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Carola Dörfler an die Spitze der Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe GfG berufen

Die erfahrene Juristin Carola Dörfler übernimmt ab dem 1. Dezember 2018 die Leitung der Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe GfG. Sie wechselt hierzu von der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung nach Bonn.

Die Gutachtenstelle ist auf der Grundlage der Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) und der Kultusministerkonferenz (KMK) eingerichtet worden. Ihr kommt im Bereich der Anerkennungsverfahren für aus dem Ausland kommende Gesundheitsfachkräfte und Angehörige akademischer Heilberufe eine herausragende Stellung zu, da bei Anerkennungsverfahren ausländischer Abschlüsse hohe Qualitätsstandards erreicht werden müssen. Die Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe wurde bei der Zentralstelle für Ausländisches Bildungswesen (ZAB) im Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) im September 2016 eingerichtet.

Carola Dörfler leitete bereits im Auftrag der Gesundheits- bzw. Kultusministerkonferenz zusammen mit Andreas Dieckmann die Arbeitsgruppe, die die Gutachtenstelle konzipierte und ihre Arbeitsaufnahme forcierte. In der Gutachtenstelle arbeiten Experten der Zentralstelle für Ausländisches Bildungswesen, sowie Experten, die einem Gesundheitsberuf angehören, zusammen und bewerten die Qualifikationen von Antragstellenden. Dabei kommt sowohl gesundheitswissenschaftliche als auch interkulturelle sowie fremdsprachliche Kompetenz zum Einsatz, unterstützt durch die genaue Kenntnis der Bildungssysteme der Herkunftsstaaten. Die gesammelten „Informationen zu ausländischen Bildungssystemen und zur Bewertung der dort vorhandenen Qualifikationen werden über eine Datenbank bundesweit den zuständigen Behörden zur Verfügung gestellt, um Parallelfälle zügig und auf einheitlicher Datenbasis entscheiden zu können“, hieß es in einer entsprechenden Verlautbarung der Kultusministerkonferenz in 2016.

„Ich möchte meine Kenntnisse im Anerkennungsrecht dazu einsetzen, die Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe, die Behörden und damit auch die Antragstellenden zu unterstützen. Die GfG soll zu bundeseinheitlichen, transparenten und effektiven Anerkennungsverfahren beitragen, hierfür zu arbeiten ist eine schöne Aufgabe“, so Carola Dörfler.

Die Gutachtenstelle war zunächst im Pilotzeitraum auf eine Kapazität von 3000 Aufträgen taxiert worden, aber frühzeitig wurde ein wesentlich größerer Bedarf aus allen Bundesländern angemeldet. Sowohl der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, als auch der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, fordern die einheitliche, fachkompetente und rasche Prüfung von Dokumenten, die zur beruflichen Anerkennung vorgelegt werden. Der 121. Deutsche Ärztetag folgte dem Antrag des Marburger Bund Bundesverbandes unter Vorsitz von Rudolf Henke, die Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe GfG auszubauen und mit der Annahme und Bescheidung aller Anträge auf Gleichwertigkeitsprüfung im Rahmen von Anerkennungsverfahren zu beauftragen.

Wir gratulieren Carola Dörfler zur neuen Position und wünschen herzlich alles Gute.

Anerkennungsrecht in NRW und Anerkennungsqualifizierungen im Gesundheitswesen

Die G.I.B. NRW, Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung, lädt die Berater/innen zur beruflichen Entwicklung BBE zum 6. Austauschtreffen am 30. November 2018 ins Haus der Technik in Essen ein. Als Referenten beteiligen sich aus dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW Dr. Jens Stuhldreier, Reinhard Völzke und Sarah Weidemann sowie die Arbeitsmarktexperten der G.I.B., Josef Muth und Heike Ruelle.

In mehreren Workshops werden Projekte vorgestellt, so im Workshop 1 die Umsetzung des Anerkennungsrechts in der NRW-Gesundheitswirtschaft und die Vorstellung prüfungsvorbereitender Qualifizierungen zur Anerkennung von Angehörigen reglementierter Gesundheitsberufe. Hierzu referieren der zuständige Dezernent für die Anerkennung nicht-akademischer Gesundheitsberufe im Landesprüfungsamt bei der Bezirksregierung Düsseldorf, Lukas Schmülling, und Erziehungswissenschaftlerin Barbara Rosenthal, Leiterin der mibeg-Institute, die das Programm IQuaMed konzipiert hat.

»Aktion Neue Nachbarn« der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln

Erneut lud Projektreferentin Beatrice Probson ein, um über das Projekt »Willkommen Kollege! Willkommen Kollegin!« zu berichten. Ziel des erfolgreich auf den Weg gebrachten Projekts ist es, bis Ende April 2019 für 100 geflüchtete Personen bei katholischen Anstellungsträgern im Erzbistum Köln einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz einzurichten. Hauptreferentin des Treffens war Stephanie Schmidt, Referentin der Arbeitsagentur der Regionaldirektion NRW, die die Förderungsgrundlagen der Qualifizierungsmaßnahmen für Geflüchtete vorstellte und erläuterte und intensiv den Dialog zu den anwesenden Projektleitern suchte.

Im Rahmen des Austauschs und des Engagements des Caritasverbandes berichtete auch die Pflegedirektorin des Kölner Heilig-Geist-Krankenhauses Susanne Krey, die kürzlich als Arbeitgeberin des Monats durch die Caritas ausgezeichnet wurde. Susanne Krey ist seit über 30 Jahren in der Pflege engagiert und setzt sich derzeit ganz besonders für die Gewinnung ausländischer Pflegekräfte und die Integration von Migrant/innen ein. Im Verbund mit der Katholischen Pflegeschule »Louise von Marillac-Schule« gibt es auch die Möglichkeit, einen modularisierten Anpassungslehrgang zu absolvieren, um die berufliche Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in zu erlangen, ebenso wie in der Katholischen Pflegeschule »Akademie für Gesundheitsberufe gGmbH Wuppertal«. Die Projekte starteten mit einer Förderung durch das Netzwerk IQ.

23. Forum Migration der Otto Benecke Stiftung e.V.

Zum 23. Mal lädt die Otto Benecke Stiftung e.V. zur Diskussion mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Verbänden und Migrantenorganisationen ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 6. Dezember 2018 im Post Tower in Bonn statt. Unter den Referenten ist Alexander Pröbstl, Pflegedirektor der Uniklinik Bonn. Die Universitätsklinik Bonn engagiert sich ganz besonders bei der Integration ausländischer Pflegefachkräfte. Wir berichteten.

Interessenten am Forum Migration finden hier weitere Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung.

2. Fachforum: welcome@healthcare – Interkulturelle Praxis in Einrichtungen des Gesundheitswesens

Zum 2. Fachforum unter dem Thema »Interkulturelle Praxis in Einrichtungen des Gesundheitswesens« lädt welcome@healthcare am 5. Dezember 2018 nach Wuppertal ein. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Programm

09:30 Uhr Stehcafé

 

10:00 Uhr Begrüßung

Andreas Johnsen, Arbeitsausschuss Migration der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen
Gerhard Herrmann, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

10:30 Uhr Auf den Punkt: Aktuelles aus der Arbeit der Koordinierungsstelle

Anja Stahl, Fachreferentin Migration und Flüchtlinge, welcome@healthcare, Wuppertal
Sebastian Riebandt, Fachreferent Gesundheit und Pflege, welcome@healthcare, Wuppertal

11:00 Uhr Interkulturelle Öffnung am Beispiel der Gesundheitsversorgung

Prof. Dr. Veronika Fischer, Hochschule Düsseldorf

11:30 Uhr Kultursensibilität in den therapeutischen und pflegerischen Gesundheitsfachberufen. Die Entwicklung eines gemeinsamen Modulhandbuchs für therapeutische und pflegerische Gesundheitsfachberufe.

Prof. Dr. Guido Heuel, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Köln

12:00 Uhr Mittagessen und Netzwerken

 

13:00 Uhr Austauschforen

 

15:00 Uhr Zusammenfassung der Austauschforen

 

15:30 Uhr Wie kann die Arbeit in multiethnischen Teams in stationären Pflegeeinrichtungen gelingen?

Dr. Maya Stagge, F+U Rhein-Main-Neckar gGmbH, Darmstadt

16:00 Uhr Chancen und Herausforderungen der interkulturellen Praxis. Perspektiven aller Projekt-beteiligten auf die Integration von Geflüchteten im Augustinus Memory-Zentrum in Neuss

Dr. Andrea Kuckert-Wöstheinrich, St. Augustinus Memory-Zentrum, Neuss
Dr. David Berchem, Ruhr-Universität Bochum

16:30 Uhr Ende der Veranstaltung

 

Moderation der Veranstaltung: Michael Brocker, Journalist und WDR-Moderator, Köln


Austauschforen

Forum I: Fit für den Umgang mit Vielfalt im Krankenhaus!“ Wie stellt sich eine Gesundheitseinrichtung auf die wachsende Diversität der Patientinnen und Patienten und der Belegschaft ein?

Virginia Gamarra de Lang, Stadt Freiburg
Sabine Rohde, Universitätsklinikum Freiburg

Moderation: Heidemarie Rotschopf, Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e. V., Düsseldorf


Forum II: Interkulturelle Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege.

Dr. Annette Lauber, Irmgard-Bosch-Bildungszentrum, Stuttgart

Moderation: Anja Stahl, welcome@healthcare, Wuppertal


Forum III: Ich und du und wir: Diversity und Zufriedenheit im Team als Schlüssel gelingender Personalpolitik in der Altenhilfe.

Dr. Christine Böhmig, Diakonisches Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden e. V., Karlsruhe

Moderation: Ekaterina Rauzin, Der Paritätische NRW, Düsseldorf


Forum IV: Diversität(en) in Teams der Versorgung am Lebensende –  eine Frage der Organisationsethik? Perspektiven von Führungskräften der Pflege und Sozialen Arbeit zu Chancen und Entwicklungspotenzialen.

Silke Migala, Freie Universität Berlin

Moderation: Sebastian Riebandt, welcome@healthcare, Wuppertal


Anmeldung und Kontakt

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Die verbindliche Anmeldung ist ab sofort und bis zum 27. November 2018 möglich.

Zur Anmeldung.

Kontakt bei organisatorischen Fragen zur Veranstaltung:

Christine Heidtfeld
T: 0202 28 22 228
E: heidtfeld(at)paritaet-nrw(dot)org

Kontakt bei fachlichen Fragen zur Veranstaltung:

Sebastian Riebandt
T: 0202 28 22 218
E: riebandt(at)paritaet-nrw(dot)org