Anerkennung: mibeg-Institut

Anerkennungsberatung und Anerkennungsqualifizierung im mibeg-Institut

Dr. Shermineh Shahi, Projektleiterin am mibeg-Institut Medizin, begrüßt eine Apothekerin, die die 3.000. Anerkennungsberatung im Programm IQuaMed erhalten hat

Dr. Shermineh Shahi, Projektleiterin am mibeg-Institut Medizin, begrüßt eine Apothekerin, die die 3000. Anerkennungsberatung im Programm IQuaMed erhalten hat

Heute haben wir die Apothekerin Anna Novotná auch persönlich begrüßen können. Institutsleiterin Barbara Rosenthal überreichte der promovierten Pharmazeutin einen Frühlingsblumenstrauß, da die aus Prag kommende Apothekerin die 3000. Teilnehmerin einer durch das mibeg-Institut durchgeführten Anerkennungsberatung war.

Dr. Shermineh Shahi, Projektleiterin am mibeg-Institut Medizin, leitet den Fachsprachkurs Pharmazie, mit dem sich Anna Novotná zielgerichtet auf die Fachsprachprüfung Pharmazie vor der Apothekerkammer Nordrhein vorbereitet. Sie ist bereits gut im Rheinland angekommen und interessiert sich für die wissenschaftlich-pharmazeutische Arbeit genauso wie für die praktische Arbeit als Apothekerin in Deutschland.

Nach dem Bestehen der Fachsprachprüfung, für die sie im mibeg-Institut derzeit gezielt trainiert, steht ihr bereits eine ganze Reihe von guten Joboptionen zur Verfügung. Nach der Anerkennungsberatung nahm sie wieder Kontakt mit uns auf, um sich in den Intensivkurs Fachsprache Pharmazie einzuschreiben, in dem pharmazeutische Dozentinnen und Dozenten lehren.

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir die Gelegenheit hatten, sie persönlich kennenzulernen, denn derzeit sind natürlich nicht alle unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Präsenz im Institut. Bedingt durch die Pandemie sind zurzeit Kurse, die wir im Programm IQuaMed für Apotheker/innen und Zahnmediziner/innen anbieten, größtenteils online aktiv. Bei uns in Köln sind oft nur kleinere Präsenzgruppen anwesend, und in Hybridform werden die Gruppen miteinander kombiniert. Auch in unseren derzeit laufenden Seminaren, mit denen sich Ärztinnen und Ärzte auf die Kenntnisprüfung vorbereiten – wie im Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis, das auf die ärztliche Fachsprachprüfung und auf die Kenntnisprüfung vorbereitet –, sind die meisten Teilnehmer/innen nur online zugeschaltet.

Unsere Krankenpflegekräfte wie unsere Physiotherapeut/innen aber bemühen sich stets, in Präsenz an den Kursen teilzunehmen, da hier auch viele praktische Dinge eingeübt werden müssen.

Wir nehmen die 3000. Teilnahme an einer Anerkennungsberatung jedenfalls zum Anlass, alle unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie unsere Dozent/innen herzlich zu grüßen und hoffen sehr, dass, wenn wir im Mai in Deutschland zusammen mit vielen Akteuren die erfolgreiche Geschichte von zehn Jahren Anerkennungsgesetzen feiern können, wieder viel direkte Kommunikation und Austausch möglich sein wird.

Ein ganz großes Dankeschön auch an die Kolleginnen und Kollegen des mibeg-Instituts, die seit dem Start des Programms IQuaMed 3000 Anerkennungsberatungen für Angehörige eines akademischen Heilberufs oder eines Gesundheitsfachberufs geleistet haben!

Fachsprachprüfung Zahnmedizin bestanden – eine Absolventin berichtet

Eine kleine fröhliche Präsenzgruppe in einem Onlineseminar: Intensivkurs Fachsprache Zahnmedizin im mibeg-Institut

Eine kleine fröhliche Präsenzgruppe in einem Onlineseminar: Intensivkurs Fachsprache Zahnmedizin im mibeg-Institut

Szilvia N. aus Ungarn möchte in Deutschland als Zahnärztin tätig werden. Um ihre Approbation zu erlangen, muss sie vor der Zahnärztekammer eine Fachsprachprüfung ablegen. Um sich auf diese Fachsprachprüfung gut vorzubereiten, hat sie im Herbst 2021 am Intensivkurs Fachsprache Zahnmedizin des mibeg-Instituts teilgenommen.

Zwei Monate später hat sie erfolgreich die Fachsprachprüfung abgelegt und meldet sich bei ihrer Projektleiterin Karen Heidemann am 5. Januar 2022 telefonisch.

Die Zahnärztin teilt uns mit, dass sie glücklich ist, die zahnärztliche Fachsprachprüfung direkt bestanden zu haben. Sie will in Nordrhein-Westfalen arbeiten. Die Prüfung war genau so aufgebaut wie angekündigt. Sie unterteilte sich in drei Abschnitte mit jeweils 20 Minuten. Zwischen dem zweiten und dem dritten Teil musste sie 90 Minuten warten.

Erster Teil der zahnärztlichen Fachsprachprüfung war ein Zahnarzt-Patienten-Gespräch. Was Szilvia N. überraschte: Der Fall war kompliziert, und sie hatte nicht mit einer solchen Fragestellung gerechnet. Es handelte sich um einen Schulunfall, und die Situation sah vor, dass eine Lehrerin mit einem verunglückten Kind zum Zahnarzt kommt. Szilvia N. hat in der Prüfungssituation eine umfangreiche Anamnese erstellt. Dabei, so unsere Zahnärztin, habe sie auch sehr darauf geachtet, das Kind selbst anzusprechen, um in guter zahnärztlicher Praxis nicht über den Kopf des Patienten hinweg zu sprechen.

Im zweiten Teil, der der Dokumentation vorbehalten war, ist ihr die Zeit fast knapp geworden. Da bei Unfällen die notwendige Dokumentation sehr umfangreich ist, hat sie sehr viel geschrieben, aber die Prüfer gaben vor, dass 20 Minuten in jedem Fall für diese Dokumentation ausreichen müssten.

Der dritte Teil war dem fachkollegialen Gespräch zwischen Zahnarzt und Zahnarzt vorbehalten. Szilvia N. fand sich auch hier durch das Seminar des mibeg-Instituts sehr gut vorbereitet. Sie betont: Die Fragen waren ganz normal und fair. Es wurde sehr detailliert über die möglichen Behandlungen gesprochen. Auch in Bezug auf den Schulunfall konnte sie Inhalte, die sie nicht gänzlich in der schriftlichen Dokumentation dargelegt hatte, erläutern. Sie teilt unserer Projektleiterin mit, dass insgesamt ein sehr breites inhaltliches Spektrum von Medikation über Nahtmaterialien bis hin zu Behandlungsabläufen angesprochen wurde.

Der Intensivkurs Fachsprache Zahnmedizin und die vielen zahnärztlichen Fachdozenten, die den Kurs bestreiten, haben sie gut auf die Prüfung und die spätere Praxis, die ihr jetzt als approbierte Zahnärztin offensteht, vorbereitet. Sehr hilfreich fand sie auch die Literatur, die ihr im Seminar zur Verfügung gestellt wurde. Sie hat die entsprechenden Fachbücher intensiv gelesen.

Als Berufsziel gibt sie unserer Projektleiterin Karen Heidemann gegenüber an, zunächst weiter wissenschaftlich arbeiten zu wollen. Von daher gilt die erste Priorität ihrer Bewerbungen den zahnmedizinischen Unikliniken.

Sie grüßt alle Kolleginnen und Kollegen im Seminar. »Es war ein tolles Seminar, und ich bedanke mich für die gute Betreuung!« Wir gratulieren unserer Absolventin ganz herzlich und wünschen weiterhin viel Erfolg.

Die Seminare Intensivkurs Fachsprache Zahnmedizin des mibeg-Instituts starten fortlaufend. Weitere Infos dazu hier.

3.000 Anerkennungsberatungen durch das mibeg-Institut Medizin

3.000 Anerkennungsberatungen durch das mibeg-Institut Medizin

Heitere Pausenstimmung mit der Seminarleiterin: Selfie von Ärztinnen und Ärzten einer Arbeitsgruppe des Seminars Qualifizierung für Klinik und Praxis

Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Seminar »Wege zur Anerkennung« in unserem Programm IQuaMed die 3.000. Anerkennungsberatung durchführen konnten. Am 4. Januar 2022 haben wir Anna Novotná beraten, eine promovierte Apothekerin, die aus Prag, Tschechische Republik, nach Deutschland gekommen ist. Wir wünschen unserer 3.000. Teilnehmerin am Seminar »Wege zur Anerkennung« herzlich einen guten Start in Deutschland.

Herzlichen Dank sagen wir auch allen, die Interessent/innen auf die kostenfreie Anerkennungsberatung im mibeg-Institut verweisen und selbst aktiv an der Beratung und Vermittlung von ausländischen Gesundheitsfachkräften und von Angehörigen akademischer Heilberufe mitarbeiten: unseren Kooperationspartnern und den Mitgliedern unseres Wissenschaftlichen Beirats des Programms IQuaMed, den Agenturen für Arbeit und Jobcentern, der Bundesagentur für Arbeit, der ZAV, der ZSBA, der G.I.B., den Integration Points, der Stabsstelle Berufsanerkennung beim MAGS, dem BIBB, der Gutachtenstelle für Gesundheitsberufe GfG, der Bezirksregierung Münster, der ZAG und der PuG sowie den Bezirksregierungen Köln, Düsseldorf, Arnsberg und Detmold, dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung RLP und allen weiteren zuständigen Stellen bundesweit, dem Marburger Bund, den Ärztekammern, den Pflegeschulen und Schulen für Physiotherapie, den Zahnärztekammern, den Apothekerkammern, den Krankenhäusern, den ambulanten Pflegediensten, den Anerkennungsberatungsstellen, den Integrationsnetzwerken, dem IQ Netzwerk und der ebb Entwicklungsgesellschaft für berufliche Bildung, den Ausländerbehörden, dem BMAS und dem BMBF. Danken möchten wir auch allen Kolleginnen und Kollegen, die sich zusammen mit uns engagieren für eine rasche und qualitativ hochwertige Beratungs- und Bildungsarbeit, die es ausländischen Fachkräften ermöglicht, ihre berufliche Anerkennung in Deutschland zu erlangen, um langfristig bei uns leben und arbeiten zu können. Mit ihrer beruflichen Kompetenz sind sie eine wertvolle Unterstützung für unser Gesundheitssystem.

 

Anzahl ausländischer Ärztinnen und Ärzte steigt auch im Pandemiejahr 2020

BundesärztekammerAuch im Jahr 2020 ist laut Angabe der Bundes­ärztekammer die Anzahl der in Deutschland berufstätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte gestiegen. Insgesamt verzeichnet die Bundesärztekammer (BÄK) eine Zunahme um 6,8 Prozent bzw. 3.585 Mediziner/innen, die damit der Anzahl der berufstätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland auf 56.107 erhöhen.

Der weitaus höchste Anteil von in Deutschland berufstätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte kommt nach wie vor aus Syrien mit knapp 5.000 Mediziner/innen, gefolgt von Rumänien (4.514), Griechenland (2.723), der Russischen Föderation (2.424) und Österreich (2.415).

Die weitaus meisten ausländischen Ärzt/innen entstammen europäischen Herkunftsländern, nämlich rund 39.000. Betrachtet man hierbei nur die unionszugehörigen Länder, so stammen 27.000 aller ausländischer Ärztinnen und Ärzte aus EU-Ländern.

Insgesamt sind in Deutschland nach Angaben der BÄK 409.100 Ärzt/innen berufstätig.

Über 10.000 Deutsche studieren Medizin im Ausland

Auf rund 10.000 Studierende wird die Anzahl derjenigen geschätzt, die ein deutsches Abitur haben und in Deutschland keinen Medizin-Studienplatz bekommen haben. Es gibt sehr viele Informationen für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte in Bezug auf ihre Anerkennung in Deutschland, aber nur wenig Informationen für diese Zielgruppe. Selbstverständlich möchten viele Studierende wissen, ob sie nach einem erfolgreich absolvierten Studium in Deutschland arbeiten können und ob der Abschluss anerkannt wird.

Als Faustregel kann in jedem Fall gelten, dass ein etabliertes Medizinstudium an einer zugelassenen Universität in Gänze absolviert werden muss, das heißt, unter Einbeziehung aller Theorie- und Praxisphasen, die bis zur Berufszulassung im jeweiligen Studienland gelten. Kann eine Berufszulassung im Studienland als Arzt oder Ärztin erreicht werden, bestehen gute Voraussetzungen zur Anerkennung auch in Deutschland.

Bei einem deutschsprachigen Abitur (und bei Deutsch als Muttersprache) muss bei der Anerkennung in Deutschland keine Fachsprachprüfung mehr absolviert werden, aber unter Umständen eine Kenntnisprüfung.

Im Bereich der Europäischen Union gibt es sehr weitreichende Regelungen der Anerkennung der Medizin-Studiengänge. Eine Qualifikation wird auf Antrag automatisch anerkannt, wenn die Qualifikation in der entsprechenden Europäischen Anerkennungsrichtlinie gelistet ist, nach der Richtlinie studiert und das Studium nach einem bestimmten Stichtag begonnen wurde. Entspricht das in der Europäischen Union absolvierte Medizin-Studium diesen Kriterien, ist bei einer vollständigen Ableistung keine Kenntnisprüfung erforderlich.

Anders sieht das in sogenannten Drittstaaten aus, also den Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören. Auch hier sollte man sich im Einzelfall gut beraten lassen und eine rechtssichere Auskunft einholen, bevor man eine Entscheidung zu einem, teilweise auch mit hohen Kosten verbundenen, Auslandsstudium trifft.

Eine kostenlose Beratung bietet beispielsweise das Auslandsreferat des Marburger Bundes an. Dessen Leiterin Ruth Wichmann ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Programms IQuaMed des mibeg-Instituts Medizin.