direktor der Klinik für Innere Medizin, Infektiologie, Pneumologie und Osteologie des Klinikums Leverkusen, ausführlich und sehr verständlich über Funktionsweise und Wirkung des Impfstoffs.

Der erfahrende Internist und Infektiologe beantwortet häufig gestellte Fragen in Zusammenhang mit der Impfung, zum Beispiel, ob auch von COVID-19 genesene sowie sehr alte oder schwer erkrankte Menschen geimpft werden sollten.

Prof. Dr. med. Stefan Reuter, Leiter der Infektionsmedizin im Klinikum Leverkusen; © Stadt Leverkusen

Prof. Dr. med. Stefan Reuter, Leiter der Infektionsmedizin im Klinikum Leverkusen; © Stadt Leverkusen

Die FAQ-Seiten der Stadt Leverkusen mit den Erklärvideos von Prof. Dr. Reuter sind hier abrufbar.

Prof. Dr. med. Stefan Reuter ist Absolvent des mibeg-Instituts.