Anerkennung: Barbara Rosenthal

Barbara Rosenthal im Interview mit KMA Online: »Weiterbildungen brauchen den direkten Austausch«

Den Interviewfragen von KMA Online zur Thematik der ärztlichen Weiterbildung im Bereich der Krankenhausleitung für Ärztliche Direktoren, aber auch im Bereich der Qualifizierung aus dem Ausland kommender Pflegefachkräfte stellte sich Erziehungswissenschaftlerin Barbara Rosenthal, Leiterin der mibeg-Institute, die das Programm IQuaMed konzipiert hat.

Ärztliche Fachsprachprüfung in Rheinland-Pfalz bestanden – Karrierestart in der Eifel

Die ärztliche FachsprachprüfungIn einem Klinikum in der Eifel, das zu einem renommierten Klinikverbund gehört, startet Diana Z. ihre Karriere als Ärztin in Deutschland. Das Klinikum bietet ihr eine Weiterbildung zur Fachärztin an, nachdem sie zuvor schon ein Praktikum in Trier absolvieren konnte.

Die Ärztin hat in Damaskus, Syrien, Medizin studiert und einen sehr guten Abschluss erzielt. In Deutschland hat sie intensiv die deutsche Sprache gelernt und sich auf die anspruchsvolle Fachsprachprüfung vor der Ärztekammer in Rheinland-Pfalz vorbereitet.

Hierzu hat sie den vierwöchigen Intensivkurs Fachsprache Medizin des mibeg-Instituts Medizin gewählt. Das mibeg-Institut führt diesen Kurs, der viele hundert Absolvent:innen auf die ärztliche Fachsprachprüfung vorbereitet hat, regelmäßig in Kooperation mit dem Marburger Bund Landesverband Nordrhein-Westfalen / Rheinland-Pfalz durch.

Chef- und Oberärzt:innen unterrichten im Seminar die aus dem Ausland kommenden Kolleginnen und Kollegen und vermitteln fachsprachliches Wissen insbesondere in den Fächern Innere Medizin, Chirurgie, Radiologie, Strahlenschutz und Notfallmedizin. Dazu kommen viele Informationen über die Anforderungen im klinischen Arbeitsalltag, den Umgang mit Patient:innen, medizinische Dokumentation und ärztliches Qualitätsmanagement. Die Kurse können zu 100 % öffentlich gefördert werden über Bildungsgutscheine der Jobcenter und Arbeitsagenturen.

Die Teilnehmerin hat begeistert mitgemacht und in Mainz die Prüfung vor der Bezirksärztekammer Rheinhessen bestanden.

Die Seminarleiterin des mibeg-Instituts, Carina Schmidt, freut sich, dass auch in der pandemischen Situation eine intensive Vorbereitung auf die ärztliche Fachsprachprüfung gut gelingt. Die Ärztekammern prüfen im gesamten Bundesgebiet und bieten regelmäßig Termine an.

Zwar gibt es pandemiebedingt zurzeit in einigen Bundesländern die Möglichkeit, eine vorläufige Berufserlaubnis auch ohne Fachsprachprüfung zu erlangen, aber die Ärztinnen und Ärzte wissen, dass sich für sie dadurch wenig Vorteile ergeben. Die Fachsprachprüfung und häufig auch die Kenntnisprüfung müssen gleichwohl abgelegt werden, die klinische Tätigkeit wird später nicht auf eine fachärztliche Weiterbildungszeit angerechnet.

»Und viele Kliniken spiegeln uns zurück, dass sie diese politisch auf den Weg gebrachte Unterstützungsmaßnahme in ihrer Personalnot kaum gebrauchen können«, sagt Carina Schmidt. »Denn Ärztinnen und Ärzte, die sprachlich wie fachsprachlich nicht gut und schnell kommunizieren können, mit den Arbeitsabläufen noch nicht vertraut sind und viele diagnostische und therapeutische Interventionen noch nicht vorgestellt bekommen haben, sind keine Hilfe und können schon einmal gar nicht den gravierenden Personalmangel vor allem in der Pflege ausgleichen«, so die Seminarleiterin des mibeg-Instituts. »Die Arbeitsfelder Medizin und Pflege sind sehr eigene Professionen, und gerade in der pandemischen Notlage braucht es gut ausgebildete und vorbereitete Mitarbeiter in beiden Bereichen.«

Dieser Artikel von Barbara Rosenthal erschien am 6. Mai 2021 in der Marburger Bund Zeitung.

Interkulturelle Kommunikation in der Medizin

Interkulturelle Kommunikation in der MedizinBei Springer ist das Fachbuch »Interkulturelle Kommunikation in der Medizin« erschienen, herausgegeben von Anton Gillessen, Solmaz Golsabahi-Broclawski, André Biakowski und Artur Broclawski.

Das Buch zeigt aus multiperspektivischer Sicht, wie elementar die interkulturelle Kommunikation auf Augenhöhe für ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis im Praxis- und Klinikalltag ist. Ein Buch für Ärzt/innen und Psycholog/innen, das darüber hinaus alle Berufsgruppen in der Sozial- und Integrationsarbeit anspricht. Ausgehend von den aktuellen Erkenntnissen der internationalen Migrationsforschung werden den Leser/innen Wertevorstellungen und Verhaltensschemata in der Kommunikation zwischen Ärzten, Integrationshelfern und Menschen mit Zuwanderungshintergrund aufgezeigt. Im Fokus stehen dabei kultur-, sozial- und religionsanthropologischen Aspekte, die für die Integration von Flüchtlingen, Migranten und Spätaussiedlern im Kontext des Gesundheitswesens relevant sind. Anhand von Fallbeispielen bietet das Buch für verschiedene medizinische Fachgebiete praktische Handlungsempfehlungen für eine kultursensible und gleichberechtigte Arzt-Patienten-Beziehung.

Mit einem Beitrag zur »Integration durch Qualifizierung und Anerkennung im Gesundheitswesen« beteiligt sich Barbara Rosenthal, Erziehungswissenschaftlerin und Leiterin der mibeg-Institute, an dieser Publikation. Das mibeg-Institut Medizin führt Anerkennungsberatungen und Anerkennungsqualifizierungen für Ärzte und Ärztinnen, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Pflegefachkräfte und weitere reglementierte Gesundheitsfachkräfte durch.

Weitere Informationen und eine Übersicht über die Beiträge in diesem Fachbuch finden Sie hier.

Uns Hätz schleiht för Hanau un Halle

Selbst der Dom weinte. Das fröhliche Karnevalstreiben im Rheinland stand in diesem Jahr im Schatten der Anschläge. Wir setzen weiter auf Vielfalt, Zusammenhalt, Achtung voreinander und streiten jederzeit für unsere demokratischen Grundwerte.

Karneval im mibeg-Institut