Archiv des Autors: Barbara Rosenthal

Anerkennung zunächst versagt: Finanzielle Einbußen für Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte auf Covid-19-Stationen

Aktuell berichtet die Badische Zeitung über Klinikbeschäftigte, die sich wehren, da sie finanzielle Einbußen aufgrund ihrer Tätigkeit auf Covid-19-Stationen hinnehmen mussten. Der Personalrat der betroffenen Klinik dringt in Gesprächen mit der Klinikleitung auf einen raschen finanziellen Ausgleich, die Klinikleitung selbst zeigte Verständnis für die Unzufriedenheit der Betroffenen und sucht einvernehmliche und rechtskonforme Lösungen.

In der sog. ersten Welle der Corona-Pandemie hatte die hier betroffene Uniklinik wegen des erwarteten Patientenaufkommens spezielle Covid-19-Stationen eingerichtet, die im Schichtbetrieb geführt wurden. Durch diese Regelung entfielen die Bereitschaftsdienste und die damit verbundenen Zulagen. Für eine Intensivpflegekraft bedeutete dies teilweise eine Einbuße von über 400 € pro Monat, bei Ärzten konnte dies ein Minus von 800 bis über 1500 € des normalen Bruttolohns ausmachen.

Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte haben sich bei der Behandlung von Covid-19-Patienten einem hohen Berufsrisiko ausgesetzt. Dieses Engagement kann wohl kaum durch finanzielle Einbußen konterkariert werden. Von daher ist es mehr als wünschenswert, wenn sich Klinikleitung und Personalrat rasch auf einen entsprechenden Ausgleich verständigen.

Corona-Warn-App verfügbar

Corona-Warn-AppHeute hat die Bundesregierung die Corona-Warn-App gestartet. Mit der App können Menschen anonym und schnell darüber informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Je mehr Menschen die Corona-Warn-App nutzen, desto schneller können in Zukunft Infektionsketten durchbrochen werden. »Die App ist kein Allheilmittel, aber ein wichtiges Instrument, um das Virus einzudämmen. Das geht am besten, wenn viele mitmachen. Das Virus können wir nur im Teamspiel bekämpfen«, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

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Bundesgesundheitsministerium regelt die Approbationsordnung für Ärzte, Zahnärzte und Apotheker während der Pandemie neu

Das Bundesministerium für Gesundheit hat einen Referentenentwurf vorgelegt: die Verordnung zur Regelung abweichender Vorschriften von den Approbationsordnungen für Ärzte, Zahnärzte und Apotheker bei Vorliegen einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (Abweichungsverordnung zu den Approbationsordnungen für Ärzte, Zahnärzte und Apotheker, kurz AbwZÄPrO, bei uns im Institut auch »Gute-Kenntnisprüfung-Gesetz« genannt 😉 ).

Die Verordnung soll demnach die Möglichkeit eröffnen, dass ärztliche Eignungs- und Kenntnisprüfungen nach der Approbationsordnung nun auch mit Simulationspatienten, Simulatorenmodellen oder Medien als Prüfungsmittel durchgeführt werden können, sofern dies die epidemische Lage von nationaler Tragweite erfordert (s. Bezug zur Verordnung vom 30. März 2020, § 12).

Die Handhabung der Kenntnisprüfung in der Zahnmedizin und der Pharmazie wird im Referentenentwurf nicht eigens thematisiert.

Wir sind präsent

Herzlich willkommen im mibeg-Institut: Nachdem Rechtsverordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Änderungen des Lehrangebots forderten, sind wir seit einigen Wochen wieder mit den vertrauten Präsenzangeboten für Sie da. Selbstverständlich beachten wir wie Sie die nun notwendigen Hygiene- und Abstandsregelungen und haben ein praktikables Konzept entwickelt, das eine gute Lehr- und Lernkommunikation ermöglicht. Wir danken für Ihre Mithilfe und Ihr Verständnis! Zudem haben wir ein Konzept von online-basierten Lehrmethoden entwickelt, das jederzeit bei Bedarf aktiviert und eingesetzt werden kann und viel Lob von Ihnen für den interaktiven Austausch bekommen hat. Dafür sagen wir herzlichen Dank! So sehen wir uns gut aufgestellt, mit Ihnen die noch vor uns liegende Zeit des besonderen gesundheitlichen Schutzes zu meistern. Wir freuen uns auf die nächsten Begegnungen mit Ihnen!

8 Minuten, 46 Sekunden

George Floyd starb in den USA durch rassistisch motivierte Gewalt, er wurde durch Polizisten getötet, sein Todeskampf dauerte 8 Minuten und 46 Sekunden. Sein Sterben wurde gefilmt, diese Aufnahmen erschüttern weltweit Menschen, die gegen Rassismus einstehen. Wir sind entsetzt und unsagbar traurig über diese Gewalt von Menschen gegen Menschen.

Auch in Deutschland erleben Menschen tagtäglich rassistische Angriffe und Schmähungen.

Shary Reeves und Carolin Kebekus haben einen »aktuellen Brennpunkt« produziert und lassen 8 Minuten und 46 Sekunden Menschen in Deutschland zu Wort kommen, die vom alltäglich durchlittenen Rassismus in Deutschland berichten. Der übliche ARD-Brennpunkt, der zu einer solchen Thematik erwartbar gewesen wäre, wurde leider nicht veranlasst. Deshalb weisen wir gern auf die Aktion von Reeves und Kebekus hin.