Der Ärztliche Direktor und Chefarzt des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie des St. Anna Hospitals in Herne, Prof. Dr. med. Georgios Godolias, sprach auf Anfrage des mibeg-Instituts Medizin gern eine Einladung aus und stellte für das Informationsseminar »Wege zur Anerkennung« sofort einen Konferenzraum des Klinikums zur Verfügung: Am 29. September 2015 fand ein Informationsseminar in Herne statt, das über das Programm IQuaMed vielen Ärzt/innen und Krankenpfleger/innen im Ruhrgebiet die Möglichkeit gab, sich über rasche berufliche Integration und über die Anerkennung ihres im Ausland erworbenen Studien- und Berufsabschlusses in NRW zu informieren. Weiterlesen
Anerkennung: IQuaMed
»Es ist gut, so eine Unterstützung zu haben«: Ärztinnen und Ärzte aus der ganzen Welt bereiten sich in Köln auf ihre Fachsprachprüfung in NRW vor

Rocio A. ist in Venezuela aufgewachsen. Mit einem Seminar des Programms IQuaMed bereitet sich die Ärztin intensiv auf ihre Fachsprachprüfung vor, um in Nordrhein-Westfalen ihre Anerkennung zu erlangen.
Rocio A. ist vor einem Jahr aus Venezuela nach Deutschland gekommen. Die Ärztin hat schnell Deutsch gelernt und trainiert viel zu Hause, liest deutschsprachige Bücher und schaut deutsche Filme. Um in NRW als Ärztin arbeiten zu können, bereitet sie sich zur Zeit intensiv auf die Fachsprachprüfung vor, die notwendig ist, um die Approbation zu erlangen. Im Oktober ist es soweit, dann steht die Prüfung an. Der vierwöchige Intensivkurs Fachsprache Medizin, den sie in Köln zur Zeit besucht, kam da für sie gerade richtig.
»Mit dem Kurs kann ich mich viel besser vorbereiten als allein. Es ist gut, so eine Unterstützung zu haben. Zu Hause hat man nie so gute Bedingungen wie hier im Kurs«, sagt sie. Wie ihre Kolleginnen und Kollegen im Seminar ist sie überzeugt davon, dass das gemeinsame Lernen viel leichter ist und deutlich größere Aussicht auf Erfolg hat. »Wir haben hier sehr gute Lehrmaterialien und gute Dozenten«, sagt sie und lobt, dass das Seminar so intensiv ist: »Sehr gut finde ich, dass der Kurs über vier Wochen immer ganztags stattfindet, das gemeinsame Lernen funktioniert so viel besser.« Weiterlesen
Die Ev. Krankenhäuser in Bergisch Gladbach und Köln unterstützen aktiv ausländische Ärztinnen und Ärzte bei der Integration in NRW

Der chirurgische Chefarzt Dr. med. Andreas Hecker, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Programms IQuaMed
»Das Programm IQuaMed für Nordrhein-Westfalen«, sagt Chefarzt Dr. med. Andreas Hecker, »ist eine sehr gute Unterstützung für den Weg zur Anerkennung von ausländischen Ärztinnen und Ärzten, und es freut uns sehr, dass unser Krankenhaus die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Praxisseminar Humanmedizin in diesem Programm während der Praxisphase unterstützt.« Herr Dr. Hecker ist Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Ev. Krankenhaus Bergisch-Gladbach. Weiterlesen
Ärztin im Programm IQuaMed erhält erfolgreich Approbation in NRW
Wir gratulieren herzlich: Die Bezirksregierung Köln hat mit Wirkung vom heutigen Tage unserer Teilnehmerin Alena K. die Approbationsurkunde ausgestellt. Die Ärztin, die aus Kasachstan nach Nordrhein-Westfalen gekommen ist und das Praxisseminar Humanmedizin des mibeg-Instituts Medizin im Programm IQuaMed erfolgreich absolviert hat, hat die notwendige Prüfung bestanden. Die Ärztin wurde mit Unterstützung der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des Ev. Krankenhauses Bergisch Gladbach erfolgreich auf ihre Prüfung zur Erlangung der Approbation vorbereitet. Wir freuen uns über den Erfolg unserer Teilnehmerin und wünschen einen guten Start und eine erfolgreiche Arbeit als Ärztin in einer nordrhein-westfälischen Klinik.
Was ist eine Kenntnisprüfung?
Die Kenntnisprüfung bezieht sich auf den Inhalt des deutschen Studiums. Ausländische Ärztinnen und Ärzte müssen nachweisen, dass sie über das gleiche Wissen verfügen, das von deutschen Absolvent/innen medizinischer Hochschulen verlangt wird. Seit dem Inkrafttreten einer neuen Rechtsverordnung am 1. Januar 2014 liegt der Schwerpunkt der Prüfung auf den Fächern Innere Medizin und Chirurgie.
Die Fragestellungen sollen ergänzend folgende Aspekte berücksichtigen: Notfallmedizin, Klinische Pharmakologie / Pharmakotherapie, Bildgebende Verfahren, Strahlenschutz, Rechtsfragen der ärztlichen Berufsausübung. Zusätzlich kann die zuständige Behörde im Vorfeld der Prüfung ein Fach oder einen Querschnittsbereich als prüfungsrelevant festlegen, indem sie wesentliche Unterschiede zwischen der ärztlichen Ausbildung in Deutschland und der Ausbildung des Antragstellers festgestellt hat.
Die Kenntnisprüfung ist eine mündlich-praktische Prüfung mit Patientenvorstellung. Sie kann maximal zwei Mal wiederholt werden. Ausführlich informiert hierzu unser Artikel mit dem Fokus auf die Kenntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein-Westfalen.

