Anerkennung: mibeg-Institut

Wie gewinnen Arbeitgeber Gesundheitsfachkräfte? Praxisbezogene Handreichung für NRW erschienen

»Gewinnung, Anerkennung und Integration ausländischer Fachkräfte im Gesundheitswesen«, Handreichung der G.I.B. und des MAGS NRWUnter Federführung der G.I.B., der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung im Land NRW, entstand in enger Abstimmung mit der Stabsstelle Berufsanerkennung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW eine praxisbezogene Handreichung mit vielen Tipps und Informationen für Arbeitgeber, die Gesundheitsfachkräfte suchen.

»Gewinnung, Anerkennung und Integration ausländischer Fachkräfte im Gesundheitswesen« ist die Handreichung betitelt, und der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann, führt thematisch in dieses zentrale Anliegen des Landes ein: »Der Bedarf an Fachkräften in allen Gesundheitsberufen steigt stetig an. Aus diesem Grund macht sich Nordrhein-Westfalen auf den Weg, strukturelle Verbesserungen bei der Fachkräftesicherung umzusetzen.«

Die Handreichung wurde durch ein Autorenteam gestaltet, an dem sich Ralf Burger, Marion Graf und Hyre Sutaj von der G.I.B. sowie Barbara Rosenthal, Erziehungswissenschaftlerin und Leiterin des mibeg-Instituts, zusammen mit weiteren Anerkennungsexpert/innen beteiligten.

Die Handreichung ist öffentlich verfügbar und kann über die Website »Anerkennung Gesundheitsberufe« des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales oder über die G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung im Land NRW abgerufen werden.

Alle haben bestanden! Neue Pflegefachkräfte für NRW

Praxisseminar Pflege des mibeg-Instituts und der KKS Essen

Praxisseminar Pflege des mibeg-Instituts und der KKS Essen, vorn im Bild: Manuela Bellarosa, KKS Essen, Dr. Shermineh Shahi, mibeg-Institut

Ein Erfolg geht in Serie. Wiederum waren unsere Pflegefachkräfte so gut durch die hervorragenden Pflegepädagog/innen in Essen vorbereitet worden, dass sie sowohl den praktischen wie den mündlich-theoretischen Teil der Kenntnisprüfung Pflege vor dem Landesprüfungsamt und der Bezirksregierung Münster bestanden haben. Und so zeigt unser Bild auch nur glückliche Gesichter der Pflegefachkräfte aus vielen Ländern, die sich trotz der besonderen Härte, die die Corona-Pandemie uns allen auferlegt hat, zielgerichtet auf ihre Berufszulassung vorbereitet haben.

In drei Monaten haben sie sich mit dem Praxisseminar Pflege des mibeg-Instituts Medizin fachsprachlich wie fachlich auf ihre Berufstätigkeit als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau vorbereitet, ergänzt durch ein angeleitetes, dreimonatiges Praktikum.

Alle verfügen über Arbeitsverträge, und viele wollen natürlich direkt in den Kliniken der Contilia-Gruppe, zu der die Pflegeschule gehört, bleiben. Ein ganz großes Dankeschön sagen wir für die wiederum sehr gute Zusammenarbeit mit Manuela Bellarosa, Ursula Busmann und ihrem Team.

Lieblingspost: Pharmazeutische Kenntnisprüfung bestanden

Absolventin des mibeg-Instituts Medizin: Hier eine Apothekerin zusammen mit Projektleiterin Dr. Shermineh Shahi (rechts im Bild)

Absolventin des mibeg-Instituts Medizin: Hier eine Apothekerin zusammen mit Projektleiterin Dr. Shermineh Shahi (rechts im Bild)

Projektleiterin Dr. Shermineh Shahi freut sich derzeit wieder über viele gute Nachrichten von unseren Absolvent/innen. Regelmäßig befragen wir unsere Absolventen, ob sie die Kenntnisprüfung bestanden und ihre Approbation erhalten haben. Darüber hinaus wollen wir wissen, ob sie in ihrem gewünschten Berufsfeld als Arzt, als Apothekerin, als Zahnarzt, als Physiotherapeutin oder als Pflegefachfrau tätig sind.

Derzeit hat wieder eine ganze Reihe von Kenntnisprüfungen, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, stattgefunden. Seitdem die berufsständischen  Kammern (Ärztekammern, Apothekerkammern, Zahnärztekammern) die Kenntnisprüfungen übernommen haben, können Termine schnell organisiert werden.

Das Ergebnis unserer Absolventen ist überaus erfreulich. Die Bestehensquote liegt aktuell bei 100 Prozent. Wir gratulieren allen herzlich und freuen uns sehr über diesen Erfolg.

Eine gute und zielgerichtete Vorbereitung im fachkollegialen Lehr- und Lernsystem des mibeg-Instituts ist, so schreiben uns unsere Absolventen, der optimale Weg zur Approbation oder zur Berufszulassung. „Großes Lob an die Organisation, ich bin so gut auf die Kenntnisprüfung vorbereitet worden, für mich war es wie fünf Jahre Studium in drei Monaten zusammengefasst“, schreibt uns eine aus Indien stammende Apothekerin. Sie hat sich erfolgreich mit dem Intensivseminar Pharmazie vorbereitet.

Anerkennungsqualifizierung für Physiotherapeut/innen: Praxisseminar Physiotherapie startet erneut

Praxisseminar Physiotherapie zur Vorbereitung auf die Berufszulassung

Anerkennungsqualifizierung Praxisseminar Physiotherapie des mibeg-Instituts in Zusammenarbeit mit bene+ startet erneut

Es ist eine erfolgreiche Weiterbildungsreihe, die das mibeg-Institut zusammen mit den Physiotherapie-Experten von bene+ an den Start gebracht hat. Am 14. Februar ist das Praxisseminar Physiotherapie erneut in Herne eröffnet worden. Physiotherapeut/innen aus aller Welt können teilnehmen, wenn sie, wie die Kolleginnen und Kollegen auf dem Bild oben, über gute deutsche Sprachkenntnisse verfügen und ihre Berufsanerkennung in Deutschland beantragt haben. Mit guter Unterstützung der Bezirksregierung Münster bereiten sich diese Teilnehmenden nun gezielt in Theorie- und Praxisphasen auf ihre Berufszulassung vor. Zugleich kann das Seminar auch genutzt werden, um sich effektiv auf die Kenntnisprüfung Physiotherapie vorzubereiten, die im Anschluss an das Seminar direkt abgelegt werden kann. Viele Teilnehmer/innen kommen aus Europa, manche sind weitgereist und kommen aus Indien oder Brasilien.

Das Praxisseminar Physiotherapie wird regelmäßig in Herne angeboten und zukünftig auch in Köln. Dank guter Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern können die Teilnehmer/innen öffentlich gefördert werden über einen Bildungsgutschein. Unterstützung können aber auch ihre Arbeitgeber über das Qualifizierungschancengesetz erhalten. Hierzu berät das mibeg-Institut gern. Jeden Dienstag wird im Rahmen des Programms IQuaMed eine kostenfreie Informationsveranstaltung für Anerkennungsinteressierte im mibeg-Institut in Köln angeboten.

Physiotherapeut/innen werden händeringend gesucht zur Mitarbeit in Praxen und Kliniken. Und manch ein Personalvermittler oder auch Bildungsanbieter wittert Goldgräberstimmung und glaubt, gleich dutzendfach Physiotherapeuten vermitteln zu können. Auch uns erreichen zahlreiche dieser Vermittlungsanfragen. Allerdings ist diese Einschätzung von wenig Sachkenntnis getrübt. Tatsächlich ist, wie leider auch übrigens im Handwerk, die tatsächliche Anzahl an Anerkennungsinteressierten eher rückläufig und insgesamt sehr gering. Im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen, einem Land mit rund 18 Millionen Einwohnern, weist der Anerkennungsbericht des Landes NRW für das Jahr 2019, also noch bevor die Pandemie begann, gerade einmal 144 Anträge auf Berufszulassung im Bereich Physiotherapie aus. Gegenüber 2018, als noch 288 Interessenten ihre Anerkennung suchten, ein Rückgang von 50 Prozent. Aus den Top 10 der Anerkennungsverfahren ist der Beruf Physiotherapie damit herausgefallen.

Um so wichtiger ist es dem mibeg-Institut, die Anerkennungsinteressenten im Bereich der Physiotherapie bestmöglich fachlich und fachsprachlich auf ihren Beruf in Deutschland vorzubereiten, und wir freuen uns über die zahlreichen Kontakte zu Absolventen, die längst in Nordrhein-Westfalen, aber auch in anderen Bundesländern in ihrem Beruf angekommen und hier zu Hause sind.

Wo kann ich meine ärztliche Fachsprachprüfung absolvieren?

Wenn Sie als Arzt oder Ärztin nach Deutschland kommen und hier ihren Beruf ausüben möchten, müssen Sie eine ärztliche Fachsprachprüfung bestehen. Wenn Sie den Antrag auf Approbation bei Ihrer zuständigen Behörde gestellt haben und die Voraussetzungen erfüllen, meldet die Behörde Sie zur Fachsprachprüfung bei der zuständigen Landesärztekammer an.

Folgende Ärztekammern bieten eine Fachsprachprüfung an:

  • Baden-Württemberg
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Baden-Württemberg
  • Bayern
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Bayern
  • Berlin
    Fachsprachprüfung durch die Ärztekammer Berlin
  • Brandenburg
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Brandenburg
  • Bremen
    Fachsprachprüfung durch die Ärztekammer Bremen
  • Hamburg
    Fachsprachprüfung durch die Ärztekammer Hamburg
  • Hessen
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
    Fachsprachprüfung durch die Ärztekammer Nordrhein bzw. durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe
  • Rheinland-Pfalz
    Fachsprachprüfung durch die Bezirksärztekammer Rheinhessen
  • Saarland
    Fachsprachprüfung einer Landesärztekammer oder Sprachzertifikat
  • Sachsen
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Schleswig-Holstein, in Verbund abgenommen mit der Landesärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
  • Thüringen
    Fachsprachprüfung durch die Landesärztekammer Thüringen

Lediglich die Ärztekammer Saarland verfügt über kein eigenes Prüfverfahren, aber dieses Bundesland akzeptiert ein Fachsprachzertifikat, das vor einer anderen Ärztekammer erfolgreich erworben wurde.

Sie sollten vor der ärztlichen Fachsprachprüfung bereits gut Deutsch sprechen und über ein allgemeinsprachliches Deutschzertifikat mindestens auf dem Level B2 (GER) eines anerkannten Sprachinstituts verfügen. Es ist hilfreich, wenn Sie bereits im Herkunftsland intensiv Deutsch lernen.