Anerkennung: Gesundheitsämter

Online-Seminar für den ÖGD: Covid-19 in Gemeinschaftsunterkünften

Zu einer Online-Fortbildungsveranstaltung am 18. und 19. Januar 2021 lädt die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf ein. Es referieren zahlreiche Expert:innen, darunter Dr. Katja Kajikhina und Navina Sarma vom Robert Koch-Institut in Berlin und Anne Seewald vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW.

Die Veranstaltung leitet die Psychiaterin Dr. Solmaz Golsabahi-Broclawski, die zugleich Dozentin am mibeg-Institut ist.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: www.akademie-oegw.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigt die Arbeit der Öffentlichen Gesundheitsämter

»Wenn unser Land bisher so verhältnismäßig gut durch die Pandemie gekommen ist, wenn das Infektionsgeschehen nicht die Ausmaße erreicht hat, die wir in anderen Ländern beobachten mussten, dann hat das nicht zuletzt mit dem zu tun, was tagtäglich im Öffentlichen Gesundheitsdienst geleistet wird«, so Bundeskanzlerin Merkel in einem aktuellen Statement. Kommenden Dienstag wird sich die Kanzlerin bei einer Videokonferenz mit Gesundheitsämtern austauschen, um zu erfahren, »wie die Arbeit in den Gesundheitsämtern vor Ort abläuft, welche Herausforderungen sich stellen und wo die Politik helfen kann«.

Die Initiative von Kanzlerin Merkel wird einen »Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst« umfassen, mit dem deutlich mehr Stellen geschaffen und die technische Ausstattung der Gesundheitsämter verbessert werden sollen, um schnelle digitale Kommunikationswege zu schaffen.

Ute Teichert im mibeg-Institut Medizin

Dr. med. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes BVÖGD

Damit unterstützt die Bundeskanzlerin die Forderungen des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitswesen BVÖGD, an dessen Spitze die Vorsitzende Dr. med. Ute Teichert seit langem engagiert eine verbesserte personelle Ausstattung und mehr Ressourcen fordert. In einem 10-Punkte-Plan hat der BVÖGD einen Weg aufgezeigt, mit dem eine nachhaltige Verbesserung erreicht werden kann, wir berichteten.

Ute Teichert warnt: »Lockerungsmaßnahmen führen zu mehr Belastung in den Gesundheitsämtern«

Dr. med. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes BVÖGD, Foto: © BVÖGD

Dr. med. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes BVÖGD, Foto: © BVÖGD

Dr. med. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes BVÖGD, teilt angesichts der zahlreichen Lockerungsmaßnahmen der einzelnen Bundesländer mit: »Wenn jetzt weitere Lockerungsmaßnahmen wie auch Wegfall der Maskenpflicht, der Abstandsregelung und der Hygienevorschriften umgesetzt werden, führt das zu einer erheblichen Mehrbelastung in den Gesundheitsämtern.«

Der BVÖGD weist darauf hin, dass die nun in allen Bundesländern vorgenommenen Lockerungsmaßnahmen zu einer Erhöhung der zu ermittelnden Kontaktpersonen bei Neuinfizierten führen werden. Wenn die Menschen mehr unterwegs sind und sich wieder zu mehreren an verschiedenen Orten treffen, haben Neuinfizierte in der Phase der Ansteckungsfähigkeit eine höhere Anzahl von Kontakten. Das bedeutet: Auch wenn die Zahl der Neuinfizierten derzeit abnimmt, müssen die Gesundheitsämter für jede betroffene Person wesentlich mehr Kontakte nachverfolgen.

In den letzten Wochen hat es durch Unterstützung von vielen Freiwilligen in den Gesundheitsämtern eine personelle Verstärkung gegeben. Diese Freiwilligen (Studierende, im Ruhestand befindliche Ärztinnen und Ärzte und andere, sowie Personal aus anderen Verwaltungen) werden jetzt nach und nach abberufen, da sie wieder in ihrem eigentlichen Umfeld arbeiten müssen. Bisher ist kein Personal dauerhaft in den öffentlichen Gesundheitsdienst eingestellt worden.

 

Die Aktion »Wir unterstützen gern« des mibeg-Instituts läuft sehr gut an: Hilfsangebote während der Corona-Pandemie

mibeg-Institut MedizinZahlreichen Institutionen, die während der Corona-Pandemie Unterstützung suchen, insbesondere Kliniken und Gesundheitsämtern, vermitteln wir derzeit Hilfsangebote von Ärztinnen und Ärzten, Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Medizinischen Fachangestellten, Apotheker/innen und Klinischen Datenmanager/innen. Wir bemühen uns, diejenigen, die Unterstützung suchen, mit denjenigen schnell regional zu vernetzen, die unterstützen wollen. Das ist das Ziel der Aktion »Wir unterstützen gern«.

Allen Beteiligten sagen wir jetzt schon unseren ganz herzlichen Dank!

Es ist großartig, wie sich die Mitarbeiter in den Kliniken und den Gesundheitsämtern engagieren, und es ist großartig, wie sich viele Unterstützer engagieren. Das kann die Study Nurse sein, die Wochenenddienste anbietet, der gerade in den Ruhestand getretene Facharzt, die Krankenschwester, die zuletzt als Pflegelehrerin gearbeitet hat, wie auch ein Datenmanager im Bereich der Klinischen Forschung, dessen Spezialprojekt zurzeit ruht und der mit IT-Wissen die Kontaktnachverfolgung von Infizierten unterstützen möchte.

Über das große Kontaktnetz des mibeg-Institut Medizin hinaus erhalten wir bereits jetzt viele Anfragen, denen unsere Bitte um Unterstützung weitergeleitet worden ist. Deswegen geben wir Ihnen hier über zwei Links Gelegenheit, sich über uns miteinander zu vernetzen: