Archiv der Kategorie: News

Gezielte Vorbereitung für Ärztinnen und Ärzte auf die Fachsprach- und die Kenntnisprüfung

Qualifizierung für Klinik und Praxis: Praxisnah Medizin lernen

Notfallmedizin als Seminarinhalt im mibeg-Institut Medizin: Hier mit Einsatz eines Rettungswagens

Neue Kurse starten wieder für Ärztinnen und Ärzte, die in Deutschland ihre Approbation erlangen wollen. Mit dem Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis bereiten sich die Ärztinnen und Ärzte gezielt auf die Fachsprachprüfung und auf die Kenntnisprüfung vor. Notfallmedizin ist eines der wichtigen Themen im Seminar, aber die Teilnehmenden absolvieren auch Kurse in Ultraschalldiagnostik, EKG, Strahlenschutz, Chirurgie, Innere Medizin und viele weitere. Das nächste Seminar Qualifizierung für Klinik und Praxis startet am 1. September 2022.

Ausländische Ärztinnen und Ärzte, die bereits eine Fachsprachprüfung vor einer Landesärztekammer erfolgreich absolviert haben und mit Berufserlaubnis nach § 10 BÄO in Deutschland gearbeitet haben, können sich mit dem vierwöchigen Intensivkurs Humanmedizin gezielt auf die Kenntnisprüfung vorbereiten. Der nächste Kurs startet am 15. August 2022.

In beiden Kursen, die zu 100 Prozent über Bildungsgutscheine gefördert werden, unterrichten Ärztinnen und Ärzte fachkollegial mit viel Praxiswissen die aus dem Ausland kommenden Kolleginnen und Kollegen. Dies und das aktive Engagement der Teilnehmenden erklärt die sehr hohen Bestehensquoten unserer Absolvent/innen.

Interessent/innen können sich ab sofort an uns wenden und ihre Unterlagen an medizin@mibeg.de übersenden.

Erfolgreiche Vorbereitung auf die berufliche Anerkennung als Pflegefachkraft: Praxisseminar Pflege startet erneut

Anerkennungsqualifizierung für PflegefachkräftePflegefachkräfte, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen, um hier in ihrem erlernten Beruf zu arbeiten, müssen oft Kenntnisse nachweisen, um hier ihre berufliche Anerkennung zu erlangen. Der Nachweis dieser Kenntnisse erfolgt über einen Anpassungslehrgang oder eine Kenntnis­prüfung. Auf die Kenntnisprüfung bereitet Sie das Praxisseminar Pflege sprachlich wie fachlich in sechs Monaten zielgerichtet vor.

Das Seminar besteht aus drei Monaten theoretischem Unterricht in einer anerkannten Pflegeschule und einer dreimonatigen Praxisphase unter Anleitung in einem Krankenhaus. Am Ende steht die Kenntnisprüfung, abgenommen durch das Landesprüfungsamt und die Bezirksregierung Münster. Erst zuletzt haben wieder alle Absolvent/innen und Absolventen des Seminars ihre Kenntnisprüfung bestanden.

Das nächste Praxisseminar Pflege in Kooperation mit der Katholischen Schule für Pflegeberufe in Essen startet am 8. August 2022. Es kann zu 100 Prozent über Arbeitsagenturen und Jobcenter gefördert werden, auch eine Unterstützung für Arbeitgeber über das Qualifizierungschancengesetz ist möglich. Weitere Informationen zum Seminar finden Sie hier.

 

IQ Netzwerk: Neue Förderrichtlinie veröffentlicht

Bundesministerium für Arbeit und SozialesMit Datum vom 20. Juni 2022 ist die neue »Förderrichtlinie zum ESF-Plus-Bundesprogramm – Europäischer Sozialfonds Plus (ESF Plus), Förderperiode 2021 bis 2027, Förderprogramm IQ − Integration durch Qualifizierung« erschienen.

»Ziel der Förderung ist es, die nachhaltige und bildungsadäquate Integration von erwachsenen Menschen ausländischer Herkunft in den Arbeitsmarkt zu verbessern. (…) Ziel dieser Richtlinie ist es daher, in Deutschland lebende Menschen ausländischer Herkunft dabei zu unterstützen, einer qualifizierten Erwerbstätigkeit in Deutschland nachzugehen und dabei ihre vorhandenen Kompetenzen einzubringen.«

Die Unterstützung durch dieses Förderprogramm ist immer nachrangig zu anderen regelgeleiteten Förderungen zu verstehen und gilt nur für den Fall, dass es bei einer teilweisen Anerkennung noch »keine Gruppen- oder Regelangebote zum Absolvieren der für eine volle Anerkennung erforderlichen Qualifizierungsmaßnahme gibt«. Hier hat Deutschland in den letzten Jahren insbesondere für die Gesundheitsberufe zahlreiche Angebote geschaffen, die mit den zuständigen Stellen abgestimmt sind, erfolgreich angeboten und über Bildungsgutscheine gefördert werden.

BMAS fördert letztmalig Angebote zur Anerkennungsberatung

»Mit dieser Richtlinie fördert das BMAS letztmalig Angebote zur Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung. (…) Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit der BA intensiviert werden, z. B. durch eine räumliche Einbindung der Beratungsangebote in die Dienststellen der BA.« Die Förderrichtlinie fordert eine stärkere Ausrichtung auf die »arbeitsmarktliche Verwertbarkeit«. Damit sagt das BMAS zugleich, dass Projekte jetzt stärker auf dieses Qualitätsmerkmal hin geprüft werden.

Selbstverständlich hebt die Förderrichtlinie auf überregionale virtuelle Gruppenqualifizierungen ab. Hier bleibt es neben den Faktoren Vereinfachung, Kostenersparnis, bundeslandübergreifende Angebote spannend, ob der beabsichtigte Integrationserfolg tatsächlich erreichbar ist.

Die Förderrichtlinie unterstreicht die Bedeutung von Projekten zur »Fairen Integration«. Beraten wird dabei zu Fragen, die direkt mit dem Beschäftigungsverhältnis zusammenhängen wie Lohn, Arbeitszeit, Urlaub, Kündigung, Krankenversicherung und weiteren Themen. Wenn Anpassungslehrgänge in reglementierten Berufen angeboten werden und über dieses Förderprogramm unterstützt werden sollen, müssen sie zwingend zuvor mit den für die Berufsanerkennung zuständigen Stellen abgestimmt worden sein.

Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung wird durch das IQ Netzwerk nicht mehr gefördert

Die Förderrichtlinie betont: »Zur Vorbereitung auf Kenntnisprüfungen ist bereits eine Vielzahl an marktreifen Modellen entwickelt worden, sodass derartige Vorbereitungskurse vorrangig Gegenstand der Verweisberatung sind. Mit Mitteln des Förderprogramms können Vorbereitungen auf Kenntnisprüfungen nur noch gefördert werden, falls für Kooperationen mit öffentlichen Anwerbeakteuren wie der BA kein ausreichendes bzw. passendes Marktangebot zur Verfügung steht oder weitere Qualifizierungsbedarfe noch zu entwickeln sind.«

Für die reglementierten Gesundheitsberufe und die akademischen Heilberufe ist dies regelmäßig nicht der Fall. Es sind bereits genügend Angebote mit ausreichender Platzkapazität für die Regelförderung nach AZAV zertifiziert.

Von interessierten Trägern kann die IQ-Förderrichtlinie hier abgerufen werden.

Anerkennung Physiotherapie: Alle haben bestanden!

Wir freuen uns sehr über den Erfolg unserer Absolventinnen und Absolventen: Auch in der aktuellen Weiterbildung Praxisseminar Physiotherapie, die das mibeg-Institut zusammen mit der Physiotherapeutengemeinschaft bene+ durchgeführt hat, sind alle Teilnehmenden in Theorie und Praxis gut auf ihre Berufszulassung vorbereitet worden und haben die Abschlussprüfungen bestanden.

Viele Arbeitgeber im Bereich der Physiotherapie freuen sich nun auf ihre neuen Mitarbeiter/innen, die über eine Berufszulassung für Physiotherapie in Deutschland verfügen.

Und das neue Seminar ist bereits an den Start gegangen. Vier Monate Theorie bilden umfänglich alle wesentlichen Theorie-Inhalte ab, die in den Anerkennungsbescheiden gefordert werden. Je nach Bescheid kommen dann noch angeleitete Praxisphasen hinzu. Die Seminargebühren können zu 100 Prozent über Bildungsgutschein gefördert werden.

Die Bewerber/innen für dieses Seminar konnten wiederum sehr gut durch Anerkennungsberatung, Jobcenter und den Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit unterstützt werden.

Als besondere Hürde erwies sich allerdings wiederum, einen Termin bei der zuständigen Deutschen Botschaft im Herkunftsland oder einen Termin bei der Ausländerbehörde in Deutschland zu bekommen.

Zahlreiche Anerkennungssuchende und viele Arbeitgeber wenden sich an das mibeg-Institut, teilweise werden wir auch recht ungehalten mit Kritik belegt (»Wenn es schwierig wird, lassen sie dich im Stich«), dabei können weder das mibeg-Institut noch eine Arbeitsagentur, ein Jobcenter oder ein zukünftiger Arbeitgeber Einfluss nehmen auf die Arbeitsweise der Deutschen Botschaften oder der Ausländerbehörden, die offenbar nur über eine geringe Personalkapazität verfügen. Hier sind die Ministerien gefordert, Abhilfe zu schaffen, die Frage richtet sich also an die Politik, wie Anerkennungsverfahren verbessert werden können, da sie sich offensichtlich immer noch unverhältnismäßig schwierig gestalten.