Anerkennung: Solmaz Golsabahi-Broclawski

Vorurteile in der medizinischen Behandlung

Pädiatrie, Geriatrie und Gendermedizin haben den Blick der differenzierten Diagnostik auf die Patienten geschärft, aber, so stellt in einem aktuellen Aufsatz Dr. med. Solmaz Golsabahi-Broclawski fest: »Die Medizin löst sich nur langsam vom Bild des weißen, männlichen Kranken mittleren Alters.« Ethnische Unterschiede finden noch zu wenig Beachtung, eigene Vorurteile von Behandelnden und möglicherweise vorhandene rassistische Bilder sind bei denen, die im medizinischen Prozess mit Patienten arbeiten, noch zu wenig im Bewusstsein.

Es gilt, Informationslücken zu schließen, Vorurteile zu erkennen und jeglicher Form von Rassismus entgegenzuwirken. Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf engagiert sich hierfür besonders, ebenso wie die Gesellschaft für Transkulturelle Psychotherapie. Der Aufsatz »Eigene Perspektiven hinterfragen« der Psychiaterin Solmaz Golsabahi-Broclawski wurde im Deutschen Ärzteblatt Jg. 119, Heft 17 vom 29. April 2022 veröffentlicht. Dr. Golsabahi-Broclawski ist Absolventin der Weiterbildung Health Management für den leitenden ärztlichen Dienst und Dozentin am mibeg-Institut Medizin.

Online-Seminar für den ÖGD: Covid-19 in Gemeinschaftsunterkünften

Zu einer Online-Fortbildungsveranstaltung am 18. und 19. Januar 2021 lädt die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf ein. Es referieren zahlreiche Expert:innen, darunter Dr. Katja Kajikhina und Navina Sarma vom Robert Koch-Institut in Berlin und Anne Seewald vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW.

Die Veranstaltung leitet die Psychiaterin Dr. Solmaz Golsabahi-Broclawski, die zugleich Dozentin am mibeg-Institut ist.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: www.akademie-oegw.de

Migration und Medizin

Migration und Medizin, Veranstaltung ÄKWLEine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Migration und Medizin führt die Ärztekammer Westfalen-Lippe über ihr Fortbildungsinstitut durch. Am 11. Juni 2020 referieren die Psychiater Dr. med. Solmaz Golsabahi-Broclawski und Artur Broclawski, am 31. Oktober 2020 der Internist PD Dr. med. Anton Gillessen und der Chirurg Prof. Dr. med. Metin Senkal. Die Fortbildungen sind zugleich anrechenbare Bausteine auf das Fortbildungscurriculum Transkulturelle Medizin der ÄKWL. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Akademie der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Eine Einführung wird über dieses Video ermöglicht.

Die Referenten beteiligen sich, zum Teil als Herausgeber, an dem in Kürze bei Springer erscheinenden umfassenden Band »Interkulturelle Kommunikation in der Medizin«, in dem auch Barbara Rosenthal vom mibeg-Institut mit einem Beitrag zu »Integration durch Qualifizierung und Anerkennung im Gesundheitswesen« vertreten ist.

Interdisziplinäre und interkulturelle Fortbildungsveranstaltung »Frauen und Medizin«

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. med. Solmaz Golsabahi-Broclawski findet am Samstag, 9. November 2019 in der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe in Dortmund eine Fortbildungsveranstaltung »Frauen und Medizin« statt, die von der Akademie für medizinische Fortbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe, dem deutschen Ärztinnenbund und dem Medizinischen Institut für transkulturelle Kompetenz MITK ausgerichtet wird.

Unter der Moderation von Prof. Dr. Dr. med. Bettina Pfleiderer, Past-Präsidentin des Weltärztinnenbunds, Institut für klinische Radiologie am Universitätsklinikum Münster, stehen Themen wie »Frauengesundheit und Rollenverständnis im globalen Kontext« und »Krank und/oder gesund in der Fremde – Rolle des öffentlichen Gesundheitsdienstes« im Fokus. Zu den Referentinnen gehört Dr. med. Christiane Groß, Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes und Mitglied des Vorstands der Ärztekammer Nordrhein.

Weitere Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung finden Sie auf der Website der Akademie für medizinische Fortbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe.

Interkulturelle Kommunikation in der Medizin

Interkulturelle Kommunikation in der MedizinPD Dr. med. Anton Gillessen, Dr. med. Solmaz Golsabahi-Broclawski, Arthur Broclawski und André Biakowski sind die Herausgeber eines wissenschaftlichen Fachbuchs, in dem zahlreiche Autoren publizieren zu aktuellen Fragen der interkulturellen Kommunikation in der Medizin. Das Buch zeigt aus interdisziplinärer Sicht, wie elementar die interkulturelle Kommunikation auf Augenhöhe für ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis im Praxis- und Klinikalltag ist. Das Buch wendet sich primär an Ärzte und Psychologen und darüber hinaus an alle Berufsgruppen, die in der Sozial- und Integrationsarbeit tätig sind.

Das Buch »Interkulturelle Kommunikation in der Medizin« erscheint im März 2020 im Springer Verlag und vermittelt dem Leser, ausgehend von der internationalen Migrationsforschung, Wertevorstellungen und Verhaltensschemata in der Kommunikation zwischen Ärzten, Integrationshelfern und Menschen mit Zuwanderungshintergrund. Im Fokus stehen dabei kultur-, sozial- und religionsanthropologische Aspekte, die für die Integration von Flüchtlingen, Migranten und Spätaussiedlern im Kontext des Gesundheitswesens relevant sind. Anhand von Fallbeispielen bietet das Buch für verschiedene medizinische Fachgebiete praktische Handlungsempfehlungen für eine kultursensible und gleichberechtigte Arzt-Patienten-Beziehung.

Zu den Autoren gehören u.a. Dr. med. Ute Teichert, Leiterin der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen, Dr. med. Solmaz Golsabahi-Broclawski, Psychiaterin und Dozentin am mibeg-Institut Medizin, und Erziehungswissenschaftlerin Barbara Rosenthal vom mibeg-Institut Medizin, die in ihrem Aufsatz mit dem Programm IQuaMed aufzeigt, wie, zunächst unterstützt durch das Förderprogramm IQ, Integration durch Qualifizierung und Anerkennung in medizinischen Arbeitsfeldern gelingen kann. Am Fachbuch »Interkulturelle Kommunikation in der Medizin« haben sich insgesamt über 30 Autoren beteiligt. Weitere Informationen finden Sie hier.