Archiv der Kategorie: News

»Voll krass, eh«: Neues aus dem Bundesfamilienministerium

Über die maximal mögliche Distanz zwischen einem Bundesministerium und der Wirklichkeit ist ein Film gedreht worden, mehr noch, gleich eine ganze Miniserie: »Ehrenpflegas«.

Die Bundesministerin wurde zur Präsentation des Projekts in ein Berliner Premierenkino eingeladen, und ja, die Ministerin tauchte gleich selbst in der Serie auf, für die Steuermittel in Höhe von 700.000 € aufgebracht worden sein sollen.

Man hatte sich eine vermeintlich gute Adresse von Filmemachern besorgt, und Constantin Film, die neuerdings betont, dass es Constantin Entertainment war (in Zusammenarbeit mit den Werbeagenturen Zum Goldenen Hirschen und 365 Sherpas), hat eine fünfteilige Serie über »Jugendliche« gedreht und versucht, im Stile des Films »Fack ju Göhte« für die Pflegeausbildung zu werben.

»Selbstverständnis, Ethos und Pflegefachlichkeit verletzt«

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) distanziert sich von der Darstellung des Berufs und der Ausbildung in der Serie:

»Die Darstellung der Anforderungen an Pflegefachpersonen in der Miniserie ›Ehrenpflegas‹ verletzt Selbstverständnis, Ethos und Pflegefachlichkeit der Berufsgruppe. Darüber kann auch nicht hinwegtäuschen, dass in der bewusst jugendlich gehaltenen Herangehensweise eine Zielgruppe angesprochen werden soll, die zunächst überhaupt erst mal auf die Pflegeberufe als Ausbildungsoption aufmerksam gemacht werden muss.

Dass der Zuspruch in dieser Generation größer sei, kann nicht als Rechtfertigung dafür herhalten, alle anderen Vertreterinnen und Vertreter der Berufsgruppe zu verprellen. Wichtig ist vor allem, dass ein den tatsächlichen Anforderungen in den Pflegeberufen realistisch entsprechendes Bild gezeichnet wird. Dies leistet die Serie auch im Zusammenspiel mit den anderen Kampagnen-Bausteinen nicht. Die klischeehafte Überzeichnung in der Miniserie ›Ehrenpflegas‹ spiegelt allenfalls die Vorurteile der Macherinnen und Macher wieder.«

Diese Stellungnahme ist nur die Spitze des Eisberges, oder, genauer formuliert, des Shitstorms, der sich derzeit über das Filmprojekt ergießt.

»Die Ehre genommen«

Die Süddeutsche Zeitung brachte es bereits in einer Artikelüberschrift auf den Punkt: »Die Ehre genommen« und führte aus: »Mit einer Youtube-Serie will das Familienministerium junge Menschen für die Pflege begeistern. Das misslingt spektakulär.«

Eine sehr originelle Art und Weise zu kontern, und mit Sicherheit ohne Inanspruchnahme von Steuergeldern, haben Pflegestudierende auf den Weg gebracht. Das Resultat ist unter dem Titel »Ehrenminista« online gestellt.

Bleibt abschließend zu hoffen, dass die Miniserie sehr schnell aus dem Netz genommen wird und niemand auf die Idee kommt, sich damit zu rechtfertigen, in gewisser Weise habe die Serie ihren Zweck erfüllt, da die Pflegeausbildung nun in aller Munde sei.

ZDF-Dokumentation über das Krankenhaus Bethel Berlin in der Pandemiesituation

ZDF-Dokumentation über das Krankenhaus Bethel BerlinEine spannende ZDF-Dokumentation zeigt die Situation des Krankenhauses Bethel Berlin zur Zeit der Corona-Pandemie auf. Ein Team von Mediziner/innen und Pflegefachkräften versucht, sich in der ersten Welle der Pandemie auf die Situation vorzubereiten und den Patienten in großer Not kompetent zu helfen.

Dr. med. Rüdiger Haase gehört dem Wissenschaftlichen Beirat des Intensivseminars Krankenhausleitung des mibeg-Instituts an und folgte in dieser Beiratsfunktion seinem Vorgänger Dr. med. Norbert Bethge nach.

Wir danken allen Mitarbeitern des Krankenhauses Bethel Berlin und allen weiteren Gesundheitsfachkräften für ihren Einsatz und hoffen, dass die nun beginnende zweite Welle der Pandemie gut bewältigt werden kann. Die Dokumentation ist ein Film von Ulrich Crüwell und wurde von »probono« für das ZDF produziert. Sie ist hier in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Arztbriefschreibung und Arzt-Patienten-Kommunikation: Training für aus dem Ausland kommende Ärztinnen und Ärzte

Für die Zielgruppe der aus dem Ausland kommenden Ärztinnen und Ärzte, die bereits mit Berufserlaubnis nach § 10 BÄO bzw. mit deutscher Approbation in Kliniken arbeiten, bietet das mibeg-Institut zwei Seminare an.

In dem einen Seminar wird gezielt die Arztbriefschreibung trainiert. Das zweite Seminar hat zum Ziel, die mündliche Kommunikation zwischen Arzt und Patient zu verbessern.

Beide Seminare werden sehr praxisnah durch ärztliche Dozent/innen durchgeführt. Werden über eine Klinik mehrere Ärztinnen und Ärzte angemeldet, so wird ein Rabatt auf die Seminargebühr gewährt. Beide Seminare können über die Bildungsprämie o.ä. gefördert werden. Weitere Informationen und die Möglichkeiten zur direkten Anmeldung erhalten Sie hier:

Wir laden herzlich zur Teilnahme ein.

Anerkennungsberatung nicht nur über das IQ Netzwerk möglich

»IQ konkret«, eine Schriftenreihe, die im Kontext des Förderprogramms Integration durch Qualifizierung IQ in losen Abständen erscheint, berichtet in der Ausgabe 1 / 2020, die kürzlich erschien, über die Angebote von Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstellen und liefert zugleich eine Grafik der IQ-Anerkennungsberatungsstellen. Für manche Bundesländer weist diese Grafik noch sehr viele freie Stellen auf, so insbesondere in Bayern, Sachsen-Anhalt, Sachsen oder Brandenburg. Auch in Nordrhein-Westfalen verzeichnet die Grafik nur wenige Beratungsstellen.

Allerdings gibt es sehr viel mehr qualifizierte Beratungsangebote. Nordrhein-Westfalen hatte schon früh mithilfe der G.I.B. Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung zahlreiche Berater/innen ausgebildet, die sich auf berufliche Entwicklung und auf Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung spezialisiert haben. Allein dieses Netz umfasst zahlreiche Beratungsstellen im gesamten Bundesland NRW.

Hinzu kommen hochspezialisierte Angebote wie die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung des mibeg-Instituts für Angehörige von Gesundheitsberufen.

Und vor allen Dingen sind über Jahre, nicht zuletzt dank des Förderprogramms »Integration durch Qualifizierung (IQ)«, zahlreiche Arbeitsvermittler der Arbeitsagenturen und Jobcenter in Bezug auf die berufliche Anerkennung von ausländischen Fachkräften geschult worden.

Unterstützt durch Portale wie anerkennung-in-deutschland.de und Informationen über den Anerkennungsblog anerkennung-nrw.de erhalten zahlreiche Interessent/innen die Möglichkeit, sich über den Weg zur beruflichen Anerkennung eines im Ausland erworbenen Studien- oder Berufsabschlusses zu informieren, die Anerkennung zu beantragen und, unterstützt durch passgenaue Qualifizierungsangebote, auch zu erreichen.

Allein im mibeg-Institut seit 2015 sind 2657 Anerkennungssuchende mittels einer Beratung im Rahmen eines Informationsseminars unterstützt worden.

Charité Universitätsmedizin fordert zu Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf: #flattenthecurve

Die Charité Universitätsmedizin schreibt auf Twitter:

https://twitter.com/ChariteBerlin/status/1314485883404517376