Anerkennung: Anerkennungsqualifizierung

Leitfaden für die Beratung zu § 16d Aufenthaltsgesetz

Leitfaden für die Beratung zu § 16d AufenthGEine Hilfe für Beraterinnen und Berater haben die IQ Fachstelle Beratung und Qualifizierung und die IQ Fachstelle Einwanderung zusammengestellt und herausgegeben. Der Leitfaden für die Beratung zu § 16d Aufenthaltsgesetz gibt den Anerkennungsberater:innen, die an der Schnittstelle Einwanderung und Anerkennungsberatung und -qualifizierung arbeiten, wichtige Informationen an die Hand.

Zahlreiche Bundesministerien und die Bundesagentur für Arbeit haben die Erstellung des Leitfadens beratend begleitet.

§ 16d AufenthG regelt die Bedingungen der Möglichkeit des Aufenthalts in Deutschland für Einreisende, die noch eine Qualifizierung absolvieren müssen, um ihre Berufsqualifizierung anerkennen zu lassen.

Praxisseminar Pflege: Erfolgreich die Kenntnisprüfung bestanden

Praxisseminar Pflege des mibeg-Instituts in Kooperation mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen

Praxisseminar Pflege des mibeg-Instituts in Kooperation mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen

19 strahlende Gesichter: Mit dem Praxisseminar Pflege haben sich gezielt Pflegefachkräfte auf die Kenntnisprüfung vorbereitet und direkt bestanden. Sie haben alle am Praxisseminar Pflege teilgenommen, das das mibeg-Institut in Kooperation mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen durchgeführt hat. Trotz der erschwerten Lernbedingungen durch die Pandemiesituation haben sich die Pflegefachkräfte theoretisch wie praktisch auf die Anforderungen vorbereitet, die die Prüfung an sie stellt.

Die Kenntnisprüfung ist Teil des Praxisseminars Pflege und findet am Ende des Seminars statt. Sie wurde durch das Landesprüfungsamt abgenommen. Den Pflegefachkräften wird nach der anspruchsvollen Prüfung die Gleichwertigkeit zum hiesigen Ausbildungsstand attestiert, und sie erhalten die Berufszulassung als Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. zukünftig als Pflegefachfrau / -mann.

Obwohl viele Einheiten des Theorieunterrichts nur online vermittelt werden konnten, gab es eine sehr gute Lernatmosphäre, die durch viel Fröhlichkeit und Herzlichkeit im Umgang miteinander geprägt war.

Dass dieses Seminar sich in dieser positiven Atmosphäre entwickeln konnte, liegt vor allem an der hohen pflegepädagogischen Kompetenz der Pflegewissenschaftlerin Manuela Bellarosa, die es mit ihren Dozentinnen und Dozenten und Pflegeschulleiter Reinhard Dummler erneut geschafft hat, Menschen aus vielen Nationen fachlich zu qualifizieren und für die Krankenpflege in Deutschland zu begeistern.

Die Teilnehmer:innen haben ihre Arbeitsverträge als Pflegefachkräfte bereits unterschrieben. Das Spektrum der Arbeitsgebiete reicht von der ambulanten Altenpflege bis zur hochspezialisierten Intensivpflege in Kliniken.

Blumen für Manuela BellarosaDa wir coronabedingt nicht unsere geschätzten Teilnehmer:innen in allen Prüfungsabschnitten persönlich begleiten konnten, haben sie uns mit einer Fotocollage überrascht, für die wir uns ganz herzlich bedanken.

Wir gratulieren allen unseren Teilnehmer:innen auf das Herzlichste und freuen uns schon jetzt auf den neuen Kursstart des Praxisseminars Pflege am 16. März 2021 in Zusammenarbeit mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen.
Unseren Blumenstrauß für Manuela Bellarosa dürfen wir wenigstens schon mal virtuell übermitteln. 🙂

Programm IQuaMed: Anerkennungsqualifizierungen für Gesundheitsberufe 2020 starten

Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker und Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen, um hier zu leben und zu arbeiten, müssen sich wie alle weiteren Angehörige reglementierter Gesundheitsberufe ihren Beruf anerkennen lassen. Zuvor müssen die fachsprachlichen Kenntnisse, teilweise aber auch die fachlichen Kenntnisse auf die Gleichwertigkeit hin geprüft und sogenannte Anerkennungsprüfungen absolviert werden. Das mibeg-Institut Medizin bereitet mit vielen Partnern aus dem Gesundheitswesen auf diese Anerkennung vor.

Ab dem 7. Januar starten wieder unsere Informationsseminare »Wege zur Anerkennung«. Hier beraten wir Interessentinnen und Interessenten, wie sie ihre berufliche Anerkennung erreichen können, welche Schritte erforderlich sind und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. Auf diesen Informationsseminaren erfahren Sie zugleich, welche Qualifizierung für Sie richtig ist, um schnellstmöglich Ihre berufliche Anerkennung zu bekommen.

Wir beraten Sie gern und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Zugleich sagen wir allen Absolventinnen und Absolventen herzlichen Dank, die sich im letzten Jahr bei uns mit netten Mails oder persönlich gemeldet haben und gratulieren ganz herzlich allen, die bereits erfolgreich in ihrem Beruf arbeiten können.

Wie kann ich ein Visum zur Anerkennung meiner Berufsqualifikation erhalten?

make-it-in-germany.com
Immer wieder erreichen uns Anfragen aus dem Ausland mit der Bitte um Informationen, wie eine Anerkennung der Berufsqualifikationen vor sich geht und wie man ein Visum für einen Aufenthalt im Rahmen eines Anerkennungs- und Bewerbungsverfahrens erhält.

Das Portal der Bundesregierung make-it-in-germany.com hält in mehreren Sprachen sehr gute Informationen bereit.

»Wenn Sie aus einem Nicht-EU-Staat kommen, benötigen Sie für die Teilnahme an einem solchen Programm in der Regel einen Aufenthaltstitel zum Zweck der Anerkennung der Berufsqualifikationen (§17a AufenthG). Dafür müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ihre zuständige Anerkennungsstelle hat im Anerkennungsbescheid festgestellt, dass Sie noch einen weiteren Kurs in Theorie oder Praxis absolvieren müssen, um die volle Anerkennung Ihrer Qualifikation zu erhalten.
  • Um ein Visum beantragen zu können, müssen Sie nachweisen, dass Sie sich für einen solchen Kurs erfolgreich angemeldet haben. Sollte es sich dabei um einen überwiegend praktischen Lehrgang in einem Betrieb handeln, muss dieser Betrieb einen Weiterbildungsplan aufstellen, der darlegt, wie Sie für die Anerkennung erforderlichen Qualifikationen erarbeiten können. Außerdem soll der Weiterbildungsplan auch darlegen, welches Gehalt der Betrieb Ihnen während des praktischen Lehrgangs zahlt.
  • Um ein Visum zu erhalten, müssen Sie nachweisen, dass Sie genügend finanzielle Mittel für Ihren Aufenthalt haben. Um welchen Betrag es sich dabei konkret handelt und wie Sie die finanziellen Mittel nachweisen müssen, erfahren Sie auf der Webseite der Deutschen Botschaft in Ihrem Heimatland. Die Adresse der für Sie zuständigen deutschen Botschaft finden Sie auf unserer Weltkarte ›Ansprechpartner vor Ort‹.
  • Wenn Sie die Unterlagen zusammen haben, können Sie das Visum bei der für Sie zuständigen Auslandsvertretung beantragen. Nach Einreise erhalten Sie bei der Ausländerbehörde in Deutschland Ihre Aufenthaltserlaubnis für die gesamte Dauer des Kurses einschließlich einer anschließenden Prüfung, höchstens jedoch für 18 Monate.
  • Sollten Sie neben Ihrem Qualifizierungskurs arbeiten wollen, ist dies ohne Weiteres möglich: In Ihrem eigenen Berufsfeld kann es sich um mehr als 10 Stunden handeln, in einem anderen Berufsfeld dürfen Sie nur maximal 10 Stunden arbeiten. So können Sie zum Beispiel während eines Qualifizierungskurses im Bereich Krankenpflege nebenbei mehr als zehn Stunden bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber arbeiten, in dem Sie bei den Pflegearbeiten mithelfen.«

Diese und viele weitere Hinweise finden Sie über diesen Link.

This information is also available in English.

Informationen zu den Qualifizierungsprogrammen finden Sie auf der Website des mibeg-Instituts Medizin.

 

Jobcenter Wuppertal: Großes Engagement für berufliche Anerkennung und Integration von Gesundheitsfachkräften

Zu einem Expertenaustausch sind Anerkennungsspezialisten des mibeg-Instituts Medizin gern einer Einladung ins Jobcenter Wuppertal gefolgt. In großer Runde fand ein Austausch zur aktuellen Verfahrenspraxis der zuständigen Stellen bei der beruflichen Anerkennung von aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzten, Zahnärzt/innen und Apotheker/innen statt. Bei Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Physiotherapeut/innen und Hebammen wurden intensiv die optimierten Verfahren bei der beruflichen Anerkennung diskutiert.

Expertenaustausch im Jobcenter Wuppertal mit dem mibeg-Institut

Expertenaustausch im Jobcenter Wuppertal mit dem mibeg-Institut

Was sind die schnellsten Wege zur beruflichen Integration von aus dem Ausland kommenden Gesundheitsfachkräften? Wie läuft eine Fachsprachprüfung ab? Wie ist eine Kenntnisprüfung strukturiert? Wie sieht eine optimale Vorbereitung auf diese Prüfungen aus? Welche sprachlichen Voraussetzungen müssen für eine dauerhafte berufliche Integration im Bereich der Deutschkenntnisse erworben werden? Was sind die Anforderungen des Arbeitsmarktes für Gesundheitsberufe? Wie kann eine Integrationskette lückenlos aufgebaut werden? Wie kann ein Approbationstourismus vermieden werden? Und schlussendlich: Welche Integrationserfolge gibt es, insbesondere durch die gute Zusammenarbeit zwischen Anerkennungsberatung, Anerkennungsqualifizierung und Arbeitsvermittlung durch die Jobcenter?

Diese und viele andere Fragen mehr standen im Mittelpunkt des Fachgesprächs. Die Arbeitsvermittlungsprofis des Jobcenters Wuppertal und weiterer Einrichtungen und Initiativen der Stadt Wuppertal bewerteten den Input von Seiten des mibeg-Instituts als sehr positiv. Wir danken Ilka Brehmer, Fachreferentin Jobcenter Wuppertal, für die Gestaltung und Moderation des Expertenaustauschs. Von Seiten des mibeg-Instituts referierten Barbara Rosenthal, Carina Schmidt und Christian Kühlwein.