Anerkennung: Universitätsklinikum Essen

Modellprojekt EI-AP-K: Uniklinik Essen stellt Abschlussbericht des Projektes vor

Abschlussbericht EI-AP-K Universitätsklinikum EssenDie Universitätsmedizin Essen stellt aktuell einen umfassenden Abschlussbericht des Modellprojektes vor, das zur empathischen, interkulturellen Arzt-Patienten-Kommunikation (EI-AP-K) entwickelt worden ist.

Ausgangspunkt für das Modellprojekt war, dass Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit der höchsten Zuwanderungsrate ist und dass sich von daher viele Fragen zu einer gelingenden Kommunikation von Menschen aus verschiedenen Kulturräumen stellen. Einen zentralen Bereich dabei nehmen die Fragen zur medizinischen Versorgung ein.

Über 10.000 der nach Deutschland zugewanderten Ärztinnen und Ärzte sind in Krankenhäusern des Landes NRW tätig. Ihr Anteil liegt dabei in den verschiedenen Krankenhäusern zwischen 10 und 90 % des in der Patientenversorgung tätigen Personals. Die Versorgungsaufgaben, die sich diesen Mediziner:innen stellen, beziehen sich nicht nur auf Deutsch sprechende Patient:innen, sondern auch auf Patient:innen, die möglicherweise aus einem anderen Sprachkontext kommen, darunter auch aus einem Sprachkontext, der nichts mit dem Herkunftsland des Arztes zu tun hat. Dabei können zwischen Ärzt:innen und Patient:innen, aber auch innerhalb der ärztlichen Kommunikation Missverständnisse entstehen, selbst wenn alle im medizinischen Kontext sich auf die gemeinsame Basis der Verständigung in der deutschen Sprache einigen. Weiterlesen

Abschlusssymposium des Projekts Empathische-Interkulturelle-Arzt-Patienten-Kommunikation

Zum Abschluss des letzten erfolgreichen Projektjahrs des vom MGEPA / MAGS geförderten Modellprojekts EI-AP-K (Empathische-Interkulturelle-Arzt-Patienten-Kommunikation) lädt die Projektleiterin Dr. med. Stefanie Merse am 11. Oktober 2019 in der Zeit von 10 bis 16 Uhr in das Universitätsklinikum Essen ein. Das Symposium stellt die Erfahrungen und das entstandene Mustercurriculum zur ärztlichen Kommunikation vor, das auf eine Qualifizierung für ärztliches Personal mit den Schwerpunkten Fach- und Alltagssprache Medizin sowie die Aspekte Empathie und Interkulturalität verweist. Das Curriculum wendet sich an muttersprachliche Teams, bestehend aus Ärztinnen und Ärzten sowie Sprachtrainer/innen.

Interessenten, die am Abschlusssymposium in der Uniklinik Essen teilnehmen möchten, können sich bis zum 19. September 2019 unter folgender E-Mail-Adresse anmelden: eiapk@uk-essen.de

Heilkunst braucht Sprachkunst: Ärzte weisen auf die Notwendigkeit der guten sprachlichen Qualifizierung hin

Prof. Dr. med. Fuat Hakan Saner arbeitet als Oberarzt an der Uniklinik Essen, als Kardiologe ist Dr. med. univ. Feras El-Hamid am Kreiskrankenhaus Waldbröl tätig, und Alexis Theodorou gehört zum Team Chirurgie der Uniklinik Bonn. Diese drei Ärzte verbindet ihr Engagement für den Marburger Bund, aber auch ihr Einsatz für eine hohe sprachliche Kompetenz von Ärztinnen und Ärzten, die der Schlüssel für eine sichere Patientenversorgung ist.

In einem gemeinsamen Aufsatz für die Marburger Bund Zeitung 7 / 2019 verdeutlichen die Mediziner: »Wir wissen, als Ärztin oder Arzt muss man sich sprachlich flexibel und dynamisch in beruflichen Alltagssituationen bewegen können. Die Sprachinhalte müssen so verstanden und – mündlich wie schriftlich – weitergegeben werden, dass Missverständnisse vermieden werden. Wir Ärzte benötigen eine berufsspezifische Sprachkompetenz. Missverständnisse könnten fatale Folgen haben.«

Die drei Mediziner weisen nicht nur auf die Fachsprachprüfungen hin, die durch die Landesärztekammern abgenommen werden, sondern auch auf gezielte Hilfestellung, die der Marburger Bund für ausländische Ärztinnen und Ärzte anbietet: »Gemeinsam mit dem mibeg-Institut Medizin bieten wir spezielle Intensivkurse Fachsprache Medizin an, die gezielt auf die Prüfung vorbereiten.«

Die drei klinisch tätigen Ärzte nennen als Ziel ihres Engagements: »Wir wollen eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung in Krankenhäusern sicherstellen. Uns ist es wichtig, dass die aus dem Ausland kommenden Kolleginnen und Kollegen fachlich wie sprachlich gut vorbereitet in den Beruf starten.«

Universitätsklinikum Essen stellt Modellprojekt zur Arzt-Patienten-Kommunikation vor

Unter der Projektleitung von Dr. med. Stefanie Merse hat das Universitätsklinikum Essen ein Modellprojekt gestartet, das unter dem Titel EI-AP-K die Empathisch-Interkulturelle Arzt-Patienten-Kommunikation in den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen unterstützen und verbessern will. In den Krankenhäusern Nordrhein-Westfalens sind zahlreiche Ärztinnen und Ärzte mit Migrationsgeschichte beschäftigt, die vor besondere sprachliche und kulturelle Kommunikationsanforderungen gestellt werden. Weiterlesen