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BIBB veröffentlicht Ratgeber mit Handlungsempfehlungen zu Kooperationen in der beruflichen Pflegeausbildung

Kooperationsverträge der beruflichen PflegeausbildungDas Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB hat im Rahmen der Ausbildungsoffensive Pflege konkrete Empfehlungen für die Ausgestaltung von Kooperationsverträgen in der beruflichen Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz erarbeitet. Als Grundlage dienten die Ergebnisse eines Fachworkshops, der in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben sowie weiteren Expert/innen durchgeführt wurde.

Die Handlungsempfehlungen richten sich an die an der Ausbildung beteiligten Pflegeschulen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, die ab 2020 im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung nach dem neuen Konzept arbeiten.

Die Publikation ist über diesen Link verfügbar.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann über mangelnde Ausbildungskapazitäten in der Pflege: »Der Spaß ist zu Ende!«

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Prof. Dr. Michael Isfort auf dem Pflegetag Nordrhein-Westfalen in Bochum

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Prof. Dr. Michael Isfort auf dem Pflegetag Nordrhein-Westfalen in Bochum

Minister Karl-Josef Laumann ist für Klartext bekannt. Und als Hauptredner auf dem Pflegetag NRW 2019 in Bochum, ausgerichtet vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe DBfK, ließ er keinen Zweifel daran, dass es höchste Zeit für klare Worte ist. »Der Pflegekräftemangel ist über Jahre nicht zu lösen und wird uns über viele, viele Jahre begleiten.«

Der NRW-Gesundheitsminister forderte, dass wesentlich mehr Pflegekräfte ausgebildet werden müssten. Darüber hinaus sei NRW darauf angewiesen, ausländische Pflegefachkräfte zu werben und ihre berufliche Anerkennung zu beschleunigen. Er erwarte eine entsprechende Willkommenskultur.

Pflegeschulen in NRW bieten zu wenig Ausbildungskapazitäten an

Besonders scharf kritisierte der Minister die aus seiner Sicht ungenügende Ausbildungskapazität in den Pflegeberufen. Krankenhäusern würden einfach zu wenig Ausbildungsplätze anbieten. Es gäbe Pflegeschulen, die sich »vollkommen von der Realität der Krankenhäuser verabschiedet haben«. Er forderte eine Mentalitätsveränderung in den Pflegeschulen. Krankenpflegeschulen seien doppelt so gut ausgestattet wie Schulen in der Altenpflege, aber die Altenpflege habe die Zahl der Ausbildungsplätze verdoppelt, während er dies für die Krankenpflege nicht sehen könne. Die Krankenpflegeschulen würden nicht mehr ausbilden als vor zwanzig Jahren, obwohl viele Pflegeschulen mehr Bewerbungen hätten, als sie annehmen würden.

Karl-Josef Laumann bemängelte, dass insbesondere die Maximalversorger den Ausbildungsbedarfen nicht im Geringsten gerecht würden. Das Land NRW habe einen großen Ausbildungsfonds aufgelegt. Der Ausbildungsberuf Krankenpflege bekäme inzwischen die zweithöchste Ausbildungsdotierung von Berufen in NRW überhaupt. Mit 1000 € im ersten Ausbildungsjahr sei die Vergütung sehr attraktiv gestaltet, so Minister Laumann. Schulen erhielten zudem 600 € pro Auszubildenden in Theorie und Praxis. Keiner könne ihm also sagen, die Ausbildung würde zu hohe Kosten verursachen, ganz im Gegenteil: »Da werden einige noch Geld übrig behalten. Ich werde mir«, so Laumann, »dies Krankenhaus für Krankenhaus in NRW anschauen: Der Spaß ist zu Ende!«

Und wo bleibt das Positive?

Minister Laumann verwies mit gleichem Nachdruck aber auch auf ein Positivbeispiel. Ganz besonders habe ihn die Ausbildungsqualität und Ausbildungsquantität eines großen Ausbildungszentrums für Pflegeberufe in Essen überzeugt, das er kürzlich besucht habe und das sich durch herausragende Qualität, großes Engagement und Zugewandtheit zu den Lernenden auszeichne. Und, so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, diese Schule akquiriere gerade auch im Essener Norden, dort, wo Menschen Ausbildungen suchen. Seiner Ansicht nach gehöre eine Pflegeschule in Köln in den Stadtteil Chorweiler. Mit niedrigschwelligen Angeboten und begleitenden Kursstrukturen und Fördermaßnahmen müsse versucht werden, Menschen für die Krankenpflege zu begeistern, in dem man auf sie zugehe und Angebote mache. So seien auch neue Zielgruppen zu gewinnen.

»Wir müssen ausbilden, ausbilden, ausbilden.«

Nordrhein-Westfalen brauche eine Doppelstrategie. Neben vermehrten Ausbildungsangeboten »müssen wir attraktiv werden für Menschen, die aus dem Ausland zu uns kommen, und für diese Menschen brauchen wir zugewandte Anerkennungsverfahren.«

Gleichwohl bleibe es immer problematisch, Fachkräfte im Ausland zu rekrutieren, insbesondere, wenn massenhaft Fachkräfte in bestimmten Ländern abgeworben werden. Mit dem Beispiel Rumänien wies er darauf hin, dass man sich die Frage stellen müsse: Ist das gerecht? Einige Personalrecruiter würden Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal in Ländern abwerben, die dieses Personal selbst dringend bräuchten.

Deutlich wies Laumann in seiner Rede darauf hin, dass auch die Arbeitsbedingungen in der Pflege angeschaut und geändert werden müssten. In großem Stile nur Teilzeitstellen anzubieten, würde der Pflegeversorgung der Menschen nicht gerecht, aber auch nicht den Arbeitskräften, die sich mehr engagieren wollen. Gute Arbeitsbedingungen seien eine Voraussetzung für eine langjährige und gute Arbeit in der Pflege, und »wir müssen schauen, dass die Schere in unserem Land zwischen denen, die viel haben, und denen, die nur wenig haben, sich nicht noch weiter öffnet.« Sozialpolitiker Laumann wies in diesem Zusammenhang auf die Tradition der Sozialpolitik in NRW unter Berufung auf Karl Arnold hin.

Er mahnte eine Zusammenarbeit und ein gemeinsames Streiten für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege an, ein Weg, bei dem, so Laumann, es zwingend notwendig sei, dass Pflegekammern und ver.di zusammenarbeiten. Mit deutlichem Tadel an der Situation in anderen Bundesländern wies Laumann darauf hin, dass nur ein gemeinsames Streiten zum Ziel führe. Pflegekammer und Gewerkschaft hätten unterschiedliche Zuständigkeitsbereiche, sie sollten ihre Ressourcen nicht damit vergeuden, gegeneinander anzutreten.

Dr. Armin Hoffmann ist der neue Präsident der Apothekerkammer Nordrhein

Dr. Armin Hoffmann, Vorstand der Apothekerkammer Nordrhein, im mibeg-Institut Medizin

Dr. Armin Hoffmann, Vorstand der Apothekerkammer Nordrhein, im mibeg-Institut Medizin

Die Apothekerschaft im Gebiet Nordrhein hat einen neuen Präsidenten gewählt. Dr. Armin Hoffmann ist bereits langjährig standespolitisch engagiert und gehört seit vielen Jahren dem Vorstand der Apothekerkammer Nordrhein an. Zahlreiche Initiativen wurden durch ihn begleitet und forciert, so etwa die Überarbeitung des Berufsbildes des Apothekers.

Das Ziel, eine qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung mit sicheren Arzneimitteln, flächendeckend rund um die Uhr durch beratungsstarke Vor-Ort-Apotheken, sicherzustellen, wird auch zukünftig sein Handeln als Kammerpräsident vorrangig bestimmen.

Dr. Armin Hoffmann hat mehrfach in seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Nordrhein Seminare des mibeg-Instituts für aus dem Ausland kommende Apothekerinnen und Apotheker eröffnet, die sich gezielt auf eine Fachsprachprüfung oder eine Kenntnisprüfung vorbereiten. Eine hochwertige Ausbildung zur Erlangung eines gleichwertigen Kenntnisstandes findet Dr. Armin Hoffmann unterstützenswert.

Wir gratulieren ihm sehr herzlich zur neuen Position.

Als approbierte Apothekerin in Köln

Absolventin des mibeg-Instituts Medizin: Apothekerin erlangt erfolgreich Approbation

Absolventin des mibeg-Instituts Medizin: Apothekerin erlangt erfolgreich Approbation

Und wieder freuen wir uns über einen Überraschungsbesuch: Gestern Abend schaute Salima El Moussaoui kurz im Institut vorbei, um persönlich mitzuteilen, dass sie nach erfolgreich bestandener Fachsprachprüfung die Approbation als Apothekerin erhalten hat. Nach dem Studium der Pharmazie in Spanien und Berufstätigkeit in einer Apotheke hat sich die Apothekerin entschlossen, nach Deutschland zu kommen, da ihr hier langfristige und spannende Berufsperspektiven geboten werden.

Das Pharmaziestudium, das sie in Spanien absolviert hat, konnte inhaltlich direkt als gleichwertig anerkannt werden. Aber vor der Berufsausübung hier musste noch vor der Landesapothekerkammer eine Fachsprachprüfung abgelegt werden. Die Apothekerin sprach bereits sehr gut Deutsch und verfügte über ein Telc-Deutsch-B2-Zertifikat mit guter Note.

Im Intensivkurs Fachsprache Pharmazie hat sie sich dann zielgerichtet auf die Ausübung des Apothekerberufs in Deutschland und auf die pharmazeutische Fachsprachprüfung vorbereitet.

Jetzt arbeitet sie als Apothekerin in einer Kölner Apotheke im Rechtsrheinischen in ihrem Traumberuf. »Mit der Approbation sind nicht nur viele Rechte und Pflichten verbunden, sondern als approbierte Apothekerin trage ich auch in meinem Zuständigkeitsbereich eine große Verantwortung. Da war es wichtig, mich fachlich und fachsprachlich gut vorzubereiten. Ich bin dem mibeg-Institut sehr dankbar für all das, was ich hier gelernt habe. Ich komme gern auch zukünftig als Unterstützerin in ein Seminar, um anderen Kolleginnen und Kollegen Mut zu machen. Und ich will daran mitwirken, sie inhaltlich gut auf die Ausübung des Apothekerberufs in Deutschland vorzubereiten,« teilte sie ihrer Seminarleiterin Dr. Shahi mit.

Dies schließt nahtlos an die Mail von Nicolay V. an, der uns gestern schrieb: »Ich persönlich habe meine Prüfung am vergangenen Donnerstag abgelegt, und soweit ich weiß, haben vier weitere Kursteilnehmer diese Prüfung bisher erfolgreich bestanden. Ich betrachte diese Statistik als eine gute Bestätigung für die Qualität des Kurses, den Sie organisieren und leiten.«

Wir gratulieren allen Absolventen sehr herzlich und wünschen auch für die weitere Zukunft alles Gute!

Qualifizierung für Klinik und Praxis: Fachsprachprüfung erfolgreich bestanden

Das Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis ist ein Klassiker unseres Instituts, das seit Mai 1990 (!) ununterbrochen angeboten wird und mit dem sich bereits mehrere tausend Ärztinnen und Ärzte auf ihre Berufstätigkeit in Deutschland erfolgreich vorbereitet haben. Der aktuelle Lehrplan bereitet ausländische Ärztinnen und Ärzte zielgerichtet auf ihre Fachsprachprüfungen und Kenntnisprüfungen vor.

Wir freuen uns immer, wenn uns Teilnehmer mitteilen, dass sie gerade ihre Prüfung bestanden haben. Die Bestehensquoten sind hervorragend, nahezu 90 Prozent unserer ärztlichen Teilnehmer bestehen nach Seminaren des mibeg-Instituts die notwendigen Prüfungen und erhalten ihre Approbation.

Heute berichteten uns zwei Ärztinnen von ihrer erfolgreichen Prüfung, bedankten sich bei uns, bezogen Dr. Gudrun Franke, eine unserer herausragenden Dozentinnen für Allgemeinmedizin, in ihren Dank direkt mit ein und stellten sich spontan zum Foto auf.

Dr. med. Gudrun Franke, mibeg-Institut Medizin, und erfolgreiche Teilnehmerinnen des Seminars Qualifizierung für Klinik und Praxis

Dr. med. Gudrun Franke, mibeg-Institut Medizin, und erfolgreiche Teilnehmerinnen des Seminars Qualifizierung für Klinik und Praxis