Anerkennung: Praxisseminar Pflege

Katholische Schule für Pflegeberufe Essen: Ausländische Pflegefachkräfte herzlich willkommen!

Ursula Busmann, Stellv. Pflegeschulleiterin, und Reinhard Dummler, Geschäftsführer und Schulleiter, Kath. Schule für Pflegeberufe Essen

Ursula Busmann, Stellv. Pflegeschulleiterin, und Reinhard Dummler, Geschäftsführer und Schulleiter, Kath. Schule für Pflegeberufe Essen

Die Kath. Schule für Pflegeberufe Essen zählt zu den größten Ausbildungszentren in Nordrhein-Westfalen. Das Zentrum bildet mehrere hundert Gesundheits- und Krankenpfleger/innen pro Jahr für ihren Einsatz in Kliniken, Versorgungszentren und Senioreneinrichtungen aus. Unter der Leitung von Reinhard Dummler steht ein erfahrenes Expertenteam von Pflegepädagogen und Pflegewissenschaftlern bereit, junge Menschen für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege zu begeistern und innovativ neue Ausbildungskonzepte zu etablieren.

Die Kath. Schule für Pflegeberufe ist Kooperationspartner des mibeg-Instituts bei der Entwicklung von Qualifizierungen, mit denen gezielt aus dem Ausland kommende Fachkräfte auf die berufliche Anerkennung vorbereitet werden. Schon im Modellprojekt, unterstützt durch das Förderprogramm IQ, war das Praxisseminar Pflege ein großer Erfolg: Nahezu alle Absolventen bestanden die ins Seminar integrierte Kenntnisprüfung auf Anhieb, die unter dem Vorsitz des Landesprüfungsamts für Medizin, Pharmazie und Psychotherapie abgenommen wurde. Neben der fachlichen Expertise des Teams von Geschäftsführer Reinhard Dummler war das herzliche Engagement, das alle Mitwirkenden am Projekt den ausländischen Fachkräften entgegenbrachten, ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

Die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen bietet gemeinsam mit dem mibeg-Institut Anerkennungsqualifizierungen für Pflegefachkräfte an

Die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen bietet gemeinsam mit dem mibeg-Institut Anerkennungsqualifizierungen für Pflegefachkräfte an

»Die Katholische Schule für Pflegeberufe«, so Dummler, »hat sich zum Ziel gesetzt, für Anerkennungssuchende ein beständiger Ansprechpartner für Qualifizierungen zu sein, die rasch und effizient zur Berufszulassung im Bereich der Pflege führen. Für zahlreiche Versorgungseinrichtungen in Essen können wir eine praxisnahe Ausbildung bieten, und unsere Absolventen haben viele Möglichkeiten, in den weitgefächerten Arbeitsfeldern der Pflege beruflich durchzustarten. Wir werden zusammen mit dem mibeg-Institut fortlaufend das Praxisseminar Pflege anbieten, das allen Teilnehmenden umfangreiches Wissen vermittelt über die Berufspraxis der Gesundheits- und Krankenpflege in Deutschland. Unsere Absolventen kennen hiesige Pflegestandards und wissen über die rechtlichen Gegebenheiten genauso Bescheid wie über die praktischen Anforderungen, beispielsweise im Bereich der Hygiene. Ein besonderer Vorteil«, so Geschäftsführer Reinhard Dummler, »ist die ins Seminar integrierte Kenntnisprüfung. Unsere Kliniken wissen so genau, wann ihre zukünftigen Pflegefachkräfte zur Verfügung stehen können.«

Die Kath. Schule für Pflegeberufe Essen hat einen Kooperationsvertrag mit dem mibeg-Institut Medizin abgeschlossen. Ab sofort können regelmäßig Kurse starten, die zu 100 Prozent öffentlich über Bildungsgutscheine gefördert werden. Die Anerkennungsexperten des mibeg-Instituts beraten und wählen die Teilnehmenden zusammen mit der Kath. Schule für Pflegeberufe aus und begleiten sie in den Theorie- und Praxisphasen des Kurses bis zum Abschluss. »Wir freuen uns sehr, mit der die Katholische Schule für Pflegeberufe Essen einen Kooperationspartner an unserer Seite zu haben, der über eine hohe Kompetenz im Bereich der Ausbildung von Gesundheitsfachkräften verfügt«, so Barbara Rosenthal, Leiterin des mibeg-Instituts. »Zudem bieten die dem Verbund angehörenden Kliniken und Pflegeeinrichtungen der Schule eine Willkommenskultur, die eine herzliche Aufnahme ermöglicht.« Weiterlesen

Michaela Binnen: »Wir machen Tempo beim Gewinnen von Fachkräften«

Michaela Binnen bei der Eröffnung des Praxisseminars Pflege. Foto: Barbara Rosenthal

Michaela Binnen bei der Eröffnung des Praxisseminars Pflege. Foto: Barbara Rosenthal

Michaela Binnen ist Pflegedirektorin der Kliniken der Stadt Köln. Die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin absolvierte Fachweiterbildungen in Intensivkrankenpflege sowie das Studium der Pflegepädagogik und des Gesundheitsmanagements / BWL. Sie war als Qualitätsmanagerin, Auditorin und EFQM-Assessorin sowie als leitende OP-Managerin einer Uniklinik tätig. Nach beruflichen Stationen als Pflegedirektorin in Tübingen und Essen verantwortet Michaela Binnen jetzt in den drei großen städtischen Kliniken in Köln den Bereich Pflege. Sie engagiert sich für die Profession Pflege und hat sich die Gewinnung qualifizierter Gesundheitsfachkräfte für die Kliniken Köln ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt.

Das vollständige Interview können Sie gern per Mail beim mibeg-Institut anfordern.

2000. IQuaMed-Interessentin besteht Kenntnisprüfung als Krankenpflegerin

Die 2000. Interessentin an unserem Seminarprogramm IQuaMed, mit dem Angehörige eines reglementierten Gesundheitsberufs auf die Berufszulassung oder Approbation in Deutschland vorbereitet werden, ist eine Krankenschwester. Semina Ö. hatte ihre Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Türkei abgeschlossen. Praktika machte sie in großen staatlichen Krankenhäusern sowie an einem Universitätskrankenhaus in der Türkei. Ihre Sprachkenntnisse ermöglichten auch eine Mitarbeit am American Hospital in Istanbul. In der Türkei schloss sie auch eine Ausbildung für außerklinische Intensivpflege ab.

Mit guten Deutsch- und Englischkenntnissen neben ihrer türkischen Muttersprache ausgestattet, hat sich Semina Ö. dann um die Anerkennung ihrer Pflegeausbildung in Deutschland bemüht.

Wir haben sie als 2000. Interessentin und als Teilnehmerin unseres Informationsseminars »Wege zur Anerkennung« kennengelernt. Mit dem Seminar haben wir ihr die Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie einen Antrag auf Berufsanerkennung stellen kann und welche Qualifizierungen ihr helfen, schnellstmöglich eine Berufszulassung zu bekommen. Semina Ö. hat sich für das Praxisseminar Pflege in Düsseldorf entschieden, das das mibeg-Institut Medizin gemeinsam mit dem Ausbildungszentrum Fachbereich Pflege am Universitätsklinikum Düsseldorf durchgeführt hat.

Zielgerichtet hat sie sich in Theorie und Praxis in sechs Monaten auf die Kenntnisprüfung vorbereitet, die sie erfolgreich bestanden hat. Anschließend konnte sie mit ihrer Berufszulassung sofort als Gesundheits- und Krankenpflegerin in Mülheim an der Ruhr in einem Krankenhaus starten.

Update: Semina Ö.: »Es geht mir gut«

Andreas Westerfellhaus über das Fachkräftezuwanderungsgesetz

Andreas Westerfellhaus, Wissenschaftlicher Beirat des Projekts IQuaMed

Andreas Westerfellhaus, Wissenschaftlicher Beirat des Projekts IQuaMed, Quelle: DPR e.V

Aktuell wird das Fachkräftezuwanderungsgesetz diskutiert. Ein erster Entwurf liegt bereits vor. Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für die Pflege, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, äußerte sich hierzu bereits im September 2018 in einem Interview mit RP online.

Andreas Westerfellhaus betonte, dass ein solches Gesetz benötigt wird, aber in Bezug auf den Fachkräftebedarf nur einen Teil der Problemlösung darstellen könne. »Die Pflegekräfte, die kommen, müssen eine ausreichende sprachliche und fachliche Qualifikation haben. Wir müssen wiederum die Anerkennung der Abschlüsse der Fachkräfte aus dem Ausland vereinfachen. Wir haben dafür immer noch 16 Verfahren in den einzelnen Bundesländern. Das dauert viel zu lange für diejenigen, die kommen wollen. Unerlässlich ist auch die Bereitschaft der heimischen Belegschaft, die neuen Kollegen zu integrieren. Grundvoraussetzung ist zudem, dass sich vor allem die Rahmenbedingungen für die Pflegenden in Deutschland verbessern. Ansonsten wird auch die Zuwanderung von Fachkräften keine Lösung bringen.« Weiterlesen

Pflegefachkräfte aus Ausland: Zu lange Verfahrensdauer bei der beruflichen Anerkennung?

Der Bonner Generalanzeiger berichtet aktuell über Probleme mit der Verfahrensdauer der Beantragung der beruflichen Anerkennung von aus dem Ausland kommenden Pflegefachkräften.

Während das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage konstatiert, dass durch das Anerkennungsgesetz wesentliche Fortschritte erreicht sind: »Wenn es Probleme gebe, dann lägen sie im Vollzug, und der betrifft nun mal die Länder. Das Ziel der Anerkennungsregelungen, einen angemessenen Ausgleich zwischen den Interessen der antragstellenden Personen an einer Anerkennung ihrer beruflichen Qualifikationen zum Zweck der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt und dem Patientenschutz zu schaffen, ist erreicht worden«, weist das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium MAGS auf noch bestehende Schwierigkeiten hin.

Laut Bonner Generalanzeiger »gibt das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium zu, ›dass die Anerkennungsverfahren von Pflegeausbildungen aus dem Ausland nicht rund laufen‹. Das Haus habe eine ›Reihe von Schreiben‹ erreicht, ›in denen auf eine unverhältnismäßig lange Bearbeitungsdauer hingewiesen wird‹.« Weiterlesen