Anerkennung: Blog Anerkennung Gesundheitsberufe

Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigt die Arbeit der Öffentlichen Gesundheitsämter

»Wenn unser Land bisher so verhältnismäßig gut durch die Pandemie gekommen ist, wenn das Infektionsgeschehen nicht die Ausmaße erreicht hat, die wir in anderen Ländern beobachten mussten, dann hat das nicht zuletzt mit dem zu tun, was tagtäglich im Öffentlichen Gesundheitsdienst geleistet wird«, so Bundeskanzlerin Merkel in einem aktuellen Statement. Kommenden Dienstag wird sich die Kanzlerin bei einer Videokonferenz mit Gesundheitsämtern austauschen, um zu erfahren, »wie die Arbeit in den Gesundheitsämtern vor Ort abläuft, welche Herausforderungen sich stellen und wo die Politik helfen kann«.

Die Initiative von Kanzlerin Merkel wird einen »Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst« umfassen, mit dem deutlich mehr Stellen geschaffen und die technische Ausstattung der Gesundheitsämter verbessert werden sollen, um schnelle digitale Kommunikationswege zu schaffen.

Ute Teichert im mibeg-Institut Medizin

Dr. med. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes BVÖGD

Damit unterstützt die Bundeskanzlerin die Forderungen des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitswesen BVÖGD, an dessen Spitze die Vorsitzende Dr. med. Ute Teichert seit langem engagiert eine verbesserte personelle Ausstattung und mehr Ressourcen fordert. In einem 10-Punkte-Plan hat der BVÖGD einen Weg aufgezeigt, mit dem eine nachhaltige Verbesserung erreicht werden kann, wir berichteten.

Krankenhauszukunftsgesetz soll im Oktober 2020 in Kraft treten

Bundesministerium für GesundheitDem Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums, den der Gesundheitsminister dem Bundeskabinett vorlegte, wurde zugestimmt. Mit diesem Gesetz will der Bund den Krankenhäusern 3 Milliarden Euro bereitstellen, damit diese in verbesserte Notfallkapazitäten, in die Digitalisierung und in die IT-Sicherheit investieren können. Weitere 1,3 Milliarden Euro Investitionsmittel sollen von den Bundesländern bereitgestellt werden. Anteilig werden auch Krankenhausträger zur Übernahme von Investitionskosten einbezogen. Förderanträge an das Bundesamt für Soziale Sicherung können von den Bundesländern ab sofort gestellt werden. Für die Universitätsklinika gelten besondere Regelungen.

Der bestehende Krankenhausstrukturfonds wird bis 2024 verlängert, und Corona-Pandemie-bedingte Erlösrückgänge sollen in Verhandlung mit den Kostenträgern krankenhausindividuell ermittelt und ausgeglichen werden. Zudem soll es Zuschläge zu Schutzausrüstungen geben, die aufgrund der Corona-Pandemie gebraucht werden.

Speziell für den Bereich der Pflege sollen bislang befristete Regelungen zur finanziellen Entlastung und Unterstützung verlängert werden.

Anerkennungsqualifizierungen für die Pflege

Das mibeg-Institut und die Kath. Schule für Pflegeberufe starten erneut ein Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung für Pflegefachkräfte

Das mibeg-Institut und die Kath. Schule für Pflegeberufe starten erneut ein Praxisseminar Pflege zur Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung für Pflegefachkräfte

23 muntere und engagierte Pflegefachkräfte starteten heute ihre Qualifizierung in Essen, natürlich unter den strengen Hygienerichtlinien, die die Corona-Pandemie uns allen abverlangt. Gemeinsam mit der Kath. Schule für Pflegeberufe bereitet das mibeg-Institut die Pflegefachkräfte gezielt auf die Kenntnisprüfung vor. Drei Monate Theorie und drei Monate Praktikum umfasst das erfolgreiche Seminarkonzept. Dann steht die Prüfung, die durch das Landesprüfungsamt abgenommen wird, an.

Pflegeschulleiter Reinhard Dummler und Institutsleiterin Barbara Rosenthal sind zuversichtlich, dass auch dieses Seminarprojekt an die bisherigen Erfolge in Essen anknüpft. Dr. Shermineh Shahi, Seminarleiterin am mibeg-Institut, freut sich über die große Internationalität der Gruppe: »Unter den 23 teilnehmenden Pflegefachkräften sind 12 Nationen vertreten.« Was alle miteinander vereint, ist die Kurssprache Deutsch – alle Teilnehmenden verfügen über sehr gute deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 – und die Liebe zum Beruf. Die Teilnehmenden sind schon unterschiedlich lange in Deutschland, zum Teil haben sie bereits als Pflegehilfskräfte gearbeitet. Nach erfolgreichem Kursdurchlauf haben sie alle eine hervorragende Arbeitsperspektive im Bereich der Krankenpflege und der Altenhilfe in Deutschland.

Die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen, die zur Contilia Gruppe gehört, und das mibeg-Institut haben einen langfristigen Kooperationsvertrag abgeschlossen, um dauerhaft Pflegekräfte, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen und ihren Beruf hier anerkennen lassen möchten, zu unterstützen.

Die Teilnahme wird zu 100% über die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter mittels Bildungsgutschein gefördert. Interessent/innen für den nächsten Seminartermin wenden sich an das mibeg-Institut.

Innovativ, unabhängig, sicher: Uniklinik Köln stellt eigene Schutzmasken her

Die Uniklinik Köln hat einen alten OP-Saal umgerüstet und produziert ab sofort Mund-Nasen-Schutzmasken selbst. Eine wegweisende Idee, und die Uniklinik Köln ist die erste und bislang einzige Klinik in Deutschland, die eigene Schutzmasken produziert, so gegenüber dem KSTA der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Edgar Schömig. »De Schnüsslapp« wie der Mund-Nasen-Schutz in Köln liebevoll genannt wird, ist dabei nicht nur für medizinisches und pflegerisches Handeln wichtig, sondern auch im Alltag der Stadtbevölkerung. Schutzmasken, Abstand halten und Befolgung aller weiteren wichtigen Hygieneregeln sind für die Eindämmung der Corona-Pandemie unabdingbar.

Christian Drosten: Vorbereitung auf die zweite Welle der Corona-Pandemie

Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Charité Mitte, hat aus aktuellem Anlass ein wegweisendes Konzept zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorgestellt. Die Wochenzeitung »Die Zeit« hat den Gastbeitrag von Prof. Drosten zur Infektionseindämmung veröffentlicht: »Zweite Corona-Welle: Ein Plan für den Herbst. Die Treiber der Epidemie aufspüren, die Quarantäne verkürzen, die Tests genauer auswerten – mit dieser Strategie können wir in einer zweiten Welle verhindern, dass es zu einem erneuten Lockdown kommt.«