Archiv des Autors: Barbara Rosenthal

Andreas Westerfellhaus: Encouraging appeal to all nurses to get vaccinated

„To clarify at the outset: when it is my turn to be vaccinated, I will of course get vaccinated. I live in a multigeneration home and want to protect everyone, including my elderly mother. One thing is clear: the more people are vaccinated, the fewer hosts the virus finds. And the more difficult the conditions for the virus to spread.

And, I am sure that most caregivers also have this insight and get vaccinated. Because vaccination is the only chance to a quick end of the pandemic and thus the best protection for people in need of care. Based on current knowledge, about 95 out of every 100 vaccinated people are protected from disease. Moreover, we have rightly stipulated that the elderly as well as people who have contact to others who are particularly at risk from Covid-19 due to their occupation should be vaccinated first. As the Federal Government’s Caregiver Representative, I thus appeal to all caregivers to get vaccinated.

Concerns that the accelerated approval process is not as safe are unfounded. Certainly, more educational work needs to be done here. Everyone should know that the accelerated approval procedure should not be confused with the emergency approval procedure that has been carried out in some other countries. Before the vaccine was approved for marketing in the EU or Germany, it had to be safe, effective and well-tested. This was established with the approval. Good information on this can be found, for example, on the website of the Robert Koch Institute or at www.zusammengegencorona.de, a site of the German Federal Ministry of Health.“

Andreas Westerfellhaus is the Federal Government’s Caregiver Representative, was himself engaged as an intensive care nurse for many years, and is an advocate for the rights of nurses. His appeal can be found on www.pflegebevollmaechtigter.de and in the Rheinische Post.

Die deutschsprachige Version des Appells finden Sie hier.

 

Interkulturelles Arbeiten in Medizin, Pflege und Sozialdienst: Das Projekt IPIKA

Projekttitel sind zugegebenermaßen oft sperrig: IPIKA steht für »Interprofessionelles und interkulturelles Arbeiten in Medizin, Pflege und Sozialdienst«. Das Berliner Projekt wurde entwickelt, da beim Klinikpersonal ein besonders hoher Bedarf gesehen wird, interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln, damit die Qualität der medizinischen Versorgung auch bei zahlreichen aus dem Ausland kommenden Patient:innen bzw. Klient:innen im Sozialdienst gewährleistet werden kann.

IPIKA wurde ursprünglich von der Robert Bosch Stiftung gefördert und bereits seit 2016 an der Charité durchgeführt. Zunächst konzentrierte man sich auf die Versorgung chronisch kranker und multimorbider Patient:innen. Projektpartner waren dabei die Charité Universitätsmedizin, hier besonders die Klinik für Gynäkologie, das Comprehensive Cancer Center sowie die Alice Salomon Hochschule für Soziale Arbeit in Berlin.

Ein daran anschließendes Projekt hatte das Ziel, die Fortbildungsinhalte sowohl innerhalb der Universitätsklinik als auch in der Hochschule für Soziale Arbeit zu verankern. Folgende inhaltlichen Module wurden entwickelt:

  • Zusammenhänge zwischen Migration und Gesundheit, soziokulturelle Faktoren
  • Interkulturelle Sensibilisierung im Berufsfeld: Interkulturelles Hintergrundwissen zu (chronischer) Krankheit, Rolle von Ärzt:in – Patient:in – Angehörigen
  • Umgang mit Sprachhürden, Arbeit mit Dolmetscher:innen
  • Umgang mit Konflikten und Deeskalation in der Klinik (in interkulturellen Settings)
  • Verbesserung der interprofessionellen Zusammenarbeit und interprofessionelle Vernetzung
  • Selbstreflexion und Perspektivenwechsel.

Aktuell berichtet die Zeitschrift der Ärztekammer Berlin über die Erfahrung aus dem Pilotprojekt der Charité. Das begrüßenswerte Projekt wird hoffentlich dauerhaft etabliert. Mittlerweile besteht die Fortbildung aus sechs Modulen mit je zwei Seminartagen. Am Ende des Seminars wird ein Zertifikat erstellt mit dem nicht ganz einfachen Titel: »Interkulturell kompetent in der Klinik«.

Die Fortbildung umfasst 150 Stunden, davon entfallen auf die Selbstlernzeit 63 Stunden und auf die Präsenzzeit 87 Stunden bei Seminargebühren in Höhe von 1.730 €. Die Module können auch einzeln absolviert werden. Ob der derzeitigen Tendenz zu (kostenpflichtigen) Zertifizierungen immer entsprochen werden muss, wäre an dieser Stelle zu überlegen bei einem insgesamt wegweisenden und gelungenen Projekt.

Weihnachten und Silvester 2020: #StayAtHome

Wir bedanken uns auch in diesem Jahr sehr herzlich für die gute Zusammenarbeit mit all unseren Teilnehmer:innen, Dozent:innen, Kooperationspartner:innen und unseren engagierten Wissenschaftlichen Beiräten. Für Sie alle gilt unser herzlicher Wunsch: Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut ins neue Jahr!

Auf ein ungewöhnliches Jahr werden für uns alle ungewöhnliche Weihnachten und ein ungewöhnlicher Jahreswechsel folgen. Wir danken sehr herzlich allen Ärzt:innen, allen Gesundheits- und Krankenpfleger:innen und allen Fachkräften im Öffentlichen Gesundheitsdienst für ihren besonderen Einsatz in der Zeit der Corona-Pandemie.

Um all diese engagierten Fachkräfte im Gesundheitswesen zu unterstützen, ist es das Beste, wenn wir alle, soweit es nur möglich ist, zu Hause bleiben, Kontakte reduzieren und Vorsicht walten lassen. Die Situation in unseren Kliniken bei der Versorgung der Intensivpatient:innen ist dramatisch, und besorgniserregend sind die steigenden Infektionszahlen. Bereits jetzt ist der Tod sehr vieler Menschen zu beklagen, die an Covid-19 verstorben sind.

Die Columbia University Mailman School of Public Health New York hat ein beachtenswertes Video veröffentlicht, das hier abgerufen werden kann.

Written by Craig Spencer, MD MPH, Director of Global Health in Emergency Medicine, Columbia University New York

Anerkennung Gesundheitsberufe NRW 2021

mibeg-Institut MedizinDas IQuaMed-Programm mit zahlreichen Seminaren zur beruflichen Anerkennung für 2021 ist online. Ärzt:innen, Apotheker:innen, Zahnärzt:innen, Pflegefachkräfte, Physiotherapeut:innen, Hebammen sowie MTRAs, MTLAs und PTAs finden hier die Möglichkeit zur Beratung und zur Anerkennungsqualifizierung. Unsere Seminare bereiten auf Fachsprach- und Kenntnisprüfungen vor oder begleiten Anerkennungssuchende bei individuellen Anpassungslehrgängen.

Auch in diesem Jahr konnten Hunderte von Teilnehmer:innen erfolgreich über unser Institut qualifiziert werden, bei allen Einschränkungen, die die Corona-Pandemie uns allen abverlangt. Wir freuen uns über die großen Erfolge unserer Absolventinnen und Absolventen. Einen Arzt, der das Programm IQuaMed erfolgreich absolviert hat, haben wir in einem Interview porträtiert, um mit dieser Integrationsgeschichte vielen anderen Mut zu machen.

Wir setzen auf Qualität bei der Vermittlung sprachlichen und fachlichen Wissens von Gesundheitsfachkräften und zeigen, dass dabei öffentliche Förderung auch denen eine Chance bietet, die diesen Weg allein nicht gehen könnten. Kollegialität und Begegnung auf Augenhöhe sind uns und unserem Dozententeam wichtig und tragen zum Erfolg bei.

Wir wollen weiterhin mit vielen Kooperationspartnern zeigen, wie Integration gelingen kann und freuen uns auf die weiteren Begegnungen mit Ärzt:innen, Apotheker:innen und Zahnärzt:innen, Pflegefachkräften und weiteren Gesundheitsfachkräften aus aller Welt, die eine Zeit lang oder dauerhaft in Deutschland leben und arbeiten wollen.

An dieser Stelle dürfen wir herzlichen Dank allen engagierten Dozenten und Dozentinnen sowie unseren Beiratsmitgliedern sagen, unseren Kooperationspartnern und allen Kliniken, Pflegeschulen und Gesundheitseinrichtungen, die uns und unsere Anerkennungssuchenden so gut unterstützt haben. Die Herzlichkeit und Zugewandtheit, die unsere Gesundheitsfachkräfte bei ihrer Aufnahme erfahren haben, trägt entscheidend zum Erfolg unserer Absolvent:innen bei und motiviert uns, unsere Arbeit fortzusetzen.

Online-Seminar für den ÖGD: Covid-19 in Gemeinschaftsunterkünften

Zu einer Online-Fortbildungsveranstaltung am 18. und 19. Januar 2021 lädt die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf ein. Es referieren zahlreiche Expert:innen, darunter Dr. Katja Kajikhina und Navina Sarma vom Robert Koch-Institut in Berlin und Anne Seewald vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW.

Die Veranstaltung leitet die Psychiaterin Dr. Solmaz Golsabahi-Broclawski, die zugleich Dozentin am mibeg-Institut ist.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: www.akademie-oegw.de