Erfolgreiche Integration ausländischer Pflegefachkräfte: Beispiel Universitätsklinikum Tübingen

»Qualität Leben«, die Zeitschrift des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands VUD berichtet über ein erfolgreiches Integrationsprojekt ausländischer Pflegekräfte in Baden-Württemberg. Die Universitätskliniken Tübingen engagieren sich mit bei der Integration ihrer aus dem Ausland kommenden Kolleginnen und Kollegen.

Die Zeitschrift berichtet: »In Tübingen angekommen, kümmern sich spezielle Koordina­toren um die ›Neuen‹. Sie helfen ihnen bei ganz alltäglichen Dingen wie dem Einkaufen, Kontoeröffnung oder Behördengängen. In der Klinik selbst stehen den ausländischen Pflegekräften erfahrene Mitarbeiter zur Seite, die sie anleiten und unterstüt­zen. ›Integration ist ein Prozess, der volles Engage­ment erfordert. Die fachliche Komponente ist ja nur ein Teil. Doch es lohnt sich sehr. Wir erleben diese Mitarbei­ter als sehr wertvoll‹, sagt Prof. Bamberg, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Tübingen.

Etwa ein bis anderthalb Jahre dauert es, um die Krankenschwestern und Pfleger für die Ar­beit am Uniklinikum Tübingen als Maxi­malversorger fit zu machen. Sie erhalten Deutschunterricht und eine fachliche Zu­satzausbildung, die von der örtlichen Krankenpflegeschule durchgeführt wird. Unterrichtet werden u.a. die Schwerpunkte Hygie­ne, Infusion, Wundmanagement, rechtliche Grundlagen oder auch die Kommunikation mit Angehörigen und Pa­tienten. Wer dann sein B2 -Sprachexamen abgelegt hat, sich also problemlos mit Muttersprachlern im beruflichen Umfeld unterhalten kann und auch die Fachkenntnisprüfung be­standen hat, erhält das volle Gehalt einer deutschen Pflegekraft.«