Anerkennung: Ausländische Gesundheitsfachkräfte

Bundesministerium des Innern und KMK erleichtern Zeugnisbewertungen für ausländische Fachkräfte

Das Bundesministerium des Innern und die Kultusministerkonferenz (KMK) haben aktuell einen Kooperationsvertrag zur Digitalisierung der Zeugnisbewertung geschlossen. Mit dieser finanziellen Unterstützung schafft das Bundesministerium im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes eine wesentliche Schnittstelle für die beschleunigte Fachkräfteanerkennung von ausländischen Interessenten, Bewerberinnen und Bewerbern. Damit werden endlich die digitalen Voraussetzungen geschaffen, um die Anerkennung ausländischer Zertifikate zukünftig besser und rascher zu ermöglichen. Zugleich erhoffen sich das Bundesministerium und die KMK Hinweise hinsichtlich der Transformation analoger Dienstleistungen in digitale Plattformen. Die gemeinsame Zielvision lautet:

»Ende 2023 läuft der gesamte Prozess aller Zeugnisbewertungen bei der ZAB Ende-zu-Ende auf einer ganzheitlichen Informations- und Kommunikationsplattform, die sich in das Gesamtkonzept der Fachkräfteintegration einfügt. Alle Prozessschritte erfolgen auf der Plattform medienbruchfrei, ortsunabhängig, transparent, sicher und effizient. Diese Effizienz ist messbar: die Ausstellung erfolgt innerhalb von 6 Wochen, 80 % der Bewertungen laufen standardisiert und die Kundenzufriedenheit liegt mindestens bei 90%«

Die Umsetzung dieses Projektvorhabens ist ein wichtiger Schritt. In Deutschland erschweren mangelnde digitale Arbeitsverfahren immer noch sehr die gewünschte Fachkräfteintegration.

»Passion Chirurgie«: Fachkräftegewinnung in der Chirurgie

Passion Chirurgie: Fachkräftegewinnung in der Chirurgie
Über die Fachkräftegewinnung von chirurgischen Assistenzärztinnen und Assistenzärzten, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen, um sich hier zum Facharzt fortbilden zu lassen, berichtet Erziehungswissenschaftlerin Barbara Rosenthal, Leiterin der mibeg-Institute, in einem Aufsatz für »Passion Chirurgie«, der Fachzeitschrift des Bundesverbandes der Deutschen Chirurgen.

Ausländische Physiotherapeut/innen: Rasche Vorbereitung auf die Berufszulassung – Starttermine 2021 / 2022

Praxisseminar Physiotherapie zur Vorbereitung auf die Anerkennung als PhysiotherapeutDas mibeg-Institut hat über das Programm IQuaMed ein Seminar für ausländische Physiotherapeut/innen entwickelt, das in Theorie und Praxis auf die Berufszulassung vorbereitet. Die Weiterbildung wird mit dem Physiotherapieverbund bene+ in NRW durchgeführt und vermittelt alle für eine Berufszulassung relevanten und in Anerkennungsbescheiden geforderten Kenntnisse in Theorie und Praxis.

Die Theoriephase des Praxisseminars Physiotherapie umfasst alle wesentlichen Inhalte, die regelmäßig in Bescheiden zur Gleichwertigkeit gefordert werden und gibt einen umfassenden Einblick in den Aufgabenbereich von Physiotherapeut/innen in Deutschland. Mit zwei passgenauen Praxismodulen können noch fehlende Praxisbereiche vor der Berufszulassung ausgeglichen werden.

Mit dem Konzept konnten sich bereits viele Physiotherapeuten in Nordrhein-Westfalen auf die Berufszulassung erfolgreich vorbereiten. Das Konzept ist mit dem zuständigen Landesprüfungsamt abgestimmt. Die Seminarteilnahme kann zu 100 % über einen Bildungsgutschein gefördert werden, wenn die individuellen Voraussetzungen vorliegen.

Wir beraten sowohl Anerkennungsinteressierte wie auch künftige Arbeitgeber gerne über diese Qualifizierungsmöglichkeit. Hier der Überblick über die Starttermine 2021 / 2022:

  • 6. September 2021
  • 14. Februar 2022
  • 13. Juni 2022
  • 17. Oktober 2022

Die Seminare werden in Herne durchgeführt.

Anerkennungssuchende oder Arbeitgeber wenden sich bitte an das mibeg-Institut Medizin:

mibeg-Institut Medizin
Christian Kühlwein
Sachsenring 37–39
50677 Köln
Tel. 0221-33 60 4 -610
Fax 0221-33 60 4 -666
E-Mail medizin@mibeg.de

Programm IQuaMed: Anerkennungsqualifizierungen für Gesundheitsberufe 2020 starten

Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker und Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen, um hier zu leben und zu arbeiten, müssen sich wie alle weiteren Angehörige reglementierter Gesundheitsberufe ihren Beruf anerkennen lassen. Zuvor müssen die fachsprachlichen Kenntnisse, teilweise aber auch die fachlichen Kenntnisse auf die Gleichwertigkeit hin geprüft und sogenannte Anerkennungsprüfungen absolviert werden. Das mibeg-Institut Medizin bereitet mit vielen Partnern aus dem Gesundheitswesen auf diese Anerkennung vor.

Ab dem 7. Januar starten wieder unsere Informationsseminare »Wege zur Anerkennung«. Hier beraten wir Interessentinnen und Interessenten, wie sie ihre berufliche Anerkennung erreichen können, welche Schritte erforderlich sind und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. Auf diesen Informationsseminaren erfahren Sie zugleich, welche Qualifizierung für Sie richtig ist, um schnellstmöglich Ihre berufliche Anerkennung zu bekommen.

Wir beraten Sie gern und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Zugleich sagen wir allen Absolventinnen und Absolventen herzlichen Dank, die sich im letzten Jahr bei uns mit netten Mails oder persönlich gemeldet haben und gratulieren ganz herzlich allen, die bereits erfolgreich in ihrem Beruf arbeiten können.

Bezirksregierung Münster in NRW ab 2020 erneut allein zuständig für die Anerkennung der Gesundheitsberufe

Nach dem Beschluss des Landeskabinetts NRW ist es jetzt auch offiziell: Die Anerkennung  ausländischer Abschlüsse in Gesundheitsberufen soll ab 2020 zentral durch die Bezirksregierung Münster erfolgen. Antragsteller wenden sich künftig direkt an die entsprechende Abteilung bei der Bezirksregierung Münster. Nicht nur Gesundheitsfachkräfte wie Gesundheits- und Krankenpfleger, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten bekommen dann dort auf Antrag ihren entsprechenden Bescheid, sondern auch Angehörige akademischer Heilberufe, zu denen Ärzte, Zahnärzte und Apotheker gehören.

Dass die Zuständigkeit für diese Bereiche nach Westfalen geht, gehört sicher zu den Lieblingsprojekten des nordrhein-westfälischen Arbeits- und Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann, der sich die Beschleunigung von Anerkennungsverfahren ganz oben auf die politische Agenda gesetzt hat. Was der Öffentlichkeit jetzt allerdings als Ende der »Zersplitterung« vorgestellt wird, ist nichts anderes als die Verlagerung von Düsseldorf nach Münster. Alle Gesundheitsfachberufe waren in den letzten Jahren zentral bei der Bezirksregierung Düsseldorf in der Verwaltungszuständigkeit, und dort ist auch das Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie angesiedelt.

Dezentral organisiert, also verteilt über fünf Bezirksregierungen in NRW, war lediglich die Zuständigkeit für die akademischen Heilberufe. Da das ständige politische Auf und Ab zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung, das natürlich auch mit entsprechenden Kosten verbunden ist, bürgernah präsentiert werden muss, wird das Ganze mit dem Anspruch der Beschleunigung der Verfahren begründet. Zudem soll Münster nicht das neue Reiseziel für Antragsteller werden, da die Anträge zukünftig vor allem digital bearbeitet werden sollen.

Die Beauftragung der Bezirksregierung Münster, die die Verfahren bereits vor einigen Jahren zentral für NRW verantwortete, setzt voraus, dass auch entsprechende Ressourcen bereitgestellt werden, sowohl im Personalbereich als auch im Bereich der Sachausstattung, insbesondere im Bereich der EDV. Hierzu wurde allerdings bislang nichts verlautbart.

Bei einer Fachtagung des Bundesgesundheitsministeriums Ende 2018 hat das mibeg-Institut Medizin bereits in Bezug auf die Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe GfG deutlich gemacht, dass die wünschenswerten schnelleren und transparenteren Anerkennungsverfahren nicht nur politisch gefordert werden sollten, sondern dass die mit der Abwicklung beauftragten zuständigen Stellen auch mit den entsprechenden Mitteln ausgestattet werden müssen. Weiterlesen