Anerkennung: Auszeichnung

Bundeskanzlerin zeichnet ein mit Bundesmitteln gefördertes Projekt aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel; © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Bundeskanzlerin Angela Merkel; © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Ein mit Bundesmitteln gefördertes Projekt eines Bundeslandes wurde aktuell durch die Bundeskanzlerin ausgezeichnet. Die verdiente Belobigung ging an den Präsidenten einer berufsständischen Kammer auf Bundesebene, die ein Projekt umsetzt, das ein Bundesgesetz begleitet. Ausgesucht wurde der Preisträger durch den vormaligen Chef einer Bundesbehörde und eines Bundesamtes, auf Vorschlag von Organisationen auf Bundesebene.

Die Kammer hat im Rahmen eines dreijährigen Qualifizierungsprojekts 57 zukünftige Kammermitglieder, die, aus dem Ausland kommend, ihre berufliche Anerkennung hier suchen, auf Prüfungen vorbereitet, die die Kammern in vielen Bundesländern selbst abnehmen. Damit wird dringend gesuchtes Personal für das Bundesland gewonnen und zugleich eine Projektförderung der Kammer ermöglicht.

Mit dabei im Projekt ist noch eine private Consultingfirma, die, ebenfalls durch Bundesmittel gefördert, in diesem Bundesland per Vertrag beauftragt ist, alle Anerkennungssuchenden in diesem Bereich zu beraten und die so Beratenen auf das eigene Projekt, ebenfalls mit Bundesmitteln unterstützt, hinweisen kann.

Dieses Integrationsprojekt wird nun ausgezeichnet, eines von knapp vierhundert vergleichbaren Beratungs- und Qualifizierungsprojekten, die der Bund über ein bundesweites Netzwerk auf den Weg brachte. Eine dpa-Meldung sorgte für bundesweites Marketing, in Bayern verpasste es leider eine Zeitung, die Sperrfrist der Meldung einzuhalten, und so brachte ein bundesweit agierender Newsticker der besagten Berufsbranche unter dem Titel »Verwirrung um Auszeichnung« die Rede der Bundeskanzlerin kurzfristig in Gefahr, die ja noch Spannung über den Preisträger vermitteln wollte, während die News schon über den Ticker lief.

Dabei hat das Bundesland eigentlich Profis für das bundesweite Marketing anzubieten: Eine Meldung der besagten Consultingfirma brachte es bereits zuvor mit einem ebenso mit Bundesmitteln geförderten Projekt auf die Website der Bundesregierung. Unter dem Titel »Flüchtlinge leisten hippokratischen Eid« wurden Deutschsprachkurse für eine Berufsgruppe beworben. Warum Geflüchtete diesen Eid ablegen sollen, wo im Bundesgebiet nicht einmal Ärztinnen und Ärzte dies tun, erschloss sich dabei über das Bundespresseamt nicht so ganz. Die Bundeskanzlerin verlieh jedenfalls am 11.11. den Preis diesem auszeichnungswürdigen Projekt. Wir gratulieren herzlich!

Andrea Albrecht ist die Pflegemanagerin des Jahres

Eine besondere Auszeichnung für ihre erfolgreiche Arbeit erhielt Andrea Albrecht, Pflegedirektorin des Städtischen Lukaskrankenhauses Neuss: Sie wurde zur Pflegemanagerin des Jahres ernannt. Zur Preisträgerin vorgeschlagen wurde sie von Fachkollegen, auch dies ist eine besondere Auszeichnung. Über 1700 Pflegemanager, Pflegekräfte aus allen Versorgungsbereichen, Lehrende der Gesundheitsberufe und Vertreter von Berufsverbänden nahmen an dem von Springer Pflege organisierten Kongress teil, auf dem der Preis verliehen wurde.

Wir gratulieren Andrea Albrecht herzlich.

Springer Pfllege Kongress, © Springer Pflege / Britta Pedersen

Auftakt zum Pflegekongress mit (v.l.n.r.) Falk H. Miekley (Director Professional Care, Springer Pflege), Andrea Albrecht (Pflegedirektorin Lukaskliniken Neuss), Andreas Westerfellhaus (Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung), Oberin Doreen Fuhr (DRK-Schwesternschaft Berlin e.V.), Alexander Warnke (Pfleger bei den DRK-Kliniken Berlin und Gründer der Kreativwerkstatt).
© Springer Pflege / Britta Pedersen

Andreas Westerfellhaus, Staatssekretär und Bevollmächtigter der Bundesregierung, zeigte sich während seines Grußwortes vor der Preisverleihung beeindruckt: »Als Jury-Mitglied konnte ich mich persönlich von der herausragenden Qualität der Nominierungen überzeugen. Wir sehen hier eine Generation an Pflegemanagern, die endlich das Selbstbewusstsein mitbringen, das sie für eine starke Pflege benötigen.«

Die Pflegedirektorin Andrea Albrecht gehört zu den ersten Pflegeexperten, die sich für die Integration und Anerkennung ausländischer Gesundheitsfachkräfte engagiert hat und das Programm IQuaMed des mibeg-Instituts Medizin von Beginn aktiv im Wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Sie hat die Konzepte für modularisierte Anpassungslehrgänge und das Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung Krankenpflege beratend begleitet und hat aktiv im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen dafür gestritten, das auch in NRW solche Projekte initiiert werden konnten, die ausländischen Pflegefachkräften einen raschen Weg zur beruflichen Anerkennung ermöglichen.

Dr. med. Gerd Herold mit der Johannes-Weyer-Medaille ausgezeichnet

Unsere Teilnehmer, die sich auf Fachsprach- und Kenntnisprüfungen vorbereiten, kennen sein Standardwerk alle, und es wird seit Jahrzehnten im mibeg-Institut Medizin in stets aktualisierter Form eingesetzt: Das skriptartige Lehrbuch »Innere Medizin«, kurz überall »Der Herold« genannt, gehört zu den wichtigsten Lehrbüchern, die angehende und bereits klinisch tätige Ärzte studieren, um sich die wichtigsten Kapitel der Inneren Medizin aufzurufen.

Der Herausgeber des Lehrbuchs »Innere Medizin«, Dr. med. Gerd Herold, wurde nun durch Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, mit der höchsten Auszeichnung der nordrheinischen Ärzteschaft bedacht. Im Rahmen einer Festveranstaltung wurde Gerd Herold die Johannes-Weyer-Medaille verliehen. An dem jährlich aktuell herausgegebenen Lehrbuch arbeiten zahlreiche Dozenten mit, und es wurde in viele Sprachen übersetzt. So gibt es neben einer englischen und französischen Ausgabe auch eine albanische, griechische, italienische, persische, polnische, rumänische, russische, schwedische, serbokroatische, spanische und ungarische Ausgabe.

Wir gratulieren herzlich!