Archiv der Kategorie: News

Ärztekammerchef Hans-Albert Gehle betont: Alltagsmasken schützen und helfen

Vor dem Hintergrund der wieder stark ansteigenden Corona-Infektionszahlen in Nordrhein-Westfalen und insbesondere auch in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet fordert der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Hans-Albert Gehle, die Bevölkerung auf, die allgemeinen Schutzmaßnahmen uneingeschränkt zu befolgen. »Wir alle können durch unser Verhalten dazu beitragen, dass die zweite Corona-Welle baldmöglichst wieder gestoppt wird.« Dazu gehöre neben Abstandhalten und Hygienemaßnahmen wie Händewaschen auch das Tragen von Mund-Nasenschutz-Masken. »Auch die Alltagsmasken helfen und schützen«, so Gehle.

Für Gehle ist die wissenschaftliche Evidenz für das Tragen von Alltagsmasken gegeben. Die systematische Analyse von über 200 Studien in der Fachzeitschrift »The Lancet« belege auch für einfache Masken einen Nutzen für den Träger und seine Umgebung, auch wenn FFP2-Masken effektiver seien. Bei der Frage nach der Wirksamkeit der verschiedenen Maskentypen müsse auch bedacht werden, wo sie verwendet werden. »Beim Umgang mit infektiösen Covid-Patienten in Kliniken und Praxen ist eine FFP2-Maske erforderlich. Im Alltag senken aber auch einfache Masken ein Übertragungsrisiko für alle Infektionskrankheiten. In Deutschland haben wir gerade in den Ballungszentren wie im Ruhrgebiet aktuell stark ansteigende Infektionszahlen. Das Tragen von Masken im Alltag hilft dabei, die Ausbreitung von Covid einzudämmen.«

Das Gesundheitssystem hingegen könne eine Versorgung der gesamten Bevölkerung mit FFP2-Atemschutzmasken gar nicht leisten, so Gehle. »Es sind einfach zu wenige davon vorhanden. Vorrangig gilt es, damit Risikogruppen wie ältere und kranke Menschen sowie medizinisches Personal, das sich um die Patientenversorgung kümmern muss, zu versorgen.« Es dürfe letztendlich nicht zu »Hamsterkäufen bei FFP2-Masken« kommen, weil man den Alltagsmasken die Wirksamkeit abspreche. Ein alleiniges Allheilmittel könne es nicht geben, vielmehr müsse man einen Mix aus Disziplin beim Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln und flankierendem Schutz von Risikopatienten erreichen.

»Nichts ersetzt in der Integrationsarbeit die persönliche Begegnung«

12. Integrationsgipfel der BundesregierungBundeskanzlerin Dr. Angela Merkel lud zum 12. Integrationsgipfel nach Berlin ein, und bedingt durch die Corona-Pandemie fand das Format diesmal digital statt.

Die geladenen Gäste wie auch die Kanzlerin zeigten die Erfolge auf, die durch vielfältige Integrationsprojekte bundesweit entstanden sind. Ungleich größer sind noch die Aufgaben, und sowohl die Bundeskanzlerin wie auch die Staatsministerin für Integration als auch die beteiligten Bundesministerien für Arbeit und Soziales, Bildung sowie Familie und Jugend stellen Ressourcen bereit, um die Integrationsarbeit auch unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie fortzusetzen.

Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration; © Bundesregierung / Kugler

Annette Widmann-Mauz, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration; © Bundesregierung / Kugler

Besonders die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, stellte auf dem 12. Integrationsgipfel klar heraus, wie wichtig die persönliche Begegnung für die Integrationsarbeit ist: »Nichts ersetzt in der Integrationsarbeit die persönliche Begegnung.« Menschen, die aus dem Ausland zu uns kommen, und insbesondere Geflüchtete brauchen Beratungs- und Unterstützungsangebote, gute Sprachkurse und die Förderung des beruflichen Einstiegs in die Arbeitswelt, um unabhängig und selbstbewusst Mitglied unserer Gesellschaft sein zu können. Weiterlesen →

Kenntnisprüfung als Apothekerin bestanden

ApothekenlogoHeute meldete sich eine Apothekerin aus Mönchengladbach. Sie hat sich im mibeg-Institut Medizin gezielt auf die pharmazeutische Kenntnisprüfung vorbereitet, die aus dem Ausland kommende Pharmazeut/innen ablegen, um ihre Approbation zu erlangen. Wir freuen uns sehr mit unserer Absolventin, dass sie bestanden hat. Herzlichen Glückwunsch!

Wir freuen uns mit unseren Absolventinnen und Absolventen des Kurses, denn alle Apothekerinnen und Apotheker, die aus dem Kurs heraus einen Termin für die Kenntnisprüfung bereits bekommen haben, haben auch bestanden!

Die pharmazeutische Fortbildung kann zu 100 Prozent öffentlich gefördert werden und startet wieder am 16. November 2020.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung zum Intensivseminar Pharmazie finden Sie hier.

Karl-Josef Laumann: Modellprojekt Familienlotsinnen ist ein großer Erfolg

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen; © Land NRW / Martin Götz

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen; © Land NRW / Martin Götz

In die Regelförderung wird ein Modellprojekt überführt, das im Herbst 2018 gestartet wurde. Zwei Familienlotsinnen unterstützten in Duisburg und Gelsenkirchen zwei Jahre lang die Integration von geflüchteten Frauen mit kleinen Kindern. »Die Familienlotsinnen haben einen wertvollen Beitrag zur Integration der Frauen und damit der ganzen Familie in die Gesellschaft geleistet. Aus meiner Sicht ist das ein Ansatz, der die Integration geflüchteter Frauen oder anderer schwer erreichbarer Zielgruppen auch in anderen Kommunen gut unterstützen kann«, so der Arbeits-, Gesundheits- und Sozialminister des Landes NRW, Karl-Josef Laumann.

Der Minister betont, dass die Integration geflüchteter Menschen in Ausbildung und Arbeit immer besser gelinge, dass es aber nach wie vor eine Aufgabe sei, geflüchtete Frauen mit kleinen Kindern für den Arbeitsmarkt zu gewinnen.

Das Modellprojekt Familienlotsinnen im Ruhrgebiet wurde von der RAG-Stiftung gefördert und in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Duisburg und dem Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen realisiert. Nun wird es im Rahmen der SGB-II-Regelförderung der Jobcenter dauerhaft angeboten.

Weitere Integrationsprojekte sind bereits erfolgreich in die Regelförderung überführt. Hierzu zählen insbesondere Anerkennungsqualifizierungen, die in der Startphase durch das Förderprogramm Integration durch Qualifizierung IQ (IQ Netzwerk) gefördert wurden und nun in Zusammenarbeit mit Arbeitsagenturen und Jobcentern über Bildungsgutscheine realisiert werden.

Stellungnahme zu wissenschaftlich begründetem Vorgehen gegen Covid-19 der Deutschen Gesellschaft für Virologie

Gesellschaft für VirologieIn einer Stellungnahme fordert die Deutsche Gesellschaft für Virologie ein wissenschaftlich begründetes Vorgehen gegen Covid-19. »Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen«, so die Gesellschaft.

»Wir sind überzeugt, dass die Schäden, die uns im Falle einer unkontrollierten Durchseuchung unmittelbar aber auch mittelbar drohen, diese Belastungen um ein Vielfaches überträfen und in eine humanitäre und wirtschaftliche Katastrophe münden können.« Das Paper folgt in seiner Einschätzung dem kürzlich in »The Lancet« veröffentlichten »John Snow Memorandum«.

Für die Stellungnahme zeichnet der Vorstand der Gesellschaft für Virologie verantwortlich unter Beteiligung weiterer renommierter Wissenschaftler/innen, darunter Prof. Dr. Melanie Brinkmann, Technische Universität Braunschweig und Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig, Prof. Dr. Christian Drosten, Charité, Universitätsmedizin Berlin, und Prof. Dr. Isabella Eckerle, Universitätsklinikum Genf.