Anerkennung: Willkommenskultur

Südlich der Sahara geboren und nun in Köln

Die Volkshochschule Köln lädt ein zu einem Informationsabend über Afrika am Donnerstag, 9. Juni 2016, 19.30 Uhr, auf den wir gern hinweisen.

Afrika ist ein vielfältiger Kontinent, der sich nur schwer von den Folgen jahrhundertelanger Kolonisierung durch europäische Großmächte lösen kann. Trotz aller Krisen und Konflikte und dem Wunsch vieler junger Menschen aus Afrika in Europa eine neue Zukunft zu finden, ist es jedoch keineswegs so, dass sich nun Millionen auf den Weg machen. Vielmehr muss differenziert und mit viel mehr Wissen und Informationen auf die Länder und Regionen geblickt werden. Dies gilt auch für die Begegnung und das gegenseitige Gespräch mit Menschen aus Afrika, die mittlerweile in Köln die zweitgrößte Community bilden.

Im Gespräch: Eli Abeke, Bündnis14Afrika; Dirke Köpp, Leiterin der Redaktion Afrika Französisch, Deutsche Welle; Daniel Pelz Leiter der Redaktion Afrika Englisch, Deutsche Welle; Moderation: Wolfgang Üllenberg van Dawen

Kurs zur Vorbereitung auf die Fachsprachprüfung startet erneut in Bad Driburg

Ärztinnen und Ärzte werden durch das Programm IQuaMed auf die Fachsprachprüfung vorbereitet

Ärztinnen und Ärzte werden durch das Programm IQuaMed auf die Fachsprachprüfung vorbereitet

Nach dem großen Erfolg des ersten Praxisseminars Humanmedizin hat das mibeg-Institut Medizin erneut einen Kurs zur Vorbereitung auf die ärztliche Fachsprachprüfung gestartet. Im vierten Praxisseminar Humanmedizin bereiten sich elf Ärztinnen und Ärzte intensiv in Theorie- und Praxisphasen und mit einer begleitenden Sprachförderung auf eine Berufstätigkeit als Assistenzärzt/in vor. Weiterlesen

»Ich sehe meine Zukunft als Krankenpflegerin in NRW« – Anerkennung für Gesundheits- und Krankenpfleger/innen

Nasrin E., Krankenpflegerin B.A., wird über das Programm IQuaMed gefördert

Nasrin E., Krankenpflegerin B.A., wird über das Programm IQuaMed gefördert

Nasrin E., eine unserer vielen Teilnehmerinnen am heutigen Informationsseminar »Wege zur Anerkennung«, haben wir zu einem Interview eingeladen:

Was möchten Sie in Zukunft tun?

Ich möchte so gern meine Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpflegerin bekommen, um endlich hier arbeiten zu können. Ich bin nun schon drei Jahre in Deutschland, zusammen mit meinem Mann, der im Bereich der Gesundheitswissenschaften an seiner Doktorarbeit schreibt. Ich würde auch gern wieder berufstätig sein können, denn ich verfüge über eine gute Ausbildung und viel Berufserfahrung.

Was haben Sie bislang unternommen, um die Anerkennung Ihres Berufs als Gesundheits- und Krankenpflegerin zu bekommen?

Ich habe alle meine Unterlagen zur Bezirksregierung geschickt, und die Bezirksregierung hat dann meine Unterlagen geprüft. Die Ausbildung in meinem Herkunftsland Iran ist anders als in Deutschland. Ich habe vier Jahre Krankenpflege studiert, meinen Bachelor gemacht und anschließend noch ein Masterstudium in Medizinischer Physiologie erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt war ich danach acht Jahre als Krankenpflegerin berufstätig. Leider konnte nur wenig angerechnet werden, mein Masterstudium war gar nicht relevant für die Anerkennung und leider auch meine praktische Berufserfahrung. In meinem Herkunftsland wird nur die Dauer und der Ort der Berufstätigkeit bescheinigt, aber nicht im Detail, was ich gemacht habe. Wir haben also ganz andere Zeugnisse als die, die in Deutschland üblich sind. Weiterlesen

Marburger Bund unterstützt das Programm IQuaMed des IQ Netzwerks

Ruth Wichmann, Leiterin Auslandsreferat Marburger Bund Bundesverband

Ruth Wichmann, Leiterin des Auslandsreferats Marburger Bund Bundesverband, ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Programms IQuaMed

»Anpassungsleistungen, die ausländische Ärzten erbringen müssen, kosten Kraft und Mut. Da Integration aber keine Einbahnstraße ist, müssen auch Arbeitgeber und Kollegen in ausländischen Ärzten eine Bereicherung sehen, sich auf sie einlassen und ihr Wissen und ihre Erfahrungen wertschätzen.«

Ruth Wichmann, Leiterin des Auslandsreferats des Marburger Bunds Bundesverband, referiert regelmäßig in den Seminarreihen des Programms IQuaMed im IQ Netzwerk und berät Ärztinnen und Ärzte auf ihrem Weg zur erfolgreichen beruflichen Anerkennung in NRW.

»Das Programm IQuaMed ist für ausländische Ärzte, die keine andere öffentliche Förderung erhalten, eine Chance, sich im Rahmen einer strukturierten Bildungsmaßnahme gemeinsam mit Gleichgesinnten die notwendigen Fachsprachenkenntnisse anzueignen und das in der Kenntnisprüfung geforderte medizinische Wissen zu erwerben bzw. aufzufrischen«, betont Ruth Wichmann.

»Sie erhalten darüber hinaus Informationen rund um die ärztliche Tätigkeit in Deutschland und haben einen Ansprechpartner für Fragen. Da die Teilnahme für die Ärzte kostenlos ist und ggf. auch Prüfungsgebühren übernommen werden können, profitieren vor allem Ärzte, die die ansonsten anfallenden Kursgebühren nicht tragen können. Ihnen wird der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt deutlich erleichtert.
Gut vorbereitet in das deutsche Gesundheitssystem einzusteigen, hilft ausländischen Ärzten, den anstrengenden Klinikalltag zu meistern und als kompetente Kollegen wahrgenommen zu werden.«

 

Bertelsmann Stiftung: »Kompetenzen (an)erkennen«

Tagung der Bertelsmann Stiftung am 3. Dezember 2015 in Berlin

Tagung der Bertelsmann Stiftung am 3. Dezember 2015 in Berlin

Das mibeg-Institut Medizin hat sich an der Veranstaltung »Kompetenzen (an)erkennen« beteiligt. Die Bertelsmann Stiftung organisierte am 3. Dezember 2015 in Berlin eine spannende Tagung zur Kompetenzanerkennung, die insbesondere darauf gerichtet war, Potentiale von Migrantinnen und Migranten zu erfassen.

Frank Frick von der Bertelsmann Stiftung führte durch die Tagung und wurde unterstützt u.a. von Kornelia Haugg, Abteilungsleiterin für Berufliche Bildung, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Eckart Severing, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung f-bb, Raimund Becker, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit, Dr. Michael Griesbeck, Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge Bamf, sowie durch Abgeordnete des Deutschen Bundestags.