Anerkennung: Arzt

Approbation erhalten, Arbeitsstelle als Arzt gefunden

Qualifizierung für Klinik und Praxis, mibeg-Institut MedizinHeute erreichten uns wieder gute Nachrichten aus unserer Seminarreihe Qualifizierung für Klinik und Praxis. Viele Absolventen dieses Seminars haben bereits die Approbation, einige haben die Fachsprachprüfung bestanden und die Berufserlaubnis nach § 10 BÄO erhalten, mit der sie in Krankenhäusern arbeiten können.

Die Ärztinnen und Ärzte kamen aus Mexiko und Frankreich, aus Syrien und Venezuela, aus Mazedonien und dem Irak, aus Serbien, Georgien, Jordanien, Rumänien und Afghanistan zu uns. Ihre medizinischen Schwerpunkte liegen in der Augenheilkunde, der Pädiatrie, in der Inneren Medizin und der Chirurgie. Viele möchten in Deutschland in der Allgemeinmedizin langfristig tätig werden. Wir freuen uns sehr über die Erfolge unserer Absolventinnen und Absolventen und senden mit diesem Bild herzliche Grüße und ein Dankeschön für die Rückmeldungen.

Expertenseminar zur Fachsprachprüfung der Ärztekammer Niedersachsen

Einer Einladung der Ärztekammer Niedersachsen folgte das mibeg-Institut Medizin gern, ebenso wie eine Reihe von Ärztinnen und Ärzte, die sich für die Fachsprachprüfungen in Niedersachsen engagieren. Die Ärztekammer wollte interessierten Kollegen, aber auch Kursanbietern Gelegenheit geben, sich über die Zielrichtung der Fachsprachprüfung sowie über die bisherigen Durchläufe zu informieren und sich hierzu auszutauschen.

Der Ablauf der Fachsprachprüfung in Niedersachsen wurde detailliert vorgestellt in allen drei Prüfungssegmenten, die die Landesärztekammern bundesweit als Prüfungsstandard etabliert haben. Ausführlich wurde über die Bewertungskriterien informiert. Der Austausch diente auch dazu, die teilweise in Internetforen kursierenden falschen Informationen zu Inhalten, Ablauf und Bewertung der Fachsprachprüfung richtigzustellen. Weiterlesen

Robert Schäfer im Interview über Steuerungsgrößen im Gesundheitswesen: »Wenn die GPS-Navigation ausfällt, sollte man einen Kompass bedienen können.«

Dr. med. Robert Schäfer

Dr. med. Robert Schäfer

Bedarfsplanung ist eine der schwierigsten Aufgaben, die sich derzeit nicht nur im deutschen Gesundheitswesen stellen. anerkennung-medizin.de fragt im Interview heute einen der profundesten Kenner des deutschen Gesundheitswesens, Dr. med. Robert Schäfer, der lange Zeit als Geschäftsführender Arzt für die Ärztekammer Nordrhein verantwortlich zeichnete und heute im Aufsichtsrat einer Klinik in Nordrhein-Westfalen für Krankenhausstrategien zuständig ist.

Mit diesem Interview eröffnen wir ein neues Format auf unserem Informationsblog anerkennung-medizin.de.

anerkennung-medizin.de: Was sind Ihrer Meinung nach Größen, die Orientierung für eine Steuerung des Gesundheitswesens vermitteln?

Dr. med. Robert Schäfer: Die Grundlage allen Handelns bei der Steuerung im Gesundheitswesen bildet die Epidemiologie, die Summe aller Erkrankungen, Unfälle, Notfälle. Unter normalen Umständen sind Erkrankungshäufigkeiten stabile Größen. Deren Behandlung erfordert gut ausgebildetes Personal und ausreichende Mittel für die Versorgung der Patienten, also Mittel für Personal, Material und Gebäude, in denen dies erfolgt. Den Personal- und Mittelbedarf des Gesundheitswesens kann man unter Zugrundelegung dieser Daten berechnen. Daher ist eine sorgfältige Erhebung epidemiologischer Daten die Basis für die Ermittlung des Personal- und Mittelbedarfs.
Personen und Mittel sach- und zeitgerecht einzusetzen und damit die aufgetretenen Gesundheitsstörungen erfolgreich zu behandeln, erfordert ein Gesundheitssystem, dessen Systemqualität an Parametern wie Gesundung oder Sterblichkeit gemessen werden kann.

Welche Rolle spielt der Faktor Zeit?

Die zeitgerechte Bereitstellung von Hilfen im Gesundheitswesen entscheidet über deren Erfolg. Zwei Beispiele: Für eine Herz-Lungen-Wiederbelebung sind Minuten entscheidend, bis qualifizierte Helfer sie erfolgreich einsetzen. Diese Helfer in ausreichender Zahl auszubilden und vorzuhalten, dauert Jahre. Eine bedarfsgerechte Bildungsplanung erfordert hohe Kompetenz und Sorgfalt, wie die Reform der Ausbildung in der Pflege zeigt. Wie beim Phänomen Lehrermangel wissen wir aber auch, dass selbst dann, wenn Verantwortliche wissen, dass der Bedarf an Lehrern durch mehr Schüler steigt, keine zeit- und bedarfsgerechte Reaktion erfolgt.

Was erschwert Planungen im Gesundheitswesen?

Fortschritt und unzulängliche Vorhersehbarkeit von medizinischen Entwicklungen bzw. Erfolgen, wie aber auch unangemessene Erwartungen. So kann eine erfolgreiche Impfstrategie Krankheiten verschwinden lassen, wie etwa Kinderlähmung. Ähnlich bedeutsam: Das Verkennen vernünftigerweise zu akzeptierender Bedingungen führt zu gravierenden Fehlentscheidungen.

Welcher Einfluss ist der Digitalisierung im Gesundheitswesen beizumessen?

Informationsbeschaffung, Speicherung und Verarbeitung finden an vielen Stellen der Medizin noch mit traditionellen Techniken statt. Da mit disruptiven Veränderungen im Bereich der Informationsverarbeitung zu rechnen ist, ist ein großer Anpassungsbedarf zu erwarten. Dabei kommt dem Thema Ausfallsicherheit in der Medizin besondere Bedeutung zu. Wenn die GPS-Navigation ausfällt, sollte man einen Kompass bedienen können. Aber auch die Kompatibilität – das verträgliche Miteinander – digitaler Systeme, die am Menschen Anwendung finden, ist von großer Bedeutung.

Was sollte die Politik bei der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens beachten?

Eine Verbesserung der Gesundheitsberichterstattung ist zu wünschen und mit geringem Aufwand machbar, um eine objektive Entscheidungsgrundlage für notwendige Investitionen und Bildungsmaßnahmen im Gesundheitswesen zu schaffen, die für alle Beteiligten verbindlich ist. Angesichts zu erwartender Änderungen durch die Digitalisierung ist eine engmaschige Kontrolle von Ursachen-Wirkungsbeziehungen erforderlich, um bei Bedarf zeitnah gegensteuern zu können.

Siehe hierzu auch: »Wie viele Ärzte braucht das Land? – Daten zur ärztlichen Bedarfsplanung«

Das Gespräch mit Dr. med. Robert Schäfer führte Barbara Rosenthal für anerkennung-medizin.de.

Aktuelle Infektionserkrankungen – Impfmedizin

Zum 8. Kammersymposium lädt die Ärztekammer Nordrhein am 17. November 2018 nach Köln ein. Unter der Leitung von Dr. med. Anne Bunte, Leiterin des Gesundheitsamtes Köln und Mitglied des Vorstands der Ärztekammer Nordrhein, und Prof. Dr. med. Maria Vehreschild, Leiterin des Schwerpunkts Infektiologie der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Frankfurt, referieren erfahrene Infektiologen. Besonders wird auf diesem Symposium die Situation der Maserninfektionen in Deutschland erläutert, aber auch Fragen zur Influenza-Impfung bei Kindern oder zur Meningokokken-B-Impfung.

Die Veranstaltung bietet nicht nur ärztlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit zum Austausch, sondern öffnet sich auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger. Die Teilnahme ist kostenfrei, Informationen und Anmeldung über die Ärztekammer Nordrhein.

Am Symposium nehmen auch Teilnehmer und Absolventen des mibeg-Instituts Medizin teil.

Intensivkurs Fachsprache Medizin

Wir haben unsere Teilnehmer nach Beendigung des Seminars gefragt, was ihnen besonders gefallen hat. »Mir hat die gesamte Atmosphäre sehr gut gefallen, das Kursklima, die Mitarbeiter des mibeg-Instituts Medizin und die Dozenten«. Ein anderer Teilnehmer schrieb uns: »Mir hat die Struktur, die Realität besonders gut gefallen. Das Ziel ist nicht nur, für die Prüfung zu lernen, sondern die Teilnehmer auf die medizinische Arbeit Deutschland vorzubereiten.« »Die Vielfalt der Lehrmethoden war interessant im Zusammenhang mit der Thematik.« »Die Integration der Teilnehmer war sehr gut.« »Die Organisation.« »Die vielen ärztlichen Dozenten.« »Die Unterhaltung zwischen den Teilnehmern und den Dozenten.« »Die Rollenspiele und Übungen und das Videotraining.« Die Teilnehmer gaben an, dass die Qualfizierung ihnen hilft, leichter einen Arbeitsplatz zu finden. Wir bedanken uns sehr herzlich für das positive Feedback. Es ist auch für uns eine große Freude, mit hochmotivierten Teilnehmern zusammenarbeiten.

Das Seminar Intensivkurs Fachsprache Medizin wurde vom mibeg-Institut Medizin gemeinsam mit Ärztekammern bereits 2003 entwickelt und wird seitdem kontinuierlich angeboten. Das nächste Seminar in Kooperation mit dem Marburger Bund Landesverband Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz startet in Kürze, die Termine finden Sie hier.