Anerkennung: Anerkennung

»Ich sehe meine Zukunft als Krankenpflegerin in NRW« – Anerkennung für Gesundheits- und Krankenpfleger/innen

Nasrin E., Krankenpflegerin B.A., wird über das Programm IQuaMed gefördert

Nasrin E., Krankenpflegerin B.A., wird über das Programm IQuaMed gefördert

Nasrin E., eine unserer vielen Teilnehmerinnen am heutigen Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«, haben wir zu einem Interview eingeladen:

Was möchten Sie in Zukunft tun?

Ich möchte so gern meine Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpflegerin bekommen, um endlich hier arbeiten zu können. Ich bin nun schon drei Jahre in Deutschland, zusammen mit meinem Mann, der im Bereich der Gesundheitswissenschaften an seiner Doktorarbeit schreibt. Ich würde auch gern wieder berufstätig sein können, denn ich verfüge über eine gute Ausbildung und viel Berufserfahrung.

Was haben Sie bislang unternommen, um die Anerkennung Ihres Berufs als Gesundheits- und Krankenpflegerin zu bekommen?

Ich habe alle meine Unterlagen zur Bezirksregierung geschickt, und die Bezirksregierung hat dann meine Unterlagen geprüft. Die Ausbildung in meinem Herkunftsland Iran ist anders als in Deutschland. Ich habe vier Jahre Krankenpflege studiert, meinen Bachelor gemacht und anschließend noch ein Masterstudium in Medizinischer Physiologie erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt war ich danach acht Jahre als Krankenpflegerin berufstätig. Leider konnte nur wenig angerechnet werden, mein Masterstudium war gar nicht relevant für die Anerkennung und leider auch meine praktische Berufserfahrung. In meinem Herkunftsland wird nur die Dauer und der Ort der Berufstätigkeit bescheinigt, aber nicht im Detail, was ich gemacht habe. Wir haben also ganz andere Zeugnisse als die, die in Deutschland üblich sind. Weiterlesen →

Die Kenntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte in NRW

Viele Ärztinnen und Ärzte, die, aus dem Ausland kommend, ihren Beruf in NRW anerkennen lassen, müssen neben einer Fachsprachprüfung vor ihrer Landesärztekammer auch eine Kenntnisprüfung absolvieren.

Zuständig für die Kenntnisprüfung ist das Landesprüfungsamt, das in Nordrhein-Westfalen zur Bezirksregierung Düsseldorf gehört. Zu einer Kenntnisprüfung wird man durch seine zuständige Bezirksregierung angemeldet. Zuvor teilt man der Bezirksregierung mit, dass man eine Kenntnisprüfung ablegen will.

Die Kenntnisprüfung ist gesetzlich geregelt in der Ärztlichen Approbationsordnung (§ 37 ÄApprO). Sie ist eine staatliche Prüfung und orientiert sich an den Anforderungen des 3. Abschnitts der ärztlichen Prüfung. Es werden immer Fragen zu den Fächern Innere Medizin und Chirurgie gestellt, dazu kommen fächerübergreifende Fragestellungen. Weiterlesen →

Programm IQuaMed in Kliniken in Ostwestfalen sehr erfolgreich

Das mibeg-Institut Medizin und die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge haben am Seminarort Bad Driburg das Praxisseminar Humanmedizin erfolgreich abgeschlossen. Elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich über die vergangenen sieben Monate in intensiven Theorie- und Praxisphasen umfassend auf ihre Prüfungen zur Anerkennung als Arzt oder Ärztin in Nordrhein-Westfalen vorbereitet. Sieben Absolvent/innen haben bereits unmittelbar im Anschluss an das Seminar einen Vertrag für ihre Facharztweiterbildung in Ostwestfalen-Lippe abgeschlossen. Die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge hat sich mit großem Engagement an der erfolgreichen Durchführung des Seminars beteiligt. Ein weiteres Praxisseminar Humanmedizin wird derzeit sehr erfolgreich mit dem Ev. Krankenhaus Bergisch Gladbach realisiert.

Das mibeg-Institut Medizin hat Praxisseminare zur Integration ausländischer Ärztinnen und Ärzte in den deutschen Arbeitsmarkt bereits seit 1989 entwickelt und in Kooperation mit den Landesärztekammern in Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg erfolgreich durchgeführt. Im Rahmen des durch das mibeg-Institut Medizin entwickelten Programms IQuaMed im IQ Netzwerk NRW wird das Praxisseminar Humanmedizin in enger Verzahnung von Theorie- und Praxisphasen an mehreren Standorten in Kooperation mit Kliniken in NRW umgesetzt. Gefördert wird das Programm durch den Europäischen Sozialfonds und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

IQ Netzwerk: Ärzte erfolgreich durch das Programm IQuaMed integriert

IQ Netzwerk NRW: Ärzte lernen im Programm IQuaMed

IQ Netzwerk NRW: Ärztinnen und Ärzte lernen im Programm IQuaMed

Ein Arzt, der an unserem Praxisseminar Humanmedizin in Bad Driburg teilnimmt, das wir im Mai 2015 gestartet haben, hat uns stolz seinen Arbeitsvertrag als Assistenzarzt in der Inneren Medizin präsentiert. Er beginnt nun seine Facharztweiterbildung in einem Klinikum in Ostwestfalen.

Im Sommer 2014 kam der Arzt mit seiner Frau und seinen drei Kindern aus dem Libanon nach Deutschland und absolvierte erfolgreich einen Deutschkurs. Anschließend konnte er über das Programm IQuaMed im IQ Netzwerk NRW in Bad Driburg viele fachsprachliche und fachliche Kenntnisse erwerben, unterstützt durch eine dreimonatige Hospitation in einem Klinikum, die unser Konzept vorsieht. Die notwendige Anerkennungsprüfung bestand er mit Bravour und ist nun in der Patientenversorgung tätig. Wir gratulieren herzlich. Weiterlesen →

Marburger Bund unterstützt das Programm IQuaMed des IQ Netzwerks

Ruth Wichmann, Leiterin Auslandsreferat Marburger Bund Bundesverband

Ruth Wichmann, Leiterin des Auslandsreferats Marburger Bund Bundesverband, ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Programms IQuaMed

»Anpassungsleistungen, die ausländische Ärzten erbringen müssen, kosten Kraft und Mut. Da Integration aber keine Einbahnstraße ist, müssen auch Arbeitgeber und Kollegen in ausländischen Ärzten eine Bereicherung sehen, sich auf sie einlassen und ihr Wissen und ihre Erfahrungen wertschätzen.«

Ruth Wichmann, Leiterin des Auslandsreferats des Marburger Bunds Bundesverband, referiert regelmäßig in den Seminarreihen des Programms IQuaMed im IQ Netzwerk und berät Ärztinnen und Ärzte auf ihrem Weg zur erfolgreichen beruflichen Anerkennung in NRW.

»Das Programm IQuaMed ist für ausländische Ärzte, die keine andere öffentliche Förderung erhalten, eine Chance, sich im Rahmen einer strukturierten Bildungsmaßnahme gemeinsam mit Gleichgesinnten die notwendigen Fachsprachenkenntnisse anzueignen und das in der Kenntnisprüfung geforderte medizinische Wissen zu erwerben bzw. aufzufrischen«, betont Ruth Wichmann.

»Sie erhalten darüber hinaus Informationen rund um die ärztliche Tätigkeit in Deutschland und haben einen Ansprechpartner für Fragen. Da die Teilnahme für die Ärzte kostenlos ist und ggf. auch Prüfungsgebühren übernommen werden können, profitieren vor allem Ärzte, die die ansonsten anfallenden Kursgebühren nicht tragen können. Ihnen wird der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt deutlich erleichtert.
Gut vorbereitet in das deutsche Gesundheitssystem einzusteigen, hilft ausländischen Ärzten, den anstrengenden Klinikalltag zu meistern und als kompetente Kollegen wahrgenommen zu werden.«