Anerkennung: Gleichwertigkeit

Approbation beantragen in NRW: neue Regelungen

Das sogenannte Anerkennungsgesetz (BQFG, Gesetz über die Feststellung der Gleichwertigkeit von Berufsqualifikationen) ist verändert worden. Diese Neuregelungen sind Anfang 2016 in Kraft getreten. Von diesen Veränderungen sind insbesondere auch die Heilberufe in Deutschland betroffen. Weiterlesen

Neue Fachsprachkurse Zahnmedizin starten

Zahnärztinnen und Zahnärzte, die nach Deutschland kommen und ihren Beruf ausüben möchten, benötigen eine Anerkennung. Die Bezirksregierung erteilt nach Prüfung der Unterlagen die Erlaubnis, den Beruf auszuüben. Ohne eine solche Berufszulassung, Approbation genannt, darf ein Zahnarzt nicht in Deutschland tätig werden.

In einigen Fällen kann die Gleichwertigkeit der Ausbildung nicht bestätigt werden. Dann muss ein Ausgleich in Form von Praxisnachweisen oder Prüfungen erbracht werden. Alle Zahnärztinnen und Zahnärzte, die nicht in Deutschland studiert haben oder an einer deutschsprachigen Universität ausgebildet worden sind, die Deutsch nicht als Muttersprache sprechen oder auch keine Berufsausbildung in Deutschland erfolgreich abgeschlossen haben, müssen nachweisen, dass sie die Fachsprache beherrschen.

Damit ist zum einen das Gespräch mit dem Patienten oder der Patientin gemeint, zum anderen aber auch die kollegiale Verständigung im Gespräch oder in Schriftform, wie sie in der wissenschaftlichen Literatur gebräuchlich ist und in Gutachten sowie Krankheits- und Befundberichten Anwendung findet.

Das mibeg-Institut Medizin führt gemeinsam mit Kooperationspartnern, die sich auf die Vermittlung der Fachterminologie spezialisiert haben, Kurse durch. In diesen Seminaren unterrichten Fachkollegen, also Zahnärztinnen und Zahnärzte, und Sprachdozenten, die die deutsche Sprache vermitteln.

Die Kurse starten fortlaufend. Die aktuellen Starttermine finden Sie hier: www.mibeg.de/medizin/intensivkurs-fachsprache-zahnmedizin/

Interessentinnen und Interessenten sollten die vollständigen Bewerbungsunterlagen an das mibeg-Institut Medizin senden und den Antrag auf Erteilung der Approbation bei ihrer zuständigen Bezirksregierung gestellt haben. Eine vollständige Kopie des Bescheides muss den Bewerbungsunterlagen beigefügt werden. Ebenfalls nötig ist der Nachweis von guten Deutschkenntnissen durch ein Zertifikat mit mindestens dem Level B2.

Wer teilnehmen möchte, sollte eines der nächsten Informationsseminare »Wege zur Anerkennung« besuchen. Die nächsten Termine finden Sie hier.

Die Kenntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte in NRW

Viele Ärztinnen und Ärzte, die, aus dem Ausland kommend, ihren Beruf in NRW anerkennen lassen, müssen neben einer Fachsprachprüfung vor ihrer Landesärztekammer auch eine Kenntnisprüfung absolvieren.

Zuständig für die Kenntnisprüfung ist das Landesprüfungsamt, das in Nordrhein-Westfalen zur Bezirksregierung Düsseldorf gehört. Zu einer Kenntnisprüfung wird man durch seine zuständige Bezirksregierung angemeldet. Zuvor teilt man der Bezirksregierung mit, dass man eine Kenntnisprüfung ablegen will.

Die Kenntnisprüfung ist gesetzlich geregelt in der Ärztlichen Approbationsordnung (§ 37 ÄApprO). Sie ist eine staatliche Prüfung und orientiert sich an den Anforderungen des 3. Abschnitts der ärztlichen Prüfung. Es werden immer Fragen zu den Fächern Innere Medizin und Chirurgie gestellt, dazu kommen fächerübergreifende Fragestellungen. Weiterlesen

Programm IQuaMed in Kliniken in Ostwestfalen sehr erfolgreich

Das mibeg-Institut Medizin und die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge haben am Seminarort Bad Driburg das Praxisseminar Humanmedizin erfolgreich abgeschlossen. Elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich über die vergangenen sieben Monate in intensiven Theorie- und Praxisphasen umfassend auf ihre Prüfungen zur Anerkennung als Arzt oder Ärztin in Nordrhein-Westfalen vorbereitet. Sieben Absolvent/innen haben bereits unmittelbar im Anschluss an das Seminar einen Vertrag für ihre Facharztweiterbildung in Ostwestfalen-Lippe abgeschlossen. Die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge hat sich mit großem Engagement an der erfolgreichen Durchführung des Seminars beteiligt. Ein weiteres Praxisseminar Humanmedizin wird derzeit sehr erfolgreich mit dem Ev. Krankenhaus Bergisch Gladbach realisiert.

Das mibeg-Institut Medizin hat Praxisseminare zur Integration ausländischer Ärztinnen und Ärzte in den deutschen Arbeitsmarkt bereits seit 1989 entwickelt und in Kooperation mit den Landesärztekammern in Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg erfolgreich durchgeführt. Im Rahmen des durch das mibeg-Institut Medizin entwickelten Programms IQuaMed im IQ Netzwerk NRW wird das Praxisseminar Humanmedizin in enger Verzahnung von Theorie- und Praxisphasen an mehreren Standorten in Kooperation mit Kliniken in NRW umgesetzt. Gefördert wird das Programm durch den Europäischen Sozialfonds und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

IQ Netzwerk: Ärzte erfolgreich durch das Programm IQuaMed integriert

IQ Netzwerk NRW: Ärzte lernen im Programm IQuaMed

IQ Netzwerk NRW: Ärztinnen und Ärzte lernen im Programm IQuaMed

Ein Arzt, der an unserem Praxisseminar Humanmedizin in Bad Driburg teilnimmt, das wir im Mai 2015 gestartet haben, hat uns stolz seinen Arbeitsvertrag als Assistenzarzt in der Inneren Medizin präsentiert. Er beginnt nun seine Facharztweiterbildung in einem Klinikum in Ostwestfalen.

Im Sommer 2014 kam der Arzt mit seiner Frau und seinen drei Kindern aus dem Libanon nach Deutschland und absolvierte erfolgreich einen Deutschkurs. Anschließend konnte er über das Programm IQuaMed im IQ Netzwerk NRW in Bad Driburg viele fachsprachliche und fachliche Kenntnisse erwerben, unterstützt durch eine dreimonatige Hospitation in einem Klinikum, die unser Konzept vorsieht. Die notwendige Anerkennungsprüfung bestand er mit Bravour und ist nun in der Patientenversorgung tätig. Wir gratulieren herzlich. Weiterlesen